News-Archiv Januar 2008
FDP: Neue Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“ ist Verbrauchertäuschung
Mecklenburg-Vorpommern | 16.01.2008 - 13:35:31
Schwerin. Zur geplanten Änderung der Kennzeichnung von Lebensmitteln "Ohne Gentechnik" erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP - Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Bohl:
"Bei der Deklaration von Lebensmitteln "Ohne Gentechnik", die von vielen Verbrauchern als Qualitätsmerkmal ansehen wird, vertrauen sie darauf, dass diese Lebensmittel auf keiner Stufe der Verarbeitung mit der Gentechnik in Berührung gekommen sind. So war es bisher geregelt, darauf konnten sich die Verbraucher verlassen. Die Aufweichung dieser Kriterien, wie von der Bundesregierung in ihrer geänderten Kennzeichnungsverordnung geplant, führt zu Fehlinformation von Verbrauchern.
Zukünftig können Lebensmittel tierischer Herkunft auch dann mit dem Etikett "Ohne Gentechnik" gekennzeichnet werden, wenn gentechnisch veränderte Zusatzstoffe dem Tierfutter beigegeben waren. Eine Kennzeichnung "Ohne Gentechnik" muss dem Verbraucher garantieren, dass das Lebensmittel auf keiner Verarbeitungsstufe mit der Gentechnik in Berührung gekommen ist. Es ist eine klare Verbrauchertäuschung, wenn bei Produkten mit der Deklaration "Ohne Gentechnik" nicht tatsächlich alle Anwendungen der Gentechnik ausgeschlossen sind. Wo "Ohne Gentechnik" draufsteht, darf auch keine Gentechnik enthalten sein. Die gelockerte Kennzeichnungsregelung schafft nicht mehr Transparenz. Ganz im Gegenteil: Sie verschleiert, dass wir Verfahren mit gentechnisch veränderten Organismen schon vielfach, auch in der Nahrung, ausgesetzt sind, ohne Schaden zu nehmen."
Quelle (Soja-)Foto: FDP
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