News-Archiv Januar 2008

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Mehr Schutz für Kinder: Kuder für bessere Zusammenarbeit von Jugendämtern und Familiengerichten

Mecklenburg-Vorpommern | 16.01.2008 - 12:50:33

Rostock. Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) hat sich heute auf einer Fachveranstaltung des Oberlandesgerichts Rostock für eine bessere und schnellere Zusammenarbeit von Jugendämtern und Familiengerichten beim Schutz von Kindern vor Vernachlässigung, Misshandlung und Gewalt ausgesprochen. „Kindesschutz ist ein gesellschaftlich zentrales Thema. Nicht zuletzt der schreckliche Tod von Lea-Sophie in Schwerin hat uns die Verantwortung der Gemeinschaft für unsere Kinder noch einmal drastisch vor Augen geführt. Statt bloßer Symbolpolitik sind bisherige Abläufe kritisch zu hinterfragen und gemeinsam auf allen Ebenen Maßnahmen zum verbesserten Schutz von gefährdeten Kindern einzuleiten,“ sagte Kuder heute in Güstrow.

Die Ministerin hob vor den ca. 200 Teilnehmern insbesondere den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Erleichterung familiengerichtlicher Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls hervor. Dieser hat das Ziel, im Interesse eines schnellen und effektiven Kinderschutzes eine frühzeitigere Einschaltung des Familiengerichts zu bewirken. „Mittels Erziehungs- bzw. Hilfegesprächs vor dem Familiengericht sollen Kinder, Eltern und Jugendamt im Interesse kooperativer Lösungen schnellstmöglich an einen Tisch gebracht werden. Hierbei ist den Eltern unmissverständlich zu verdeutlichen, dass bei mangelnder Kooperation auch eine Entziehung des Sorgerechts und eine Herausnahme des Kindes aus der Familie in Betracht kommt,“ so Kuder.

Die Realisierung des gesetzgeberischen Ziels wird stark davon abhängen, wie das Jugendamt und das Familiengericht den Verfahrensablauf konkret gestalten. „Familiengerichte und Jugendämter sollten im gegenseitigen Interesse ihre jeweiligen Aufgaben noch stärker im Sinne einer Verantwortungsgemeinschaft wahrnehmen. Vor allem die Zusammenarbeit der Jugendämter mit Familiengerichten und anderen Institutionen auf der Basis örtlicher Arbeitsgemeinschaften unterstütze ich nachhaltig. Hiermit können bestehende Unsicherheiten in der Praxis ausgeräumt, Informationsdefizite beseitigt und die Kooperationskultur insgesamt im Interesse schneller und effizienter Entscheidungen verstärkt werden. Zugleich bietet ein solches Netzwerk verlässliche und feste persönliche Ansprechpartner für die Beteiligten,“ sagte Kuder.



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