News-Archiv Februar 2008
CDU-Kreisverband Bad Doberan: Kreisentwicklung hat Vorrang
Region Bad Doberan | 23.02.2008 - 23:18:11
Bad Doberan. Der Vorstand des CDU-Kreisverbandes Bad Doberan hat sich auf seiner Sitzung einmütig darauf verständigt, auf eine Kandidatur bei der Landratswahl am 13. April 2008 zu verzichten.
„Die Entscheidung, keinen Kandidaten zu nominieren, ist uns nicht leicht gefallen. In den letzten Wochen und Monaten haben wir Argumente und Personalien abgewogen und sind letztlich zu dem Schluss gekommen, dass eine kurzfristige Kandidatur, die sich durch das Urteil des Landesverfassungsgerichtes zur Kreisgebietsreform ergeben hatte, nicht zwingend die Entwicklung Bad Doberans als erfolgreichen Landkreis weiter verbessert. Als stärkste kommunalpolitische Kraft ist das jedoch unser wichtigstes Anliegen“, so Peter Stein, Kreisvorsitzender der CDU.
Durch die angedachten Reformen und Anstrengungen bei der Neustrukturierung der Landkreise sei zudem von einer verkürzten Amtszeit von nur drei Jahren auszugehen. Niemand könne zum derzeitigen Zeitpunkt des Reformprozesses sagen, in welchen Kreisstrukturen sich Mecklenburg-Vorpommern zukünftig gliedere, so Peter Stein, der nachdrücklich betont, dass die CDU auf den Erhalt des Landkreises Bad Doberan bestehen werde. „Ein entscheidender Personalwechsel zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann sich dabei auch als nachteilig erweisen, denn ein neuer Amtsinhaber verfügt am Anfang nicht über die wichtigen Kontakte und Verbindungen, um Bad Doberan als Landkreis entsprechend vertreten zu können“, so Stein. Das sei aber gerade jetzt enorm wichtig, um den Landkreis zu erhalten und eventuell auch zu vergrößern. Dies ist nämlich das erklärte Ziel von CDU und SPD“, so der Kreisvorsitzende, der selbst seit kurzem im Landtag für die Region engagiert ist: „Für die Arbeit dort haben mich Bürgerinnen und Bürger als ihren Volksvertreter gewählt. Für dieses Vertrauen bin ich sehr dankbar. Deshalb werde ich nicht schon nach so kurzer Zeit die Zelte abbrechen“, so Stein zu den Spekulationen über eine mögliche eigene Kandidatur. Auch die erfolgreichen und starken CDU-Bürgermeister im Kreis würden ihren Wählern gegenüber verlässlich sein und könnten sich daher nicht auf eine Kandidatur einlassen.
Die CDU habe sehr wohl eine Reihe von Nachwuchskräften mit entsprechender Ausbildung und dem entsprechendem Willen, nicht jedoch mit der in dieser Situation erforderlichen Erfahrung.
„Selbstkritisch“, so Peter Stein, „müssen wir natürlich stärker an der Zukunft orientiert Nachwuchsarbeit leisten. Aber gerade die CDU hat in der letzten Zeit abwanderungsbedingt einige gute Mitglieder an andere Bundesländer abgeben müssen. Nachwuchssorgen haben aus diesem Grunde eben nicht nur die Freiwilligen Feuerwehren, sondern auch die Parteien und zwar alle. Diese Entwicklung ist bei Bränden gefährlich aber gerade auch für unsere demokratische Grundordnung.
„Das sachliche Verhältnis der im Kreistag vertretenen Parteien ist unter anderem ein Grund der positiven Entwicklung unseres Landkreises. Bei uns steht Sachpolitik vor der Parteipolitik, auch wenn uns als erfolgreichste kommunalpolitische Kraft bei den Erfolgen vor Ort eine besondere Rolle zukommt. Deshalb konzentrieren wir uns auf die diesjährigen Bürgermeisterwahlen und die entscheidenden Kommunalwahlen 2009. Und 2011 wird es dann wieder eine Landratswahl mit ganz anderen Bedingungen und Strukturen geben. Bei den vielen anstehenden Wahlen in der nächsten Zeit werden wir aussichtsreiche Kandidaten präsentieren“, so Peter Stein abschließen
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