News-Archiv Dezember 2010
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Expertenrunde tagte zum Thema Welterbe in Bad Doberan
Region Bad Doberan | 03.12.2010 - 14:42:48
Bad Doberan. Ein Symposium zum Wirken der Zisterzienser im nördlichen Mitteleuropa begann am vergangenen Mittwoch mit einer Führung im Doberaner Münster. Bis Freitag berieten im Doberaner Rathaus ca. 20 Experten aus dem In- und Ausland über den internationalen seriellen Antrag zur Aufnahme der Klöster Lögum (Dänemark), Pelplin (Polen) und Doberan in das UNESCO Weltkulturerbe. In einem Expertengespräch wurden wichtige Fragen zu den Themen Architektur und Kunst, Geistesgeschichte und Spiritualität sowie Wirtschaft und Politik in Bezug auf die Antragstellung zur Aufnahme in das Weltkulturerbe diskutiert.
Viele Inhalte der bisherigen Antragsunterlagen wurden dabei bestätigt, zu anderen Aspekten gab es kritische Anmerkungen. Ziel muss es in diesem Zusammenhang sein, zukünftig der vergleichenden Analyse mit anderen Klöstern bzw. bestehenden Welterbestätten Stand halten zu können. In der Diskussion wurde unter anderem deutlich, dass die mittelalterliche Ausstattung im Doberaner Münster nach Aussage von Prof. Dr. Matthias Untermann aus Heidelberg nicht nur im zisterziensischen Kontext, sondern als Zeugnisse der mittelalterlichen christlichen Liturgie an oberer Stelle zu sehen ist.
Prof. Dr. Badstübner aus Berlin, der die Arbeitsgruppe der drei Klöster seit Jahren berät, nannte als Ergebnis der Tagung die Bestätigung und Unterstützung des Antrags von Fachkollegen verschiedener Disziplinen aus Dänemark, Polen und Deutschland. „Die Experten haben angeregt diskutiert, die Argumente für Antragstellung kritisch beleuchtet sowie Anregungen für die weitere Verfolgung des Anliegens gegeben.“ Doberans Bürgermeister Herr Polzin beschloss das Symposium mit Dankworten an alle, die die Stadt als Veranstalter der Tagung bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützt haben. „Ich denke, es war eine gelungene Veranstaltung. Die Expertengespräche waren aus meiner Sicht zielführend und auch mit den nötigen kritischen Blicken versehen. Ich finde es bemerkenswert, dass so viele namhafte Wissenschaftler aus mehreren Ländern durch ihre Teilnahme ihr intensives Interesse bekundet haben.“ Infolge der Tagung wird nun weiter intensiv an den Antragsunterlagen gearbeitet und in einem nächsten Schritt werden Entscheidungen auf kulturpolitischer Ebene in den zuständigen Ministerien in Warschau, Kopenhagen und Schwerin notwendig.
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