News-Archiv November 2007

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Gegen die Zerschlagung des Landkreises Bad Doberan

Region Bad Doberan | 29.11.2007 - 14:38:10

Bad Doberan. Zu dem kürzlich veröffentlichten Leitbild der Schweriner Landesregierung für eine neue Kreisgebietsreform erklärt der Vorsitzende der Jungen Union Bad Doberan, Daniel Peters: „Die Junge Union bekennt sich zu den angestrebten Zielen der möglichst effizienten Verwaltungsstrukturen und des Erhalts der kommunalen Selbstverwaltung. Zu aller erst steht eine ernsthafte Aufgabenkritik der Verwaltungsarbeit im Vordergrund. Erst müssen Gesetze, in deren Folge hohe Verwaltungskosten und ein umfangreicher Verwaltungsaufwand auftreten, aufgehoben werden, bevor man Kreisstrukturen ändert."

„Der mögliche Kreiszuschnitt darf die Struktur unseres Landkreises nicht gefährden. Wir sind konsequent gegen die Zerschlagung des Landkreises Bad Doberan und gegen Eingemeindungen nach Rostock.“, so Peters.
Der Student der Politikwissenschaften begründet diese Forderung mit dem Erfolg des Landkreises: „Finanziell geht es unserem Landkreis so gut wie keinem anderen im Land. Außerdem ist die Arbeitslosigkeit mit unter zehn Prozent auf Westniveau. Dies alles sind Gründe für eine zukunftsweisende wirtschaftliche Entwicklung des Landkreis Bad Doberan, wodurch er vor allem junge Familien anzieht.“

Die Struktur des Landkreises Güstrow sei hingegen nachdenkenswert, zumal Güstrow seit 1994 keine eigene Identität im Gegensatz zu Bad Doberan entwickelt habe und viel zu große Interessensunterschiede zwischen den einzelnen Ämtern und Gemeinden aufweise, so Daniel Peters.
„Um den Vorgaben Schwerins nachzukommen, befürwortet die Junge Union Bad Doberan einen Anschluss einiger Güstrower Ämter, etwa das Amt Bützower Land und das Amt Laage an den Landkreis Bad Doberan, zumal diese Ämter zum Wirtschaftsraum Rostock gehören. Generell muss gelten, dass erfolgreiche Landkreise erhalten bleiben und bei den Gebietszuschnitten gestärkt werden müssen“, so der Bad Doberaner JU-Kreisvorsitzende.

Im Zuge einer Gebietsreform mit Kreisneuzuschnitt fordert der stellvertretende Kreisvorsitzende Wörfel: „Die neuen Landkreise müssen stärker regionale Besonderheiten und Eigenarten zwischen Mecklenburgern und Vorpommern herausstellen. Bei einem Kreisneuzuschnitt muss die historisch-geografische Grenze zwischen beiden Landesteilen klar und eindeutig zur Geltung kommen. Dabei könnten die mecklenburgischen Gemeinden auf Fischland und westlich der Recknitz und der Trebel in Nordvorpommern unserem Landkreis angeschlossen werden.“



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