News-Archiv April 2008

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Henning von Storch zum Stasidrama „12 heißt: Ich liebe Dich“: Unrühmlicher Umgang der ARD mit Opfern der SED

Region Bad Doberan | 16.04.2008 - 16:37:52

Bad Doberan. Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Henning von Storch warf der ARD heute mangelnde Sensibilität im Umgang mit den Opfern der SED vor. Hintergrund ist die heutige Ausstrahlung des TV-Stasidramas „12 heißt: Ich liebe Dich“ in der ARD, in dem die Liebe zwischen einem Opfer und einem Stasi-Vernehmer geschildert wird.
„Derartige Kitschdarstellung über die aus politischen Gründen Inhaftierten und ihre Haftzeit verhöhnen die Opfer der SED-Diktatur. Die angeblich authentische Geschichte ist nicht nur umstritten, sondern hinterlässt bei vielen einen unrealistischen und verfälschten Eindruck, der durch die nach wie vor mangelnden Kenntnisse über die DDR und die Verharmlosung der sozialistischen Diktatur verheerende Folgen haben kann“, so Henning von Storch, der auf den Protest von Historikern und acht Opferverbänden verweist, die den MDR In Briefen aufforderten, sich von der Produktion zu distanzieren. Erst nach heftigem Widerspruch wurde nun ein zusätzlicher Dokumentarfilm über die tatsächlichen Zustände in der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen ins Programm genommen. „Das reicht nicht aus. Der Film gehört nicht in das Programm der ARD“, forderte von Storch, Rechtspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.
Den über 200 000 politischen Häftlingen der DDR-Zeit wird damit in keiner Weise  geholfen, sondern, im Gegenteil, ihre Gefühle aus ihrer schrecklichsten Lebenszeit werden zutiefst verletzt. „Als öffentlich-rechtliche Sendeanstalt sollte die ARD ihrem Bildungsauftrag wieder stärker gerecht werden und sich nicht privater geben als es die Privatsendeanstalten je getan hätten“, so Henning von Storch.


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