News-Archiv April 2008
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Am Montag im Bad Doberaner Rathaussaal: Reichhaltiges Arbeitsprogramm vor den Stadtvertretern
Region Bad Doberan | 05.04.2008 - 08:26:35
Bad Doberan/ w. v. Wenn am Montagabend Doberans Stadtväter und -mütter im Rathaussaal beraten, liegt ihnen ein reichhaltiges Arbeitsprogramm vor, das allein im öffentlichen Teil mehr als zehn inhaltliche Tagesordnungspunkte umfasst. Die Themen reichen vom Vertrag mit dem ZVK "Kühlung" über ein Geographisches Informationsprogramm, über kostenlose Bereitstellung der stadteigenen Bühne zum Stadtfest Ende Juni, über Flächennutzungsplan und B-Plan 30 für Heiligendamm, B 23 fürs Wohngebiet Goethestraße/Dammchaussee und Selbstbewirtschaftung der Buchenbergschule, Neufassung der Förderrichtlinie bis zum Stadthaushalt 2008. Nicht alle Vorlagen fanden in allen Ausschüssen einmütige Zustimmung. So endete die Abstimmung im Hauptausschuss über den Haushalt 4 gegen 4 Stimmen bei einer Enthaltung - was Ablehnung gleichkommt. Andere Vorlagen wurden durch Änderungsanträge zu einzelnen Punkten ergänzt. Zur Diskussion im Plenum empfohlen wurden u.a. der abschließende Beschluss zum Flächennutzungsplan für Heiligendamm und der Abwägungs- und Satzungsbeschluss über das Sondergebiet Grand Hotel und Median-Klinik.
Wird die 2. Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen, muss sie dem Verkehrs-, Bau- und Landesentwicklungsministerium innerhalb von 3 Monaten zur Genehmigung vorgelegt werden. Sie sieht u. a. vor, ca. 4,1 ha Erholungs- bzw. Kurwald in Grünfläche eines privaten Hotelparks umzuwandeln, die Ersatzaufforstung zwischen Bollhäger Bruch und Vorder Bollhagen zu vergrößern, das Sondergebiet "Fremdenverkehr" fürs Service-Zentrum am Golfteich geringfügig zu verkleinern, und die neue Lage des Waldparkplatzes B 27 darzustellen. Er befindet sich nunmehr anstelle der Bungalows vor Pension Hildebrandt. Die Verkleinerung des Service-Zentrums wird so gering genannt, dass sie im Plan "nicht darstellbar" ist.
Der "Hotelwald" werde nur von Hotelgästen genutzt. Zur Ersatzanpflanzung an anderer Stelle werden 6,2 ha in Aussicht gestellt, davon ca. 4 ha im Kleinen Wohld. Das neue B-Plangebiet 31 erhält zwischen Heizhaus und Kühlungsborner Straße eine Tennisanlage.
Die 2. Änderung wurde im Hauptausschuss bei drei Stimmenthaltungen zur Diskussion im Plenum empfohlen.
Der Abwägungs- und Satzungsbeschluss über Grand Hotel und Median-Klinik (ebenfalls 3 Enthaltungen) mit seinen ca. 13 ha reicht von Kliffkante über Grand Hotel, Kühlungsborner Straße und Straße zum Strand (einst "zum Kinderstrand") bis zum Strandabgang "Liegnitzweg" (bisher Strandabgang West).
Da es weiter westlich ebenfalls Abgänge gibt, entschlossen sich die Planer zu einer Bezeichnung zurückzu kehren, die sich auf einer Karte von 1858 fand. Damals gab es bereits einen Strandabgang und eine ca. 6o m lange Seebrücke "Liegnitzsteg" (Adolf Nizze gibt sie in "Doberan-
Heiligendamm - Geschichte des ersten deutschen Seebades" mit 80 m an). An ihrer Spitze fand sich eine Sitzbank zu Ehren von Auguste Liegnitz (1800 - 1873), zweite Gemahlin von Friedrich Wilhelm III., Fürstin von Liegnitz und Gräfin von Hohenzollern, Stiefmutter von Alexandrine. Es soll auch eine Freitreppe vom hohen Ufer hinabgeführt haben. Auguste Liegnitz bewohnte schon 1840 eine fürstliche Cottage westlich des Badehauses. 1841 trat Alexandrine ihre Cottage, die ihr Paul Friedrich im Herbst zuvor hatte erbauen lassen, der Witwe des Preußenkönigs ab und reservierte lediglich zwei Zimmer für sich.
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