News-Archiv Februar 2008
Gewerbe in MV: Umsätze 2007 stark gestiegen - höchste Steigerungsraten aller Bundesländer
Mecklenburg-Vorpommern | 25.02.2008 - 10:07:22
Schwerin. Im verarbeitenden Gewerbe Mecklenburg-Vorpommerns haben 290 Industrie- und Handwerksbetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten im Jahr 2007 den Umsatz um 19,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2006 gesteigert, das war das höchste Umsatzwachstum aller Bundesländer (neue Bundesländer einschließlich Berlin: 10,3 Prozent; alte Bundesländer ohne Berlin: 6,7 Prozent). Der Auslandsumsatz erhöhte sich um 17,9 Prozent und die Exportquote betrug 26,6 Prozent. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes waren in diesen Betrieben durchschnittlich 44 727 Personen beschäftigt, das sind 9,5 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, gleichfalls die höchste Steigerung im Ländervergleich (neue Bundesländer einschließlich Berlin: 4,0 Prozent).
Die im Berichtszeitraum realisierten Umsätze von insgesamt 11,0 Milliarden EUR haben sich im Vorjahresvergleich insgesamt um 1,8 Milliarden EUR erhöht. Der Inlandsumsatz nahm um 1,4 Milliarden EUR (+ 20,2 Prozent) und der Auslandsumsatz um 442 Millionen EUR zu.
Industriezweige mit hoher Umsatzentwicklung waren: Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung und -verteilung, Rundfunk- und Nachrichtentechnik sowie Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Optik (zusammen: + 309 Millionen EUR; + 28,0 Prozent), Schiff- und Bootsbau (+ 272 Millionen EUR; + 25,2 Prozent), Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+ 172 Millionen EUR; + 58,7 Prozent), Maschinenbau (+ 124 Millionen EUR; + 30,0 Prozent), Herstellung chemischer Erzeugnisse (+ 120 Millionen EUR; + 21,2 Prozent), Herstellung von Möbeln, Schmuck, Musikinstrumenten usw., Recycling (+ 26 Millionen EUR; + 16,7 Prozent), Glasgewerbe, Herstellung von Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden (+ 25 Millionen EUR; + 16,6 Prozent), Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (+ 23 Millionen EUR; + 12,8 Prozent). Das Ernährungsgewerbe (Umsatzanteil: 34,5 Prozent) erzielte insgesamt eine Umsatzsteigerung von 16,9 Prozent, die in einigen Branchen jedoch zum Teil beträchtlich höher war (u. a. Fleischverarbeitung: + 70,4 Prozent; Herstellung von Backwaren + 70,2 Prozent).
Rückläufige bzw. stagnierende Umsätze waren demgegenüber u. a. im Papier-, Verlags- und Druckgewerbe (‑ 11,5 Prozent) sowie im Holzgewerbe (- 0,1 Prozent) zu verzeichnen.
Die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit im Allgemeinen 20 bis 49 Beschäftigten, die ab Januar 2007 nicht mehr monatlich berichtspflichtig sind, hatten im Jahr 2006 (442 Betriebe mit 11 507 tätigen Personen) einen Umsatz in Höhe von 1,7 Milliarden EUR, darunter 163 Millionen EUR Auslandsumsatz.
Die Exportquote der berichtspflichtigen Betriebe betrug im Jahr 2007 26,6 Prozent (Vorjahr: 27,0 Prozent) und wurde maßgeblich vom umsatzstarken Ernährungsgewerbe (Exportquote: 8,2 Prozent) beeinflusst. Sie liegt aber auch in den technologieintensiven Industriezweigen mit zum Teil beträchtlichen Exportsteigerungen wie Maschinenbau (+ 29,5 Prozent; Quote: 36,7 Prozent), Herstellung von Geräten der Elektrizitätserzeugung und -verteilung, Rundfunk- und Nachrichtentechnik sowie Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Optik (zusammen: + 37,2 Prozent; Quote: 34,9 Prozent) überwiegend deutlich unter dem jeweiligen Bundesdurchschnitt. Deutlich höher war die Exportquote nur im Schiffbau (einschließlich Bootsbau) mit 46,9 Prozent und bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen mit 54,9 Prozent.
Die Beschäftigtenentwicklung war im Jahr 2007 (insgesamt: + 3 895 Personen bzw. + 9,5 Prozent) in nahezu allen Wirtschaftsabteilungen ansteigend, allerdings sehr differenziert. So sind u. a. im Maschinenbau (+ 21,1 Prozent), im Bereich Glasgewerbe, Herstellung von Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden (+ 18,5 Prozent), bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (+ 18,0 Prozent), bei der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren (+ 14,8 Prozent), bei der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie Herstellung von Metallerzeugnissen (+ 12,9 Prozent) gegenüber dem Vorjahr zum Teil deutliche Beschäftigungszunahmen zu verzeichnen. Im Ernährungsgewerbe, dem in Mecklenburg-Vorpommern beschäftigungsstärksten Bereich (Anteil: 30,2 Prozent), nahm der Personalbestand um 9,6 Prozent zu, darunter in der Fleischverarbeitung um 13,3 Prozent auf 1 952 Beschäftigte.
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