News-Archiv Juli 2008

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Peter Stein: Umgehungsstraße Bad Doberan - ein unwürdiges Spiel

Region Bad Doberan | 09.07.2008 - 10:09:49

Bad Doberan. Der CDU-Landtagsabgeordnete und Bad Doberaner CDU-Kreisvorsitzende Peter Stein bezeichnete die Posse um die Ortsumgehung Bad Doberan als „unseren demokratischen Spielregeln unwürdig“.
„So etwas könne niemand verstehen“, so Peter Stein: „Kein Wunder, dass immer mehr Menschen an der Handlungsfähigkeit der Demokraten zweifeln, wenn eindeutige Hinweise und Meinungen von den Verwaltungen ignoriert werden.“
 
Er habe im Verkehrsausschuss des Landtages bereits vor einem halben Jahr als Arbeitskreisleiter Verkehr der CDU-Landtagsfraktion die Frage nach der Notwendigkeit der weiteren Planung der Ortsumgehung und den damit verbundenen Kosten gestellt.
„Auch ich wurde als Zweifler an den rechtsstaatlichen Prinzipien hingestellt, wenn ich den aktuellen Bundesverkehrswegeplan als Gesetz in Frage stellen würde“
 
„Jedes Ding hat seine Zeit“, so Stein weiter: „Nach meiner Auffassung fordert der Bundesverkehrswegeplan jedenfalls nicht zu unsinnigen Ausgaben von Steuergeldern auf! Ich stelle nicht den Plan in Frage, sondern den Umgang damit in diesem einen speziellen Fall“
 
Abschließend regt Stein an, die ebenfalls aktuell unnötigen Planungskosten für die Umgehung Elmenhorst in der derzeitigen Form mit den Einsparungen in Bad Doberan für eine vernünftige und vollständige Lösung in Elmenhorst durch Rostock an die Stadtautobahn zu verwenden. „Das wiederum würden alle verstehen!“


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Martin Dostal eMail Homepage

Man gibt sich die Blöße

Neben der Titulierung als unwürdiges Spiel durch Herrn Stein finde ich noch treffendere Bezeichnungen. Hier wird ganz offensichtlich die demokratische Grundlage unserer Verwaltungen und besonders seiner Bürger ausgehebelt. Trotz lautem Protest und über 2000 Unterschriften - betrachtet man die Bevölkerungsdichte der "Umgehungsanrainer" ist das eine beachtliche Zahl - wird munter auf Kosten der Steuerzahler ein Projekt weiter geplant, das keiner haben will. Warum in aller Welt sollte es Bad Doberan nützen, wenn der Verkehr an der Stadt vorbei geht? Wenn er nicht mehr das Gewerbegebiet mit seinen beiden Tankstellen, den Autowerkstätten und dem Einkaufszentrum sieht - wenn er fern von Gastronomie und Hotellerie durch bis dahin unberührte Landschaft fährt? Bad Doberan ist das Ziel der Touristen und zumindest ein potenzieller Aufenthaltsort der Durchreisenden. Bisher würde auf die Gewerbetreibenden gehört wenn es darum ging, Kaufland und Coca Cola zu verhindern und damit Arbeitsplätze und innenstädtische Strukturen zu sichern. Nun aber hat man es nicht mit expansionswilligen Kapitalisten zu tun, sondern mit blinder Willkür, die von betonköpfigen Materialisten ausgeht, die nur die Durchführung uralter und nicht mehr benötigter Pläne im Kopf haben und daraus eine Materialschlacht machen, die dem Land, der Stadt und den Steuerzahlern teuer zu stehen kommt und eine einmalige Landschaft für immer zerstört. Man verbrät Steuergelder für eine Trasse, deren Funktion eigentlich die A20 übernehmen sollte und auch würde, wenn man die B105 für den Lkw-Verkehr sperren und diesen auf die A20 leiten würde, wie es jeder normal denkende Planer in ganz Deutschland tun würde und tut. "Unsere" Planer wissen natürlich nichts von Normalität und Logik, denn hier geht die Welt ja erst 100 Jahre später unter.

14.07.2008 - 19:58:54


 

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