News-Archiv August 2011

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Landtagsabgeordneter von Storch stellt Strafantrag gegen Landratskandidaten der Linken

Region Bad Doberan | 26.08.2011 - 14:24:30

Bad Doberan. Der Bad Doberaner Landtagsabgeordnete Henning von Storch hat bei der Staatsanwaltschaft in Rostock Strafanzeige gegen den Kandidaten für die Landratswahl der Linken, Herrn Dr. Christoph Küsters, wegen Verleumdung gestellt.
Küsters hat in einer öffentlichen Veranstaltung am 22.8.2011 in Rerik erklärt: „Deutsche Soldaten morden in Afghanistan und in der Welt.“ Für diese Aussage gibt es zahlreiche Zeugen.
 
„Die Unterstellung, deutsche Soldaten seien Mörder in Afghanistan, ist eine so ungeheuerliche Diffamierung unserer Soldaten, dass hier die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden muss, um den staatlichen Strafanspruch zu verwirklichen.
Küsters hat nicht von Tötung gesprochen, er hat von Morden gesprochen und damit im Sinne des Strafrechts behauptet, unsere Soldaten würden aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebes, aus Habgier oder aus sonstigen niederen Motiven heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln usw. töten. So steht es im Strafgesetzbuch.
 
Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass unsere deutschen Soldaten in Afghanistan und in anderen Teilen der Welt, die im Auftrage der Vereinten Nationen und für uns Deutsche ihren Dienst tun, so diffamiert werden.
 
Christoph Küsters ist Akademiker. Er ist im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte – mildernde Strafumstände stehen ihm folglich nicht zur Seite“, so Henning von Storch in einer Mitteilung an die Medien. 


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Name Text
Erika Wenzel eMail Homepage

Unterstellung?

[B]Sehr geehrte Herr Storch,[/B] Wieso ist das eine Unterstellung?
Erklären Sie doch bitte,wozu die Soldaten dort und in anderen Ländern sind,wo sie nichts zu suchen haben?
Gegen humanitäre Hilfe wäre nichts einzuwenden,als Hilfe vom DRK und anderen Hilfsorganisationen,aber doch nicht so.
Als einfache Bürgerin denke ich das,was doch viele denken,die Soldaten haben dort einfach nichts zu suchen,oder doch etwa?
Dann sollten vor allem die Kinder von Politikern und anderen Leuten gehen,die würden sich vor Ort aber ganz ge wiss umsehen!
Laßt doch die Völker selber entscheiden,wen sie als Hilfe haben möchten
Und außerdem,es sind schon so viele unschuldige Menschen dort und woanders durch "Versehen"umgekommen.Wann nimmt das endlich ein Ende?
Und nun Herrn Küsters anzuklagen,tut mir leid,das ist mehr als unfähr und wird durchaus nicht dazu beitragen,mit Begeisterung zur kommenden Wahl zu gehen.
Dies Gerangel vor der Wahl,damit motivieren Sie und auch so manche andere Partei nicht die Menschen,die sich sagen,die reden doch nur bla-bla und sehen sich selber nur als die wahren -
Der Friede in Afganistan und woanders kommt nicht durch übereifrigen Armeeangehöriger aller beteiligen Länder zustanden,weil die dortigen Menschen die-- gestrichen voll haben.
Friede ist das Wichtigste,aber so geht das nicht weiter und wer mal eine kritische Äußerung sich leistet,wird gleich abgekanzelt,kein gutes Verhalten.

26.08.2011 - 18:43:53

Erika Wenzel eMail Homepage

Unglaublich

[B]Bei manchem Bewerber um einen Posten nach der Wahl,hat man sehr den Eindruck,auf alle Fälle irgendwie ins Fettnäpchen zu treten.[/B] Ich denke alsl einfache Bürgerin,die durchaus unterscheiden kann zwischen Überheblichkeit und über auf dem Boden der Realität bleiben,das Sie sich damit keinen guten Gefallen getan haben,Herr Storch.
Was haben die Soldaten überhaupt in Aufghanistan zu suchen.
?Wenn es um humanitäre Hilfe gehen würde,als Hilfe vom DRK oder sonstigen HIlfsorganisationen,wäre das in Ordnung.
Die Deutschen und auch die Vertreter der anderen teilnehmenden Länder,die sind da nicht mehr gern gesehen.wor allem,weil es zu vielen unvermeidbaren Ziwschenfällen kam
Ich denke an die Bombardierung des Tanwagens,das war eine ekelhafte unmenschliche Tat.
Der Herr von der Linkspartei hat so Unrecht nicht.
So sehen es viele Bürger ,oder sagen mir Menschen,die sich schämen,für das,was da so abgeht.
#Weg aus diesem Land mit den Soldaten,sie haben da nichts zu suchen.
Und auch aus so manchen anderem Krisenherd!
Im Grunde geht es doch nur um Machterhalt.
Das Sie jemanden für seine Aussage,die doch zeigt,das man sich ehrlich mit diesem Probem,Deutsche raus,auseinandersetzen ,anzeigen,das ist das Letzte.
Ich wünsche jedenfalls,Sie haben Ihrer Partei einen neuen Bärendienst erwiesen.
Hören Sie doch mal,was ehrlich kritische Menschen denken,aber sicher ist man davon meilenweit entfernt.

27.08.2011 - 19:35:26

Yann-Christoph Colli

Offener Brief an MdL Henning von Storch

Sehr geehrter Herr von Storch,
was ich aktuell über Sie in der Zeitung lesen durfte, macht mich sehr betroffen. Denn einerseits geht das Zitat „Soldaten sind Mörder“ auf die Glosse "Der bewachte Kriegsschauplatz“ von Kurt Tucholsky zurück und ist damit Kulturgut. Andererseits hat das Bundesverfassungsgericht mehrfach zu eben diesem Thema entschieden und der Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 GG zu Recht den Vorrang eingeräumt. Denn hier wird einerseits der Mordbegriff im umgangssprachlichen Gebrauch des Tötens verstanden. Und die Aussage, dass in Afghanistan Menschen sterben, ist jedenfalls nach dem skandalösen Tanklasterangriff schmerzlich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Außerdem dürfte auch für die Gruppe der deutschen Soldaten gelten, dass sie derart groß und inhomogen ist, dass eine Kollektivbeleidigung im weiteren Sinne hier ausscheidet. Als Jurist sollten Sie das eigentlich wissen. Umso schlimmer ist es dann, wenn Sie kurz vor der Wahl meinen, mit einer solchen presseträchtigen Aktion auf sich aufmerksam machen zu müssen. Dass lässt tief blicken! Man könnte ja fast annehmen, dass Sie sonst nichts zu sagen hätten und Ihnen eigene Inhalte fehlen, oder?
Meine Stimme werden Sie bei der bevorstehenden Landtagswahl nicht erhalten. Und auch inhaltlich sehe ich in der Stationierung deutscher Soldaten am Hindukusch einen schweren außenpolitischen Fehler. Oder um es mit den Worten deutscher Liedermacher (= auch Kulturgut) zu sagen: „Du wirst nie Befreier sein, wenn der Orient Deine Bomben kennt …“ (Heinz Rudolf Kunze) – „Nein meine Söhne geb‘ ich nicht!“ (Reinhard Mey).
Hochachtungsvoll
Yann-Christoph Collin

30.08.2011 - 10:50:44


 

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