News-Archiv Februar 2009

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Grand Hotel Heiligendamm zukünftig ohne den Namen „Kempinski“

Heiligendamm | 03.02.2009 - 20:03:03

Bad Doberan/Heiligendamm. Von Kennern der Materie wurde es unter der Hand bereits vorausgesehen: Die Kempinski-Gruppe zieht sich aus Heiligendamm zurück. Die Grand Hotel Heiligendamm GmbH & Co KG (Geschäftsführer ist wie bei FUNDUS, Anno August Jagdfeld) darf den Namen „Kempinski“ zukünftig nicht mehr führen, weil, so die Auffassung von Kempinski, die Standards der Gruppe nicht erfüllt wurden. Einen ähnlichen Schritt hätte man, so man verschiedenen Berichten glauben kann, wohl über kurz oder lang auch seitens der Hotel GmbH in Heiligendamm getan. 

Vorwürfe, dass Managementgebühren aus Heiligendamm nicht an Kempinski gezahlt wurden, werden jedoch bestritten. In einer Pressemitteilung aus Heiligendamm hieß es heute, dass der Kempinski-Gruppe weder Managementgebühren noch eine Kündigung zustehe, im Gegenteil, die Eigentümer hätten Gegenforderungen in Millionenhöhe an Kempinski. Die Eigentümer werfen Kempinski außerdem die Vermarktung über Tchibo zu Billigpreisen vor, was Unverständnis bei Gästen und Gesellschaftern hervorrief. Dies entspräche nicht dem Standard eines Spitzenhotels und schädige dessen Ruf.
 
Der Hotelbetrieb und die Betreuung der Gäste sind, so die Meinung der Eigentümer, durch den Rückzug von Kempinski nicht betroffen. Künftig erfolgen Marketing und Vertrieb mit „Leading Hotels of the World“ und der „Selektion Deutscher Luxushotels“. Die Eigentümergesellschaft wird das Hotel zukünftig individuell führen, und das Hotelangebot erweitern, unter anderem durch Investitionen in weitere Restaurants, Sportanlagen, Wellnesseinrichtungen sowie in ein umfangreiches Kulturangebot. Dazu haben die Gesellschafter im Dezember eine Kapitalerhöhung beschlossen.
 
Die Investitionen in Heiligendamm haben bereits von Anfang an ein ungewöhnlich schweres Los. Eine Gruppe von Bürgern aus der Region war mit den Plänen von Anno August Jagdfeld für Heiligendamm nicht einverstanden, man wollte „mehr Öffentlichkeit“ in Heiligendamm, Bad Doberaner und Touristen sollten nach ihrer Auffassung neben den Hotelgästen Zugang zum Hotelgelände haben. Dem wollte der Investor bei einem geplanten Luxus-Areal diesen Ausmaßes nicht zustimmen. Die Gruppe bekam zwei Sitze im Bad Doberaner Stadtparlament, hier zögerten sie mit Anträgen und Gegenanträgen zu Vorlagen der anderen Stadtvertreter die Entwicklung von Heiligendamm um Jahre heraus und verursachten so beträchtlichen Schaden für die Stadt Bad Doberan und die Eigentümer in Heiligendamm.
 
Bleibt zu hoffen, dass die Eigentümer die Lage des Hotels im Griff behalten, und dass der Investor FUNDUS es schafft, Heiligendamm zu dem zu entwickeln, wovon viele träumen und was es im Ursprung einmal war: Die weiße Stadt am Meer. Nicht auszumalen wäre der Schaden für eine ganze Region, wenn der Investor das Handtuch werfen würde… .
 


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Erika wenzel eMail Homepage

Das war vorauszusehen

[B]Das war vorauszusehen,das es so kommt.[/B] Jetzt ,der Bürgergruppe die Schuld zuweisen,ist unmöglich.
Heiligendamm war mecklenburgisches Kulturerbe,Tafelsilber,das einfach so verschleudert wurde.Man hätte das anders anordnen können,wenn der gegenseitige Wille der Landesregierung,der Stadtvertretung und der jetzigen Besitzergruppe möglich gewesen wäre.
Warum mußten Gebäude abgerissen werden,warum der Radweg um die Villa Weimar gesperrt werden,warum der langjährige Pächter des Schwanencafees rausgekelt werden auch wenn er eine Abfindung zum Schluß erhielt?
Hätte man ihn nicht bleiben lassen können,die Geschäfte unter den Kolonaden wieder eröffen können?
Es fehlt doch an allem,es ist n iveaulos geworden und es ist zum graulen,wie es dort aussieht.
Es nützt nix,wenn man die anderen Gebäude aufbaute,verschönerte,das ist nur mehr Schein als Sein.
Am besten wäre gewesen ,sofort eine Zaun um alles zu machen,!
Der 8 Gipfel soll was der Region gutes gebracht haben?Einer hat am Zaunbau gut verdient,das ist kein Verdienst!
Und die Tage in dieser Zeit des Gipfel waren das letzte,nicht wegen der vielen Menschen,die protestiert haben.
Heiligendamm wird sich auch so oder so nicht mehr halten können.
Wenn man im Gegenzug betrachtet,was sich in Börgerende,in Nienhagen getan hat, da sperrt man sich nicht gegen Menschen,die unsere Region besuchen,sperrt sie nicht aus,das das so in Heilgendamm haben,verdanken wir eben auch manchem MöchtegernPolitiker und auch der Landesregierung-
Kühlungsborn wird Heiligendamm auch den Rang ablaufen.
Viele wollen nicht mehr Heiligendamm sehen,weil es ihnen einfach graut,was dort eventuell noch geschehen wird.
Das ist kein Plus für unsere Region,das ist eine Schande,wohlgemerkt,warum auch nicht besserverdienenen ein ruhiges Plätzchen geben,aber nicht auf die Art und Weise,wie das hier passiert ist.

04.02.2009 - 06:07:50

Frank-Andreas Jütte

Ja...

...in der Tat, das war vorauszusehen, liebe Frau Erika Wenzel. Mir ist keine andere Region bekannt, in der ein Investor öffentlich im Fernsehen als „Besatzer“ beschimpft, ein visionäres Projekt durch einige wenige Neider in den Medien deutschlandweit schlecht gemacht und in Stadtvertretersitzungen um Jahre verzögert wurde. Die Medien nehmen das gern auf, Schlagzeilen sorgen für mehr Zuschauer oder auch Abonnenten bei Zeitungen, die bezahlt werden müssen. Darüber darf man schon empört sein... .

[B]Da muss man sich kaum wundern, wenn sich anschliessend nur wenige finden, die in Heiligendamm investieren wollen. Denn nach außen wurde das Bild getragen, dass Investoren in Bad Doberan für das Projekt Heiligendamm schlicht und ergreifend nicht erwünscht sind. [/B]

Ein „hätte, wäre, wenn“ hilft nebenbei niemanden. Heiligendamm ist ein Projekt, dass Unterstützung seitens der Politik benötigt, das war allen Beteiligten von Anfang an klar.

Man kann wohl nicht behaupten, dass Investoren damals Schlange gestanden haben, um Heiligendamm aufzubauen. Die Stadtvertreter haben sich damals für einen Investor und sein Projekt entschieden. Einige haben sich offenbar bis heute nicht damit abfinden können. Schade. Heute ist es, wie es ist und niemand sollte sich ernsthaft wünschen, dass die Investoren in Heiligendamm die Reißleine ziehen, denn selbst wenn das Hotel schliesst, gehören die Gebäude immer noch dem Fundus von Herrn Jagdfeld. Nicht vorzustellen, dass Heiligendamm vielleicht für Jahrzehnte brach liegen könnte, bis sich der Topf für Investitionen wieder gefüllt hat. Vorsicht ist geboten, bei dem was man öffentlich an Halbwissen kundtut, will man der Stadt weiteren Schaden ersparen.

Die Zahlen des Tourismus der letzten Zeit zeigen, dass unsere Region sehr wohl vom G8 profitiert hat, einschliesslich und gerade Börgerende, Nienhagen und Kühlungsborn. Und der Betreiber des Schwanencafés hat Dank Abfindung ausgesorgt, um ihn muss man sich wirklich keine Sorgen machen.

04.02.2009 - 09:29:46


 

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