News-Archiv Oktober 2008
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Henning von Storch: Eingemeindungen um Rostock schaden Umland und Hansestadt
Region Bad Doberan | 28.10.2008 - 16:18:04
Bad Doberan. Der Bad Doberaner CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Henning von Storch sprach sich heute wiederholt gegen die Forderungen nach Eingemeindungen von umliegenden Kommunen in die Hansestadt Rostock aus:
„Sicherlich können Eingemeindungen in Einzelfällen sinnvoll sein, aber für die Region Rostock steht bereits jetzt unweigerlich fest, dass dieses Vorhaben ausschließlich Nachteile für die betroffenen Gemeinden mit sich bringen würde“, so Henning von Storch, der sich damit auch hinter die Ablehnung des Landkreistages stellte. Die jetzt in der Öffentlichkeit genannten Kommunen Lambrechtshagen-Sievershagen, Roggentin und Bentwisch, die durch Gewerbeansiedlungen und eine erfolgreiche Kommunalpolitik zu einwohner- und finanzstarken sowie lebendigen Gemeinden geworden sind, würden in einer Verwaltungseinheit mit Rostock als Peripherie ihre Bedeutung verlieren. Sie würden dann keine lebendigen und aktiven Gemeindewesen mehr sein, in denen ehrenamtlich Tätige sich einbringen können. Drastische finanzielle Mehrbelastungen die Bürgerinnen und Bürger sowie Einsparungen bei den freiwilligen Leistungen wären weitere Folgen“, so Henning von Storch. Er kündigte zugleich an, die Bürgermeister aller unter Umständen betroffenen Kommunen einladen zu wollen, um Einzelheiten und weitere Schritte zu beraten.
Wer glaube, dass die Haushaltsprobleme Rostocks mit der Angliederung von ein paar Kommunen zu lösen sei, verkenne die tatsächliche Situation. Die sinkende Attraktivität der Umlandgemeinden, die dann zu erwarten sei, schade der ganzen Region, so der CDU-Landtagsabgeordnete, der allerdings Kooperationen über Stadt- und Kreisgrenzen begrüßte: „Vieles kann in Umland-Planungsverbänden organisiert und geregelt werden. Immerhin sind der Landkreis und die Hansestadt ein gemeinsamer Wirtschaftsraum. Dazu bedarf es aber keiner Eingemeindungen", so Henning von Storch.
Natürlich werde Rostock als infrastrukturelles, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region auch von außerhalb in Anspruch genommen. Dafür müsse darüber nachgedacht werden, der Hansestadt als Oberzentrum mit besonderen überregionalen Aufgaben und Funktionen die dafür vorgesehenen Zuweisungen aus dem Finanzausgleich deutlich zu erhöhen, so Henning von Storch abschließend.
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