News-Archiv August 2011

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Henning von Storch MdL: Kinder dürfen nicht für Fehler der Eltern bestraft werden

Region Bad Doberan | 05.08.2011 - 17:04:30

Bad Doberan. Die armenische Familie Baveyan - Injighuyan sollte auch angesichts der großen Anteilnahme in der Bevölkerung durch die Härtefallkommission eine neue Chance erhalten, in Kühlungsborn zu bleiben. Die Kommission sollte sich damit auseinander setzen, dass und warum die Bevölkerung auf Seiten der Familie steht und die Zukunft der Kinder vorrangig in den Mittelpunkt aller ihrer Überlegungen stellt.
Ich bin deswegen wiederholt in Schwerin im Innenministerium und hier beim Kreis vorstellig geworden.
Wir haben in Deutschland viele Menschen aus anderen Kulturkreisen aufgenommen. Ein sicher sehr geringer Teil von ihnen ist lern- und leistungsunwillig, lebt von Sozialleistungen; manche geben „Hartz4“ als Lebensperspektive an. In Kühlungsborn dagegen haben wir es mir einer gut eingegliederten Familie zu tun, die tüchtig ist, ihre Steuern zahlt und deren Kinder fleißig in der Schule sind.  Kinder sind unsere Zukunft – auch diese Kinder aus einer armenischen Familie!
Hauptproblem in Deutschland sind die langwierigen Asylverfahren, in deren Verlauf vor allem die Kinder bei uns längst integriert sind. Sie sind am stärksten von einer Abschiebung betroffen, denn sie kommen dann in ein ihnen völlig fremdes Land.
Der Familienvater wurde in der Vergangenheit straffällig. Er wurde in öffentlicher Verhandlung zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung verurteilt.  Deshalb war die Abschiebungsentscheidung rechtens.
Kinder dürfen nicht für die Fehler ihrer Eltern bestraft werden. Deshalb sollten die Kinder in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können.


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Klaus Schönfeldt Homepage

Abschiebung Armenischer Familie

Daß in unserer immer wieder betonten Demokratie Kinder in Angst schweben und vor Verfolgung leiden und weinen, kenne ich nur aus Diktaturen. Warum heißt es bei einem 4:4 Urteil Abschiebung und nicht Aufenthalt? Ein Innenminister redet vom Ermessensspielraum, ich kann hier kein Spiel erkennen, es ist Todernst und wie mag es in dieser Familie aussehen.Wenn dieser Mann sich hinter Gesetzen versteckt,hätte er sich vielleicht mal herabgelassen und persönlich ein Gepräch gesucht um der Wahrheit und Entscheidung näher zu kommen. Die Entscheidungsträger kriminalisieren jetzt die Familie um ihr eigenes Unvermögen zu überspielen. Sie werden bei Fehlern belohnt, einfache Bürger bestraft. Vier Leute der Kommission haben doch den Sachverhalt anders gesehen. Einem Mörder Gäfgen gibt man Geld für die Verletzung der Menschenwürde-wie gesagt - einem Kindermörder! Welche Menschenwürde gesteht man dieser armen Familie zu? Hoffentlich übersteht diese Familie die seelischen Strapazen schadlos. Wenn die Abschiebung vorerst aufgehoben ist, geht die Angst ja weiter,es ist ja weiterhin nichts positives entschieden. Fühlen sich die Verantwortlichen überhaupt noch wohl in Ihrer Haut? Wie lange soll dieses Hinhalten gehen? Es ist unmenschlich. Danke allen die Solidarität und Sympathie gegenüber dieser Familie bekunden.

Klaus Schönfeldt
Kühlungsborn

07.08.2011 - 10:57:34


 

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