News-Archiv Februar 2008

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Vorsicht! Erneut falscher Enkel am Telefon – Polizei warnt Bevölkerung

Region Rostock | 18.02.2008 - 16:04:26

Rostock. Wie der Rostocker Polizei am heutigen Tag bekannt wurde, versuchte ein Betrüger in den Vormittagsstunden, mit dem so genannten Enkeltrick Geld zu erbeuten.
Der unbekannte Tatverdächtige rief gegen 11:30 Uhr bei der in der Südstadt wohnhaften 73-jährigen Dame an und stellte sich als ihr Schwiegersohn vor. Der Unbekannte erklärte seinem Opfer, dass er gerade einen Verkehrsunfall hatte und nun dringend mehrere tausend Euro Bargeld benötigt.

Er gab darüber hinaus an, dass er das Geld im Verlauf des Tages abholen würde.
Die Geschädigte begab sich daraufhin zur Bank, um hier das Geld für ihren angeblichen “Schwiegersohn“ abzuholen. Sie besann sich auf dem Weg dorthin jedoch nochmals und rief daraufhin ihren “richtigen“ Schwiegersohn an, der natürlich nichts von dem vermeintlichen Unfall wusste. Zusammen informierten die beiden die Polizei und erstatten Anzeige. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Betrugsversuch.
 
Obgleich dieser Versuch glücklicherweise misslang, möchte die Polizeidirektion Rostock in diesem Zusammenhang erneut vor solchen Betrügern warnen. Immer wieder versuchen diese ohne Skrupel und Moral an das Ersparte der älteren Generation zu gelangen.
Die Begehungsweise bei dem so genannten “Enkeltrick“ ist dabei immer wieder gleich:
Per Telefon melden sich die Betrüger bei vorzugsweise älteren Menschen, geben sich als Verwandte aus und bitten unter Vortäuschung einer bestimmten Situation (Verkehrsunfall / Autokauf / Hauskauf) um eine meist größere Bargeldsumme. Die Abholung erfolgt dann durch eine vom Anrufer geschickte Person.
Die Täter verstehen es bei ihren Telefonaten, ihre Opfer umfassend zu manipulieren, indem sie diese in Aufregung versetzen, alle Bedenken und Gegenreaktionen abwehren und immer wieder ihre “Notsituation“ verdeutlichen. So wird beispielsweise bei einem angeblichen Verkehrsunfall durch Äußerungen wie “ich darf meinen Führerschein nicht verlieren; der Schaden soll sofort reguliert werden; der Unfallgegner hat einen eiligen Termin; die Polizei soll nicht kommen; ich darf den Unfallort nicht verlassen“ ein enormer psychischer Druck bei den Betroffenen erzeugt und gleichzeitig auch die Begründung geliefert, warum eine fremde Person das Geld abholen muss. Diese verfügt dann nach Angaben des Anrufers über alle nötigen Papiere und Unterschriften und bringt ihm das Geld auf jeden Fall dorthin, wo er es gerade braucht
 
 
Die Polizei rät nochmals besonders älteren Menschen auch am Telefon ein gesundes Misstrauen zu behalten.
 
Fragen Sie den Anrufer, der sich als entfernter Verwandter ausgibt, nach persönlichen Fakten, die ihn als wirkliches Familienmitglied auszeichnen.
Fragen Sie, wer dort ist und erraten sie keinesfalls den Namen des Anrufers!!
Ignorieren Sie keine Dinge, die Ihnen komisch vorkommen – beispielsweise ein Verhalten, dass Sie sonst von dem Anrufer nicht kennen. Achten Sie auch auf eine veränderte Stimme!
Lassen Sie sich die Telefonnummer des Anrufers für einen Rückruf geben. Ein Betrüger wird sie nicht nennen und seinen Anruf beenden. Gibt er eine Nummer bekannt, sollte zurück gerufen werden.
Sollten Sie telefonisch um Bargeld gebeten werden, konsultieren Sie sich zunächst mit anderen Verwandten konsultieren. Seien Sie insbesondere misstrauisch, wenn die Geldübergabe sehr schnell gehen muss.
Sollten Sie an den Angaben des Anrufers zweifeln, rufen Sie unbedingt die Polizeidirektion Rostock über den polizeilichen Notruf 110 oder  unter 0381/ 652 224 an.
 
Als Hauptfazit bleibt festzuhalten: Geben Sie niemals und unter keinen Umständen fremden Leuten ihr Geld!



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