Meyer-Schwickerath  |
Peinlich für die Parteien - Schilda war besser!
Leider, und das trifft alle Parteien, die hier mitgewirkt haben, ist der Beschluss zum Nachteil nicht nur der ECH oder der Investoren, sondern besonders negativ wird es die Gewerbetreibenden der Region, den Tourismus, die Arbeitssuchenden und Arbeitsplatzinhaber treffen. Man muss sich fragen, warum sich Bad Doberan nicht mit dem Ort identifizieren kann, und Warnemünde, Rerik, Nienhagen und Kühlungsborn boomen, trotz Krise! Das Schlusslicht ist - mal wieder - Bad Doberan, und CDU, FDP und PDS haben da an einem Strang gezogen, ebenso die abgesplitterten Gruppen... offenbar scheinen einige sich den Stand von vor 20 Jahren zurück zu ersehnen, oder welche Beweggründe haben diese, hier einen weiteren Stillstand zu verursachen? Und die merkwürdigen Konstellationen werden möglicherweise andere Kommunalwahlergebnisse zeitigen, als man sich wünscht...
Ein Trauerspiel - Schilda war besser!
02.04.2009 - 12:46:02
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RuthildeSchuchmilsky  |
Das Lesen von Planunterlagen scheint kompliziert zu sein, auch wenn diese noch einmal von einem Architekten in epischer Breite erklärt wurden. Doch er hätte sich mühen können ohne Ende, die Antihaltung diverser Stadtvertreter stand von vorn herein fest. Blamabel. Es kann höchstens dem Wahlkampf geschuldet sein, daß so ein Durcheinander entstand. Doch gerade im Wahlkampf bringt die positive Einstellung Stimmen.
Yes, we can, oder doch nicht???!!!
02.04.2009 - 17:43:18
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Erika Wenzel  |
Gut so
[B]Ich finde es gut so,das die Stadtvertreter sich endlich dazu durchgerungen haben,das ganze nicht zu genehmigen.[/B] Es war nicht mehr durchschaubar,was dort in Heiligendamm ablüfut.
Man kann nicht es bedauern,das es dort nicht wietergeht,das die Handwerker um ihre eventuelle Arbeit dort,bekommen sind.
Viel wichtiger ist doch,das ein einmaliges Gebiet,bewußt verfallen ist.
Geld war gesicher genügend da.
Aber es wurde mit der Zeit gespielt.
Es ist schlimm,das mecklenburgisches Erbe so verscherbelt wurde.
Es war doch von Anfang an klar ,das das dort bald nicht mehr öffentlich sein wird.
Dazu hat so mancher dazu beigetragen,hat Knicks gemacht und nur Ja-ja zu allem gesagt,was von dort kam.
Und nun haben wir die Bescherung.
Wenn das jetzige Vorhaben durchgekommen wäre,na dann gute Nacht Mecklenburg.
Hätte man gute Absichten gehabt,einen kleinen Teil als Rückzugsgebiet für sich zu nehmen,aber im allgemeinen zu restaurieren,damit auch alle dort weiter herumwanderen könnte,wäre auch was getan worden.
So wurde doch nur mit Hinhaltetaktik gespielt.
Aber Heiligendamm ist nicht das einzigste Sanierungsproblem,siehe das alte Moorbad in Bad Doberan.
Als Vergleich mal Görlitz,da kam ein Investor,der aber unbekannt ist,der hat jedes Jahr 1/2 Million Euro spendiert und Görlitz ist h eute schöner als je und Heiligendamm ist nur noch ein --.
Traurig,aber wahr!Wer glaubt,Investoren sind immer was gutes,der sieht sich hier bestätigt und Leute,die jemanden immer in den Hintern kriechen,um Lieb Kind zu sein,gibts zu allen Zeiten.
03.04.2009 - 07:26:31
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RuthildeSchuchmilsky  |
Halleluja PISA !
03.04.2009 - 08:21:15
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Fred Samel  |
Was genau ist jetzt „gut so“, Frau Wenzel?
Abgesehen davon, dass Sie sich mit Ihrer Rechtschreibung vielleicht besser nicht in die Öffentlichkeit trauen sollten, ist Ihr Kommentar auch inhaltlich noch peinlicher, als die letzte Entscheidung der Bad Doberaner Stadtvertreter zu Heiligendamm.
„Auf Zeit gespielt“ haben hauptsächlich die Gegner des Investitionsvorhabens in Heiligendamm - und das haben sie richtig gut gemacht, wie man heute an der Perlenkette sehen kann. Gratulation!
Für Investoren ist Zeit Geld, vielleicht haben Sie davon schon mal etwas gehört. Und Geld wächst, anders als manche vielleicht vermuten, nicht auf Bäumen. Jedes Jahr, in dem Heiligendamm nichts passiert, kostet den Geldgebern deutlich mehr, als sie einnehmen. Woher sollte also auf dieser Seite das Interesse kommen, auf Zeit zu spielen?
Das Investoren um die ECH in den jetzigen Krisenzeiten nun langsam Probleme bekommen, auch weil in Amerika einige Finanzhaie den Hals nicht voll genug kriegen konnten, und Immobiliengeschäfte deshalb ein noch höheres Risiko als bisher darstellen, dürfte jedem klar sein.
Mag sein, dass Sie es als „gut so“ empfinden, dass die Stadt Bad Doberan neben dem Kammerhof vielleicht kurz vor einem zweiten Millionengrab steht und das älteste deutsche Seebad weitere Jahrzehnte verfallen wird, weil die, die investieren wollen irgendwann die Nase voll haben von dem Geschwätz verkrachter Doberaner Existenzen.
Ob die Einwohner der Stadt Bad Doberan so etwas als „gut so“ empfinden, darf stark bezweifelt werden.
Bezweifelt werden darf gerne auch, ob die Entscheidung der Stadtvertreter tatsächlich „Sieg für Bürger Heiligendamms“ ist, wie es die OZ kürzlich betitelte. Ob sich die Heiligendammer Einwohner, Pensionsinhaber oder Betreiber von Ferienwohnungen tatsächlich über den weiteren Verfall freuen und das als „Sieg“ genießen?
Niemand muss Investoren in den Hintern kriechen, es ist völlig ausreichend, ihnen keine Steine in den Weg zu legen. In Bad Doberan ist das offenbar ein kaum machbares Unterfangen. Das bei diesem großen Projekt auch gravierende Fehler seitens der ECH gemacht wurden, sollte natürlich auch mal zugegeben werden, dies wäre dem Klima zwischen Stadtvertretern und der ECH sehr dienlich.
Bleibt zu hoffen, dass die Kommunalwahl hier etwas Klarheit bringen wird. Allerdings bin ich über das Abstimmungsverhalten der einzelnen Parteien im Stadtparlament entsetzt. Die SPD stimmt pro Investor und CDU und FDP dagegen? Was ist das denn bitte? Wenn das so ist, dann wählt die Leute mit Weitsicht von der SPD!
Diese Antwort geht in ähnlicher Form auch als Leserbrief an den Stadtanzeiger, ich bitte hiermit dringend um Veröffentlichung!
03.04.2009 - 11:14:12
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Erika Wenzel  |
Ich schäme mich nicht
[B]Aber hallo,sicher,die Fehler,ich aus Schussligkeit machte,sehen nicht gut aus.[/B] Aber ich stehe zu dem,was ich geschrieben habe.
Alllerdings triumpfhiere ich nicht,sondern komme mit einem
Zitat aus dem Roman von Saint-Exupery: Der kleine Prinz,wo der Fuchs zum Prinzen spricht:"Man sieht nur mit dem Herzen gut"!
Man soll über die Probleme,die es hier gibt nicht so einfach hinweggehen,oder?
Ansonsten,mit ein wenig Freundlilchkeit ist mehr geholfen,als wie in dem vorher gehenen Brief:Halleleuja.
Damit kann man keine Probleme lösen.
Tatkraft ,Hilfe ist wichtig in der heutigen Zeit und kein Wegsehen bei vieler Not,die es inzwischen gibt.
Oberflächlichkeit ist bei vielen heute das "Zauberwort"
Die Wahl wird es hoffentlich zeigen,wie die Menschen denken!
Mit freundlichen Grüßen
Erika Wenzel
03.04.2009 - 14:14:27
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Christel Fründt  |
Was interessiert die Menschen in dieser Region?
Wer Investitionen verhindert, der verhindert Verdienstmöglichkeiten für die Leute. Wie überall auf der Welt, so ist der Job für die Menschen auch aus Bad Doberan wichtig. Man sehe sich die Ergebnisse der Abstimmung von den Stadtvertretern zu weiteren Investitionen in Heiligendamm an: die Abgeordneten mit gesichertem Einkommen (Rente, öffentliche Hand) müssen sich doch nicht um Arbeit in dieser Region kümmern. So haben sie natürlich abgestimmt. Aber: jedes Volk hat die Regierung, die es verdient.
04.04.2009 - 18:40:56
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Bernhard und Elke Hi  |
Stillstand in Heiligendamm
Nun ist es also heraus - 50 % der Doberaner Stadtvertreter wollen nicht, daß es in Heiligendamm weiter geht.
Egal, was bisher in Heiligendamm für Probleme, Anschuldigungen und Diskussionen über den Investor und seine Vorhaben vorhanden waren, mit der Ablehnung der bereits beschlossenen Änderungen zu den B-Plänen kann der Investor nun mal nicht weitermachen.
Planungssicherheit für Investitionen sieht anders aus.
Die Verantwortung für den jetzt verordneten Stillstand in Heiligendamm ist von der ECH - wenn es sie denn bisher war - auf die Doberaner Stadtvertreter übergegangen.
Hieraus, wie in der OZ veröffentlicht, einen Sieg für die Heiligendammer zu machen, wird ein nicht nachvollziehbares Geheimnis des Artikelschreibers bleiben.
Durch den jetzt durch Verweigerung der erforderlichen Genehmigungen herbeigeführten Stillstand haben die Heiligendammer verloren - und zwar alle. Auch Einzelpersonen, die sich auf Stadtvertretersitzungen nicht benehmen können.
Dem geneigtem Leser können wir aber versichern - die Heiligendammer sind nicht alle so!
Zum Glück wurde in der Stadtvertretersitzung am 30.03.09 namentlich abgestimmt. So können alle Bürger von Bad Doberan und Heiligendamm bei den kommenden Kommunalwahlen mit ihrem Kreuzchen entscheiden, ob sie den Verfall - oder die Fortsetzung der Investitionen in Heiligendamm wollen.
Bernhard und Elke Hildebrandt aus Heiligendamm
07.04.2009 - 20:14:50
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Ludewig  |
Endlich klopfen die Stadtvertreter, zumindest der überwiegende Teil, der ECH ( eigentlich dem Herrn Jagdfeld ) auf die Finger. Dies war längst überfällig. Ich habe einen Ordner – Entwicklung Heiligendamm--seit 27.04.2002 angelegt , bis zum heutigen Tage. Wenn man sich die Interviews, Meinungen, Absichten und Versprechungen des Herrn Jagdfeld ansieht, von 2002 bis heute 2009, dann kann man dem Herrn Jagdfeld ( ECH) nicht mehr glauben. Wie ein roter Faden zieht es sich hin--- Herr Jagdfeld will- g a n z- Heiligendamm haben – Da sind alle Mittel recht. Die Einwohner u. viele andere Bürger wurden doch total verarscht u.- die Politiker, außer ein paar, haben dieses Spiel mitgemacht. Jedem Bauherren werden Fristen gesetzt, Herr Jagdfeld steht über den Dingen. Ich hoffe die Banken werden langsam hellhörig. Nicht die Stadtvertreter haben den Aufbau Heiligendamm ( gemeint Aufbau des Hotelkomplexes) verhindert, sondern Herr Jagdfeld persönlich. Meine Damen u. Herren Stadtverteter , lassen Sie sich nicht vor den Karren spannen, entscheiden Sie auch mal gegen ECH, Fundus, Jagdfeld. Er soll erst einmal die alten Forderungen erfüllen. Der größte Fehler – alles an einen Investor. Herr Mattke hat genau den Kern getroffen. Als „“nicht „ Heiligendammer kann man immer auf den Putz hauen. Wir leben hier u. nicht Sie Herr Sembill ( OZ vom 08.04.) Von was profitieren denn die----Heiligendammer ------ Vom Wurst- und Bäcker- Mobil, einmal die Woche, von Absperrungen, Zäune, Hecken, Sperrung des Europäischen Rad u.- Wanderweges ??(OZ v 08.04.) Fragen Sie mal die älteren Mitbürger! Es sind auch nicht einige, wenige. Da haben Sie das Ohr nicht an der Masse. Ein letztes, Herr Hensel ( OZ v. 08.04.) die Zeitungen sind zum Informieren da u. nicht irgendjemanden nach dem Munde zu Reden sondern des Volkes Meinung wiederzugeben, auch wenn dies Ihnen nicht gefällt.Eine Frage an Herrn Samel. -Sind Sie Lehrer oder ein Klugscheißer. Es geht um Inhalte u. nicht um Rechtschreibung. Es geht um die Bürger von -H e i l i g e n d a m m. Wären es mehrere Investoren gewesen, hätte es einen Wettbewerb gegeben u. wir hätten wieder Leben, Urlauber, Touristen, Tagesgäster hier, die auch Geld--hier--lassen und Kleinunternehmen ( Gaststätten, Kaffee, Friseur ect) in Heiligendamm ein Einkommmen sichern.Wer von den " Herrschaften" läßt Geld direkt in Doberan ??
Bernd Ludewig
Heiligendamm
11.04.2009 - 19:19:04
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Fred Samel  |
„Klugscheißer“...
...dieser Jargon, Herr Ludewig, ist ja schon von Besuchern der Stadtvertretersitzungen bekannt. Darüber sollte man eigentlich kein Wort mehr verlieren, genau wie über das Fehlen von Rechtschreibkenntnissen, da haben Sie recht. Dennoch sagt es einiges über den Menschen aus, der seine Meinung wiedergibt.
Sicher kann jeder die Enttäuschung einiger Heiligendammer und Doberaner nachvollziehen, denn der Anblick der Villen ist nicht besonders erquickend. Es kann schon sein, dass es ein Fehler war, alles in die Hand eines einzigen Investors zu legen. Bad Doberan hat sich aber nun mal dafür entschieden. Das lässt sich nicht rückgängig machen - das sollte jedem langsam klar sein.
Bestimmt haben die Investoren und die Stadtvertreter einige falsche Entscheidungen getroffen, das ist bei einem Projekt dieses Ausmaßes wahrscheinlich nicht zu vermeiden. Mit „hätte man damals dies, hätte man damals das“ findet man aber heute auch keine Lösungen.
Gleiches gilt für das ewig gestrige Gejammer wie „Zu DDR-Zeiten war alles besser“ (Leserpost), denn wir sollten nicht vergessen, dass der Zusammenbruch der DDR die Ursache für das heute existierende Heiligendamm ist.
[I]„Nicht die Stadtvertreter haben den Aufbau Heiligendamm (gemeint Aufbau des Hotelkomplexes) verhindert, sondern Herr Jagdfeld persönlich.“ [/I]
Aber sicher doch, einziges Ziel des Herrn Jagdfeld ist es schließlich, den Aufbau Heiligendamm zu verhindern. Klingt total logisch, das machen doch alle Investoren so. Wirklich weise, wirklich...
Niemanden geht es darum, jemanden „nach dem Munde zu Reden“. Vielmehr geht es den meisten darum, das bisher Erreichte nicht auch noch zu zerstören, denn damit wäre niemanden geholfen, nicht den Heiligendammern, nicht den Bad Doberanern und auch nicht den Investoren.
Bei der Entscheidung der letzten Stadtvertretersitzung ging es u.a. um den Bau von Tiefgaragen für die Villen der Perlenkette in Heiligendamm, damit die Villen als Wohnraum genutzt und endlich saniert werden können.
Dass der Investor sich nun endlich doch dazu durchgerungen hat, die Villen als Wohnraum zu verkaufen kommt zwar reichlich spät, ist aber doch begrüßenswert, oder nicht? Und dass die Mieter oder Eigentümer der Villen ihre Fahrzeuge (schätzungsweise zwei bis vier pro Villa) nicht auf der Straße parken möchten, ist einleuchtend. Dass sich die Villen ohne ausreichende Möglichkeit, Fahrzeuge unterzubringen, nicht verkaufen/vermieten und damit auch nicht sanieren lassen, ist ebenso einleuchtend.
Es gibt im Moment wenig Grund zur Freude, weder bei den einen, noch bei den anderen. Nach wie vor sehe ich weit und breit keinen „Sieg für die Bürger Heiligendamms“.
12.04.2009 - 10:45:31
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Bernd Ludewig  |
Herr Samel, es geht doch hier nicht mehr um einzelne Objekte. Es geht doch darum wie der Herr Jagdfeld mit den Politikern , den Doberanern u. vor allen Dingen mit den Heiligendammern "spielt". Leider haben wir alle mit uns "spielen" lassen.Auszug aus OZ vom 16.07.2002 "- Anfang 2003 soll in H.damm der Startschuss für eine gewaltigen Entwicklungsschub erfolgen, den der gesamte Ort in den Folgejahren erfahren wird , blickt Herr Jagdfeld voraus" -. Auszug Ende. Ich könnte Ihnen noch unzählige ähnliche Kommentare von Herrn Jagdfeld mitteilen. Darum geht es . Herr Jagdfeld ist der Herr " aller Reusen" u. alle anderen haben sich dem unterzuordnen. Wir waren anfangs wirklich froh als es losging, wir haben uns auch die Hotelzimmer angesehen usw. Wir dachten, ok ." dort sind die Betuchten u. hier die Normalos. Wir kommen miteinander aus, Hauptsache der Ort erblüht wieder und --alle--- haben etwas davon. Aber Pustekuchen. Leere Versprechungen, Absperrungen,Wanderwege sperren, Gartenanlagen aufkaufen u. die Gartenpächter verdrängen ( obwohl die noch hätten 2-3 Jahre ihre Gärten bestellen können) Ich weiß wovon ich Rede. Ich vergleiche Heiligendamm mit Hohe Düne. Gibt es dort Zäune, Hecken, Absperrungen. Die Leute gehen sapzieren, schauen sich die Anlage an u. die "Betuchten" stören sich nicht daran. Oder hat Hohe Düne weniger Sterne ?? Ich muß auch den Politikern Vorwürfe machen. Diese Unentschlossenheit u. Wankelmütigkeit hat mit zur jetzigen Situation beigetragen. Auzug aus OZ v. 07.11.2003"- Der Kleine Wold westlich des Grandhotel wird nicht an die ECH verkauft , der Küstenweald soll als Kur u.Erholungspark für die Öffentlichkleit erschlossen werden"-- Auszug Ende. Ha,ha,ha. Ich könnte noch mehr anführen, aber genug. Es soll doch nur mal eine Person der ECH voran Herr Jagdfeld oder die Politiker, die damals tiefe Bücklinge gemacht haben, sagen. Verdammt wir haben uns geirrt, es tut uns leid wir machen es jetzt besser, gemeinsam mit den Bürgern von H.damm u. auch von Bad Doberan. Wenn es aber so weitergeht, dann wird es irgendwann Sieger u. Verlierer geben. Die Politiker denken doch nur von einer Wahlperiode bis zur anderen. Es sind bald Wahlen. Ehrlichkeit ist angesagt!!!!
12.04.2009 - 19:33:56
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Bernd Ludewig  |
Nachtrag: Herr Samel, habe festgestellt 1-2 Fehler sind in meinem Schreiben. Bitte keine Benotung, sind leider Tippfehler. Werde mich bessern.
12.04.2009 - 19:51:16
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Oskar Kreuz  |
Heiligendamm ist weit weg
Gut getroffen, Herr Samel und Frau Schuchmilsky.
Wie Sie, Herr Samel geschrieben haben, „ ... Darüber sollte man eigentlich kein Wort mehr verlieren, genau wie über das Fehlen von Rechtschreibkenntnissen, da haben Sie recht. Dennoch sagt es einiges über den Menschen aus, der seine Meinung wiedergibt."
Da kann ich Ihnen zustimmen, daß die Art, wie man miteinander umgeht - z.B. über mangelhafte Rechtschreibung herzieht - sehr viel über den Urteilenden aussagt.
Mir ist das Schreiben von Frau Wenzel sehr sympathisch, unabhängig davon, ob ich ihre Meinung teile.
Nun zum Thema:
Mir könnte Heiligendamm egal sein. Ich bin weit genug weg. Früher war ich gerne Gast dort (- nein, liebe Rhetorik-Künstler, ich meine nicht zur DDR-Zeit) und ich hatte die Hoffnung, daß diese Gegend schnell eine Perle an der Ostsee wird. Die Basis dafür war da. Sicher hatte es mehrere mögliche Investoren gegeben, die gerne einzelne Bereiche der Perlenkette zu neuem Glanz verholfen hätten. Ich bin davon überzeugt, daß mit denen jetzt höchstens - wenn überhaupt - eine heruntergekommene Villa den Anblick verschandeln würde. Doch so ist nun die ganze Kette verkommen. Da hatte die Mehrzahl der Stadtvertreter wohl alles auf eine Karte gesetzt und verloren
Nun heißt es, die Stadtvertreter hätten alles hinausgezögert.
Da bin ich mir nicht so sicher. Sehe ich mir an, welche Versprechen für die Halbinsel Wustrow gemacht worden sind. Dort ist nichts passiert. Dort hat die Stadt gar keinen Einfluß. Dort hatte der Investor das Blaue vom Himmel versprochen. Ist die Investorengruppe dort nicht die gleiche, wie die von Heiligendamm?
Ist dort nicht einem Mitbewerber vorgeworfen worden, er könne nicht zahlen? Vielleicht hatte die Investorengruppe, die jetzt auf dem Areal sitzt, mit Geld gewunken, das gar nicht vorhanden war? Vielleicht sieht es in Heiligendamm ähnlich aus?
So oder so, Heiligendamm ist für mich keinen Besuch mehr wert, zu umständlich ist mir der Weg zur Seebrücke.
Für Leute, die eine Radtour entlang der Küste unternehmen wollen, wird Heiligendamm sicher auch unangenehm in Erinnerung bleiben.
Aber vielleicht ist das Absicht des jetzigen Investors, solche kleinen Leute wie mich von Heiligendamm fernzuhalten? Meiner Erfahrung nach vernichtet solches Gebahren Arbeitsplätze.
Klar, es wird damit geworben, daß ein Investor viele Arbeitsplätze schaffen würde. Daß zum Beispiel 200 mal „nur“ ein Arbeitsplatz auch 200 Arbeitsplätze sind, wird dabei völlig ignoriert. Aber wen interessieren schon die kleinen Leute und Gewerbetreibenden, die fette Große Zahl ist in den Medien, vielen Politikern und Wählern wichtig.
13.04.2009 - 11:00:22
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Fred Samel  |
Herr Ludewig, schön dass Sie den Humor nicht verloren haben. Wie gesagt, wie jemand schreibt, sagt viel über den Menschen aus. Aber: Keine Fehler macht nur der, der nichts macht (*).
Was den Wahrheitsgehalt und den Sinn von Artikeln über Heiligendamm in der von Ihnen erwähnten Tageszeitung betrifft - darüber liesse sich eine weitere sehr lange Diskussion führen.
Die Kommentare von Herrn Jagdfeld werden offenbar gerne mal überschätzt, so wie die Person selbst auch. Für manche scheint der Mann ja so etwas wie ein Monster zu sein. Dabei ist er sicher in erster Linie ein Mensch, wie wir alle. Natürlich ist Herr Jagdfeld auch der Chef des ganzen Geschehens - und sicher hat damit er das Recht festzulegen, wo es lang geht, das ist doch nichts ungewöhnliches. Das bedeutet aber nicht, dass er immer die richtigen Entscheidungen fällt, siehe (*) oben.
Oft müssen bei so großen Projekten Entscheidungen getroffen werden, obwohl noch nicht absehbar ist, wie es sich entwickelt (*2).
Für das Vorhaben Heiligendamm wurde wichtige Zeit wegen einer absolut unhaltbaren Forderung nach dem so genannten „Stichweg“ quer durch das Hotelgelände vergeudet. Wer sich den Verlauf des damals geforderten Weges vor Ort angeschaut hat, weiß was gemeint ist. Für das Projekt bedeutete das jahrelangen Stillstand und Verlust von Geldgebern. In diese Zeit fiel auch das „Auskippen“ von Bustouristen in Heiligendamm, was das Hotel zu einer Art Zoo zum Reiche Anschauen verkommen ließ. Das dadurch die Suche nach neuen Geldgebern (...und Hotelgästen) schwieriger wurde, als geplant, leuchtet sicher den meisten ein (siehe *2).
Seit dem ist der Investor auf das Wort „Öffentlichkeit“ in Heiligendamm nicht mehr so gut zu sprechen. Niedrige Hecken und Zäune wurden gesetzt, Wege gesperrt. Ursache und Wirkung sollte man hier im Auge behalten. Aus meiner Sicht war das reine Notwehr und hatte hauptsächlich mit den Bustouristen und nicht mit den Einheimischen zu tun.
Zu Ihrem „tiefe Bücklinge machen“ oder auch „nach dem Munde Reden“ hatte ich mich schon geäußert.
Niemanden geht es darum, ich denke das wissen Sie auch. Auf dieser Ebene sollte nicht diskutiert werden, dafür ist das Projekt einfach zu wichtig.
Das älteste Seebad Heiligendamm mit historischen Gebäuden, welches zur Exklusivität entwickelt werden soll, mit „Hohe Düne“ zu vergleichen - das trifft den Kern sicher nicht. Auch die Fundusgruppe betreibt Hotels, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Ehrlichkeit? Ja, aber bitte auch hier.
Nebenbei teile ich Ihre Auffassung, dass die Investoren Fehler einräumen könnten, ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen, siehe meinen Kommentar vom 03.04.2009. Gleiches würde allerdings auch den „Gegnern“ des Projektes gut zu Gesicht stehen.
Wir haben einen Investor in Heiligendamm, dem es sicher schon mal besser ging, wir sollten versuchen, wieder den Weg zur Sachlichkeit zu finden. Es wird keine Gewinner und Verlierer geben, sondern nur Verlierer, wenn es in Heiligendamm nicht bald vorwärts geht.
Ein bisschen weniger Emotionen und etwas weiter über den Tellerrand schauen könnte dabei schon helfen.
13.04.2009 - 11:06:47
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Bernd Ludewig  |
Herr Samel, ich schätze irgendwann werden wir einer Meinung sein ( Scherz). Ich weiß zwar nicht inwieweit Sie persönlich mit H.damm verbunden sind. Ich sehe vieles mit anderen Augen als Mitbürger die mal schnell nach H.damm kommen, flanieren u. wieder abfahren. Ich selbst wohne seit 1982 hiere u. habe alles bewußt mitbekommen. Ich will auf gar keinen Fall alte Zeiten zurück, auch nicht in H.damm.Ich könnte Ihnen aber wieder Zitate aus der OZ ( ist meiner Meinung nach sehr seriös) mitteilen --persönliche Äußerungen von Herrn Jagdfeld zu den Bustouristen.Wer hat denn dazu animiert ? Nicht die Bewohner, sondern Herr Jagdfeld. Natürlich würde es mich sehr stören wenn Leute durch das Fenster auf meinen Teller schauen würden. Sie haben eine andere Meinung zu Herrn Jagdfeld als ich ( wie erwähnt , habe alles gesammelt seit 2002) Der sogenannte Stichweg ist doch nicht das Hauptproblem.Auch ohne diesen Weg hätte "er" Haus Perle abgerissen. G 8 Gipfel kam gerade recht.Ist hier eventuell die Sichtachse zum Wasser vom neu erbauten Haus gestört ? Nur eine Frage. Der Stein stört die Sichtachse der Kameras zum G8 !!! Muß weg. Beides wird sofort wieder am alten Platz errichtet !!!! Zum Glück ist der Stein geblieben. Er liegt dort seit über 100 Jahren. was ist passiert " Perle" kommt nie wieder. Verstehen Sie meine Zweifel. Dies sind ja nur einige wenige Dinge.Es würde zu weit führen. Der Stichweg ist daran nicht Schuld. Sind Sie meiner Meinung--Wettbewerb fördert den Fortschritt -? Genau das fehlt in H.damm. Emotionen sind auch was schönes wenn sie in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Wir schauen auch über den Tellerrand hinaus, weil wir ja von innen nach außen schauen. Wissen Sie eigentlich, daß außer die Gartenstraße (Eigenheime) , die Dr. Kortümstraße ( Wohnblöcke) u. 2 Häuser der Kühlungsbornerstr. alles der ECH gehört. Ist schon komisch ,oder. Können Sie nachsehen. Da kann man eigentlich nicht viel Freude der Einwohner erwarten. Deshalb auch unser Mißtrauen ggegenüber der ECH ( Herr Jagdfeld). Wünsche Ihnen einen angenehmen Abend.
13.04.2009 - 20:07:08
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Fred Samel  |
Herr Ludewig... Bustouristen animiert? Werfen Sie dem Hotel oder dem Investor vor, Werbung für das Hotel und Heiligendamm gemacht zu haben? Ist das nicht ein bisschen sehr weit weg von der Realität? Das kann ich irgendwie nicht nachvollziehen.
14.04.2009 - 09:35:31
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Bernd Ludewig  |
Nein Herr Samel, dies werfe ich niemanden vor. Ich könnte Ihnen zu dieser Geschichte wieder Zitate vom Hotel und von Herrn Jagfeld nennen,- aber lassen wir das. Werbung machen ist doch vollkomen ok. Aber-- dieses dann hinterher, als es unangenehm wird , als Grund anzugeben-- die Leute stören--wir müssen alles dicht machen finden Sie das ok.? Dieses wußte man doch schon vorher. Wie gesagt , mir geht es einfach um die Art u. Weise wie die ECH (Herr Jagdfeld ) über Jahre hin weg mit uns allen umgeht .Noch eine letzte Sache : Ein Gartennachbar aus Apolda sagte mir, es ist für Außenstehende nicht nachvollziehbar, daß sogar der Fußweg auf der Hotelseite einfach rückgebaut wurde, gegenüber der Fußweg abgezäunt ist um ja die einfachen Leute weit genug vom Hotelkomplex zu haben. Wenn er dies anderen Leuten in seiner Heimat erzählt glauben sie ihm dies nicht. Genau dies ist das Problem. Wie lange ist der Fußweg vorhanden gewesen ? Jahrzehnte--. Aber sicherlich gibt es dafür "wieder" einen anderen Grund.. Wie ich bereits erwähnte ---unsere Politiker und Herr Jagdfeld ---damals ein hervorragendes Gespann. Allen voran " unser "Bürgermeister. Ich möchte damit auch meine öffentliche Meinungsäußerung beenden, obwohl ich soetwas sehr gut finde. Ich danke Ihnen für die rege Diskussion. Wie sagt man so schön " besser miteinander reden als schießen" , dies aber nur sinngemäß.Ich werde die Entwicklung sehr aufmerksam weiter verfolgen u. meinen Ordner sicher weiter füllen können. In Mußezeiten lese ich alles von vorn bis heute. Find ich sehr interessant. Einen schönen Abend wünsche ich Ihnen u. bleiben Sie gesund.
14.04.2009 - 19:21:44
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Horst Gühler  |
Horst Gühler, für die Fraktion CDG in der Stadt Bad Doberan.
Besuchen Sie uns bitte unter www.cdg-baddoberan.de.
Gesamtmaßnahme Heiligendamm / Vorder Bollhagen
Das Grundgesetz garantiert uns Bundesbürgern das Recht auf freie Meinungsäußerungen. Es darf auch eine Äußerung aus dem Bauch heraus sein, Ihre Meinung ist schon gefragt.
Die Gemeindemitglieder wählen ihre Vertreterinnen und Vertreter in die Gemeindevertretung.
Als Gemeindevertreter sollte man dem Bauchgefühl nicht zuviel Spielraum lassen, sondern auch das geltende Recht beachten, die Situation analysieren, dann sachgerecht diskutieren und Entscheidungen in der Stadtvertreterversammlung treffen. Für letzteres bekommt der Stadtvertreter auch eine angemessene Aufwandsentschädigung vom Steuerzahler. Es ist wohl unstrittig, das Entscheidungen zum Wohle der Gemeinde getroffen werden sollen, auch wenn dies in einer freien Marktwirtschaft am Ende nicht immer gelingt, denn es verhandeln immer zwei Vertragspartner mit ihren Zielvorstellungen. Schön, wenn beide ihr Ziel erreicht haben.
Die Fakten zu Heiligendamm:
Die Treuhandanstalt hatte mit dem Bund die Immobilie Heiligendamm zum Verkauf ausgeschrieben. Im ersten Anlauf standen die Objekte einzeln zum Verkauf, auch wenn dies einige heute nicht glauben wollen. Der Einzelverkauf scheiterte. Es wurde ein zweiter Anlauf unternommen, die Immobilie als Gesamtobjekt ausgeschrieben. Die Stadt durfte über das Grundkonzept entscheiden, die Stadtvertreter forderten die Sanierung des ersten deutschen Seebades Heiligendamm auf hohem Niveau. Unter dieser Bedingung erfolgte die Ausschreibung. Vier große Investoren hatten sich beworben, FUNDUS erhielt den Zuschlag zum Kauf. Alle Fraktionen im Landtag stimmten dem Verkauf an FUNDUS zu, was heute nicht alle wahr haben wollen. Das erste städtebauliche Konzept entsprach einer Investitionssumme von ca. 250 Mio Euro. Mit der Erweiterung des Konzeptes durch die B-Pläne 25 u. 26, mit dem Grand-Hotel, Thalasso- Zentrum, Ayurveda-Zentrum und Plastische Chirurgie, erhöhte sich die Investitionssumme auf ca. 750 Mio Euro. Offensichtlich gibt es Menschen die sich über die Investition freuen, sich aus Prinzip ärgern und welche die die Konkurrenz fürchten. Bis 2008 hat Herr Jagdfeld alle vertraglichen Bedingungen erfüllt, soweit die Finanzierung durch ihn gesichert werden konnte. Die Sicherung der Finanzierung der weiteren Bauabschnitte ist schwierig, zumal Herrn Jagdfelds Gegner scheinbar erfolgreich die Auslastung der neuen Hotelanlage, durch entsprechende Meinungsäußerungen, verhindern. Die negativen Äußerungen zur Fundusgruppe verschrecken die Gäste und Anleger. Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Gegner bereits den Bau der Median-Klinik bekämpft hatten und vor dem Verkauf der historischen Anlage ein Staatsbad forderten. Die Forderung nach dem Staatsbad wurde, aus Geldmangel, durch die Landesregierung konsequent abgelehnt. Es ist davon auszugehen, dass die jetzige Stadtvertreterversammlung keine Entscheidungen mehr zu Heiligendamm treffen wird. Wir können die Wählerinnen und Wähler nur bitten sehr genau zu überlegen wen Sie im Juni zum Stadtvertreter wählen, um der Gemeinde, unter den internationalen Bedingungen der freien Marktwirtschaft, eine Entwicklungschance in allen Bereichen einzuräumen. Die Tafelrunde besetzt der Wähler in eigener Verantwortung alle vier Jahre neu, mit allen Konsequenzen. Fanatiker werden weiterhin keinen sinnvollen Beitrag zur Entwicklung der Gemeinde leisten. Da einstige Gegner der Median-Klinik diese heute benutzen um Herrn Jagdfeld zu bekämpfen, ist Zeichen und Warnung genug. Es sind Stadtvertreter gefragt, die mit kühlem Kopf Entscheidungen treffen. Ob die Denkmalschutzbehörde bei der Erteilung der Abbruchgenehmigungen fachlich richtig gehandelt hat ist zu prüfen. Für uns steht fest, dass ein Verkauf an einzelne Investoren dem Ensemble Heiligendamms geschadet hätte. Denken Sie bitte nur an die Reklamen an den Gebäuden und die Blechlawine zwischen den Gebäuden. Dies Erscheinungsbild würde keinem gefallen. Natürlich fällt es schwer den größten Teil eines Ortsteiles hinzugeben, aber die Chance für die Gemeinde sollte man nicht bei der persönlichen Abwägung unberücksichtigt lassen. Eine Hotelanlage ist kein Einzelobjekt und muss deshalb den Gästen vorbehalten sein, zumal es sich um unsere Gäste handelt. Wenn alle auf die Wünsche der Hotelgäste Rücksicht nehmen würden, brauchten keine Zäune und Hecken errichtet werden. Wer sich weit genug von der Planwirtschaft in den sozialistischen Staaten entfernt hat kann gutwillig erkennen, dass die Stadtvertreterversammlung und die Stadtverwaltung mit dem neuen Grundstückseigentümer FUNDUS verhandeln muss und diesem nicht vorschreiben kann, wie er sein Geld und das der Anleger zu verwenden hat. Vielleicht helfen Ihnen die Fakten und Hinweise bei Ihrer Entscheidungsfindung, wir sind gerne für Sie da. Die Gemeindemitglieder können nicht erwarten, dass ohne Kompromisse die Entwicklung zu haben ist. Die Schuldenuhr am Finanzministerium sollte uns Warnung genug sein, Leistung ist gefragt um soziale Probleme lösen zu können, nicht der unhöfliche Umgang mit Investoren.
15.04.2009 - 19:52:30
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RuthildeSchuchmilsky  |
Liebe Diskutanten,
es freut mich, wie auch Demokratie im Internet funktioniert. Der Austausch von unterschiedlichen Meinungen ist etwas ganz natürliches, so lange die Sachlichkeit und der Respekt nicht verloren gehen. Herr Gühler, der ja von Anfang an das Projekt Heilgendamm begleitet hat, ist wohl der profundeste Kenner der Materie und spricht mir aus dem Herzen. Mir ist nur ein Satz aus dem städtebaulichen Vertrag in Erinnerung: "Die Stadt Bad Doberan und die ECH eintwickeln g e m e i n s a m Heiligendamm zu einem exklusiven Seeheilbad". Dies mag einigen altvorderen Linke-Mitgliedern gegen den Strich gehen, aber warum ausgerechnet Teile der CDU und Herr Ludwig gegen eine positive Entwicklung in Heiligendamm sind, ist nicht nachvollziehbar.
Und dann kommt noch der allwissende Herr Klink, der mit seinen unsinnigen Anträgen nicht zur Klärung von Widersprüchen beiträgt, sondern die SVV nur elendig ausdehnt.
Damit es in Heiligendamm weiter geht, muß eine vertrauensvolle positive Einstellung der Stadtvertreter aufgebaut werden. Denn gerade Vertrauen ist für eine gesicherte Finanzierung der zukünftigen Bauvorhaben besonders wichtig. Haben die Anleger kein Vertrauen, gibt es kein Geld - gibt es kein Geld, kann nicht weiter gebaut werden. Mit einer positiven Entscheidung für den geänderten B-Plan würde der Bauträger ECH nun massiv unter Druck gesetzt werden, denn dann gibt es keine Ausflüchte mehr, warum es nicht weiter geht.
R. Schuchmilsky
16.04.2009 - 08:54:58
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Bernd Ludewig  |
Frau Schuchmilsky, eigentlich wollte ich nicht mehr schreiben, aber da Sie mich pesönlich angesprochen haben möchte ich doch noch antworten.
Lesen Sie bitte meine bisherigen Beiträge nochmals ausführlich, da können Sie sehen, daß ich überhaupt nicht gegen eine positive Entwicklung von H.damm bin. --Wenn es denn eine für ganz H.damm wäre---u. nicht nur für die Hotelanlage. Ich wohne in hier u. komme nicht nur mal am Wochenende vorbei. Und Sie ?? Ich bin gegen Ausgrenzung u.- Zurückdrängung der H e i l i g e n d a m m m e r. Ich bin auch gg. einen Investor der nicht mit offenen Karten spielt, weil dies irgendwann mal ganz schnell in die Hosen gehen kann.
Auch Herrn Gühler kann ich sagen, nicht jeder der eine gegenteilige Meinung zu Herrn Jagdfeld hat, ist ein --Linker, ein Sozialismus behafteter oder Mitglied irgendeiner Partei, Bündnisses oder wie Sie sagen Fanatiker. Ich bekämpfe nicht Jagdfeld. Dies tun ganz andere Bürger---2006 ( ich weiß, lange her) las ich im Internet im Managermagazin einen Beitrag von Anlegern im Immobilienfonds der Fundus -Gruppe, fragwürdige Projekte. Bis dahin hatte ich einen doch positiven Eindruck von der Fundus -Gruppe ( Herrn Jagfeld) Dann kamen mir Zweifel ob seiner Ehrlichkeit. War sehr, sehr interessant.Wenn ich dann die Äußerungen des Herrn Jagdfeld -begonnen am 24.04.2002 bis zum heutigen Tag sehe, dann befürchte ich sogar, daß eines Tages die Promenade u. der Strandabschnitt auch privatisiert werden, obwohl dies von den Politikern vehement verneint wird. Aber was wurde seit 2002 alles verneint u. dann doch genehmigt. Oder Herr Gühler, liege ich in denn so weit daneben ?? Eine Begründung gibt es immer, oder ? Sie appellieren an die Wähler genau hinzuschauen. Dies tun wir sehr genau Herr Gühler.Ich möchte es Ihnen, den Politiker , Herrn Jagdfeld, dem Bürgermeister u. der Fundus -Gruppe sagen--was schief geraten ist, muß gerade gerückt werden-dann stehen wir alle u. ich auch hinter dieser Sache, ansonsten " Nein"
17.04.2009 - 19:01:25
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Ruthilde Schuchmilsky  |
Hallo Herr Ludewig,
Ihre sachliche Stellungsnahme und Kritik kann ich nachvollziehen. Es ist eben nicht alles Gold, was versprochen wird. Doch ich habe nicht Sie gemeint, sondern Herrn Ullrich Ludwig, der Stadtvertreter des Handwerker und Gewerbevereins. Seine gegen die auftragsuchenden Handwerker gerichtete Einstellung führte wohl zur Nichtnominierung über den HGV, denn nun tritt er als Einzelkandidat an.
Im Sommer werde ich wieder am Kinderstrand liegen und wenn ich heute einen Sapziergang durch Heiligendamm mache, so gönne ich mir auch mal einen Kaffee und ein Stück Kuchen in der Nelson Bar. Ausgrenzung fängt immer im Kopf an und dafür ist jeder selbst verantwortlich.
18.04.2009 - 21:07:55
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Horst Gühler  |
Sehr geehrter Herr Ludewig,
Ihre Bedenken kann ich nicht zerstreuen, weil es keine Garantie bezüglich der Erfolgschan-cen geben kann. Jede Investition unterliegt in der freien Marktwirtschaft, durch den Wett-bewerb, einem großen Risiko. Da Sie mich offensichtlich stellenweise falsch verstanden haben, erlaube ich mir zu antworten.
- Mit der Median-Klinik wurden bisher ca. 300 Mio Euro tatsächlich investiert. Davon profitiert ganz Heiligendamm. Das städtebauliche Bild hat sich verbessert. Ich habe schon verstanden, dass viele Einwohner auf die Investitionen verzichten würden, wenn sie sich dafür ungehindert in allen Bereichen frei bewegen könnten. Auch wenn da-durch die Weiße Stadt am Meer ihren Ruf verliert. Dies war abzuwägen.
- Die Stadt hat ein hohes Niveau gefordert. Dazu gehört das Schaffen von Bedingungen, die eine wirtschaftliche Auslastung der Hotelanlage sichern.
- Es ist hinreichend bekannt, dass seit ca. 1993 die Banken Hotelanlagen nur in Ausnahmefällen kreditieren, weshalb Anleger gewonnen werden müssen. Ohne Auslastung keine Rendite, ohne Rendite keine Anleger. Den Teufelskreis muss der Investor durchbrechen, die Verantwortung möchte ich, bei dem Gegenwind, nicht tragen müssen.
- Ich kann nicht natürlich erwarten, dass alle Stadtvertreter und Einwohner sich kritiklos für das Konzept des Investors entscheiden. Wenn sich z.B. die Fraktion Die Linke gegen die Maßnahme ausspricht sind sie keine Fanatiker, sondern folgen offensicht-lich ihren politischen Zielen. Es gibt aber Stadtvertreter die aus Prinzip alles ablehnen und negativ darstellen. Diese Stadtvertreter kennen Sie auch. Sie belassen es nicht bei einer sachlich begründeten Ablehnung von Vorschlägen des Investors, sondern gehen weit über den Rahmen hinaus, weil sie den Investor mit Herzblut bekämpfen. An der Nordseeküste werden sich die Hotelbetreiber über diese Art von Kritik freuen.
- FUNDUS hat die Immobilie nicht von der Stadt erworben. Wir verhandeln also nicht mit einem Bittsteller, sondern mit einem Investor, der sich in einem Wettbewerb durchgesetzt hatte. Wir können gemeinsam (Investor und Stadt) versuchen Vorausset-zungen für schwarze Zahlen zu schaffen, Steuereinnahmen für die Stadt zu sichern und Anleger für die Finanzierung der nächsten Abschnitte zu interessieren.
- Sie haben scheinbar den Verdacht, dass die Hotelanlage ohne eigenen Strandabschnitt nicht wirtschaftlich betrieben werden kann. Ob Herr Jagdfeld zurzeit gutwillig ver-sucht ohne reservierten Standabschnitt die Auslastung hinzubekommen und einen solchen Wunsch dann zwangsläufig erst später äußern wird, kann ich Ihnen nicht sagen.
- Die Wähler berufen die neuen Stadtvertreter am 07.06.09 und legen damit die poli-tische und wirtschaftliche Ausrichtung in der Stadt fest. Ich will keinen Wähler durch meine Meinungsäußerung beeinflussen. Es besteht die allgemeine Auffassung, ich kann ja doch nichts ändern, Die machen ja doch was sie wollen. Dies stimmt nur gefühlt, tatsächlich wird die Politik von der Gemeindevertretung bis zum Bundestag durch die Gewählten bestimmt, entsprechend der gewählten Mehrheiten. Deshalb sollte jeder am 07.06. bewusst entscheiden - es lohnt sich doch zur Wahl zu gehen.
19.04.2009 - 11:30:28
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Horst Gühler  |
Sehr geehrter Herr Dr. Giersberg,
Ihr Parteimitglied und Stadtvertreter, Herr Klink, beabsichtigt laut Pressemitteilung die Beschlussvorlage 38/09, Bankbürgschaft und städtebaulicher Vertrag für die Hochwasser-schutzanlage, werbewirksam in die SVV erneut einzubringen. Für die Anlage ist das Staat-liche Amt für Umwelt und Natur zuständig. Die Stadt ist nicht Eigentümerin der Anlage. Versuchen Sie bitte Herrn Klink zu erklären, dass der Amtsleiter des STAUN, Herr Meier, mit Sicherheit selbst denken und handeln kann. Sollte unsere Stadtvertretervorsteherin die Beschlussvorlage auch nur auf die Tagesordnung setzen stelle ich den Antrag an die SVV, dass sich die SVV bei Herrn Meier für den unhöflichen und unsachlichen Akt entschuldigt. Sollte Herr Meier aus Gründen der Vereinfachung einen dreiseitigen Vertrag Herr Polzin und ECH vorschlagen, dann ist dies allein Angelegenheit der Vertragspartner.
19.04.2009 - 11:35:00
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Dr.Michael Giersberg  |
Sehr geehrter Herr Gühler,
auch in der FDP ist die Trennung von Partei und Mandat eine wichtige demokratische Grundlage. Deshalb sind die Meinungen von Abgeordneten keinem Parteidogma unterworfen und der Abgeordnete kann frei nach seinem Gewissen entscheiden. Diese Entscheidungen mögen nicht von allen akzeptiert werden. Besonders bei Einzelkandidaten kann es dazu führen, daß hier unterschiedliche Standpunkte zwischen Kreisverband und Abgeordnetem vorhanden sind. Dies wird sich nach der Wahl sicherlich ändern, da nunmehr ein gut aufgestellter Ortsverband die Abgeordneten fachlich unterstützen kann.
Küstenschutzmaßnahmen unterliegen dem Bund. Dieser beauftragt das Land zur Wahrnehmung der Aufgaben und das Land hat das StAUN Rostock mit der fachlichen Umsetzung beauftragt (Landeswassergesetz § 83). Nach umfangreicher Erfassung aller Hochwasserschutzeinrichtungen (Drucksache 5/1423 des Landtages) wurden für Heiligendamm Buhnensystem, Deckwerke, Ufermauer und als besonderer Schutz, eine mobile Sturmflutanlage als Gesamtschutzsystem deklariert. Wird auch nur in eins dieser Systemelemente eingegriffen, ist eine Genehmigung über das StAUN notwendig. Wie mir bekannt ist, hat das StAUN den Vorplanungen von INROS und somit dem Investor zugestimmt. Die Stadt hat überhaupt keinen Anteil daran. Dies hat ja einen tieferen Sinn. Gäbe es städtische Verantwortlichkeiten hinsichtlich des Küsten- und Hochwasserschutzes, so wäre diese bei Schäden haftbar. Da hat der Gesetzgeber eine weise Entscheidung getroffen und klare Verantwortlichkeiten festgelegt.
Umfangreiche Literatur und Hinweise findet man unter:
www.baufachinformation.de
Ich hoffe, daß sich die Stadtvertreter auch fachlich zu ihren Entscheidungen informieren. Bauchentscheidungen befriedigen einen nur so lange, bis dieser wieder anfängt zu knurren. Konrad Adenauer, wenn auch kein liberaler Politiker, hat einmal gesagt:
Es kann mich doch keiner daran hindern, seit gestern klüger geworden zu sein!
Dies hoffe ich für ALLE Stadtvertreter und wünsche eine für Heiligendamm positive Entscheidung, damit es endlich weiter gehen kann.
20.04.2009 - 11:44:22
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Martin Dostal  |
Zeit für Gefühle. Zeit für Entscheidungen.
Zeit für Heiligendamm.
Wenn ich mir diese ganze Diskussion ansehe, dann komme ich zu dem Ergebnis, dass es in der Diskussion um Heiligendamm um Gefühle geht:
Mulmige Gefühle, verletzte Gefühle, erhabene Gefühle und verwirrte Gefühle. Es geht um Empfindungen, die wir als Menschen haben und Assoziationen, die ausgelöst wurden.
Da sind die Forderungen der Investorin, die die Gefühle der Menschen nicht verstehen kann, die da andere Vorstellungen von Öffentlichkeit und Eigentum haben. Hier treffen zwei Welten aufeinander, die heute noch zeigen, dass unser Land bis zu einem Punkt zwei Geschichten hat. Das fühlt sich nicht gut an, nicht verstanden zu werden und nicht zu verstehen.
Da sind die Entscheidungen der Stadtvertreter, welche teilweise nur für eine Legislaturperiode geeint sein können und wo sich die Tücken der Demokratie dann immer mal wieder zeigen. Es sind Menschen, wie jeder andere Bürger auch, nur hat das was der Stadtvertreter sagt ein anderes Gewicht, denn es wird anders wahrgenommen. Und seine Verantwortung ist auch eine andere, denn er kann nicht nur kritisieren, sondern muss sich entscheiden. Er hat dabei nicht nur Ruf und Posten zu verlieren, sondern auch die Verantwortung für das, was er entschieden hat. Aus Macht kann schnell Ohnmacht werden und auch das fühlt sich nicht gut an. Für den Stadtvertreter nicht und auch nicht für all jene, die auf ihn setzen: die Wähler und die Investoren der Gegenwart und Zukunft.
Da sind die Wünsche der Bürger nach Öffentlichkeit, die ich "Freizügigkeit" nennen würde - nach Mitbestimmung, nach Verständnis, nach Freiheit. Wünsche, die nicht immer Platz haben in der Ökonomie eines Entwicklungskonzeptes, in der Kompromissfindung einer Stadtvertreterversammlung und in den Entscheidungen derselben. Auch hier sind es negative Gefühle, die hervor keimen: Das Gefühl, nicht wahr- oder ernstgenommen zu werden, nicht verstanden zu werden, verraten oder betrogen zu werden - Hilflosigkeit, Zorn, Resignation oder Aggression. Eine gefährliche Mischung und ein gefundenes Fressen für Stimmenfänger.
Wo bleibt Heiligendamm in diesem Inferno der Gefühle?
Die weiße Stadt am Meer ist der Spiegel unserer mecklenburgischen und deutschen Gesellschaft - von 1796 bis heute. Jedes Bauwerk spiegelt die Gesellschaft seiner Zeit wieder - jede Veränderung - baulich oder in der Nutzung - ist ein Spiegel jener Epoche, in der sie stattfand.
Diese Spiegelung hat nicht aufgehört. Mit den sozialistischen Strukturen zerfiel das Ensemble - mit den neuen Strukturen erstrahlte es. In Teilen. Denn das ist unsere neue Gesellschaftsform: Teilen geht es gut und anderen Teilen nicht. Die großen Gebäude erstrahlen, die kleinen verfallen. FUNDUS ist kein Phänomen, sondern selbst Folge dieser Erscheinung. Sie verursacht nicht das was geschieht, sondern ist selbst schon die Folge dessen, was geschieht.
Heiligendamm steht still und während es das tut, verliert es sein Gesicht. Wer still steht hat aufgehört, zu sein. Heiligendamm wird immer bleiben aber es wird immer sein Gesicht verändern. Denn die Zeit steht nun einmal nicht still. Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.
Wer sich nicht entscheidet, der wird ausscheiden. Wer sich nach vorn schaut, rennt gegen die Wand. Wer nicht redet, wird nicht gehört. Wer nicht zuhört, versteht das Gesagte nicht. Wer aus Fehlern nicht lernt, wird sie wiederholen. Wer nicht sucht, der wird nicht finden und wer nichts versucht, wird nichts herausfinden. Wer nicht wagt, kann nicht gewinnen. Wer sich nicht bewegt, kann keinen Fortschritt erreichen. Wer dem Ziel davon läuft. wird es nicht erreichen. Wer den Bogen spannt und den Pfeil nicht los lässt, der wird nicht ins Schwarze treffen. Wer sich treiben lässt, kann nicht davon ausgehen, dass er dort hin gelangt, wo er möchte.
Das Leben ist Veränderung und wenn sich in Heiligendamm etwas verändern soll, dann müssen wir Menschen UNS verändern. Unsere Einstellung zueinander. Unsere Haltungen, unsere Positionen, unsere Vorurteile. Mit den Menschen Bad Doberans und Heiligendamms steht und fällt jedes unsanierte Haus. Weder Stillstand, noch Rückschritt können uns die Perle wiederbringen und den Verfall Heiligendamms verhindern.
Nur ein Miteinander - eine Neuausrichtung der Positionen - ein Zusammentreffen, ein großer Gedankenaustausch - eine Unterredung ohne Zerredung - ein Neuanfang - kann Heiligendamm retten.
Überlassen wir der Investorin die freie Entscheidung, wird Heiligendamm zum Spiegel des Kapitalismus unserer Gesellschaft. Verbieten und reglementieren wir der Investorin sämtliche Konzeptpunkte, wird Heiligendamm zum Spiegel des Sozialismus in unserer Gesellschaft. Es ist beides noch vorhanden. Setzen wir uns aber zusammen - reden, hören zu, versuchen zu verstehen - und entwickeln Heiligendamm gemeinsam - Investorin, Stadtverwaltung, Bürger und Fachleute - entwickeln und verstehen wir Heiligendamm und finden wir Kompromisse, immer im Sinne eines funktionierenden Konzeptes - immer im Sinne des Besten für Heiligendamm - dann wird Heiligendamm zum Spiegel der Demokratie in unserer Gesellschaft. Gelingt uns eine demokratische Lösung, sind wir in Deutschland angekommen.
Heiligendamm wurde in seinen schwersten Tagen immer irgendwie gerettet. Von Herzögen, Räten, Aktionären, Banken und sogar einem Baron. Diesmal sind wir alle es, die Heiligendamm retten müssen. Und können. Und werden?
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
www.zeit-am-meer.de
22.05.2009 - 17:22:58
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Ruthilde Schuchmilsky  |
Lieber Herr Dostal,
ich möchte mich ganz herzlich für Ihren Beitrag bedanken. Ihr Tenor - es muß einfach weiter gehen - steckt voll Zuversicht und Optimismus. Dieses Kleinod Heiligendam wird sicherlich nicht untergehen und in 20 Jahren wird man vielleicht über die oben geführte Diskussion schmunzeln. Doch bis dahin ist es noch weit. Nach dem Besuch der heutigen Stadtverterterversammlung weiß ich, daß das "mit sich selbst beschäftigen" einiger Stadtvertreter zu Nichts führt. Selbsverleibte ironische Bemerkungen, stundenlanges Hickhack zur Tagesordnung, ein ZDF, welches seine Mikrofone immer zu den Schreihalsen hin hält, ehemaliger stellvertretender Stadtvorsteherprofessor, dem seine eigene Argumentation auf die Füße fällt, ein suspendierter Lehrer, der die vorangegangenen Beschlüsse auf Rechtsstaatlichkeit überprüfen will, Wahlkampfgetöse ehemaliger und vorhandener CDU-Mitglieder - was soll man eigentlich von Bad Doberan und seinen Stadtvertretern denken?!
Wieder vergeht Zeit und Heiligendamm bröckelt. Anstatt den Investor mit seinem Bauversprechen ins Wort zu nehmen, wird wieder alles vertagt.
Auf den Beschlußvorlagen steht immer der Hinweis auf mögliche finanzielle Auwirkungen für die Stadt. Durch die weitere Verzögerung der Investitionen hin Heiligendamm entgehen den Handwerkern Aufträge, der Stadt Steuereinnahmen und dem Handel zusätzliche Kundschaft.
Doch daran scheinen die Ignoranten nicht zu denken.
25.05.2009 - 23:05:33
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Martin Dostal  |
Liebe Frau Schuchmilsky!
Vielen Dank für die Rückmeldung. Da die Ostsee-Zeitung heute ihre Onlineausgabe verändert, habe ich von der Ablehnung erst durch Sie erfahren. Inzwischen bin ich aber auch informiert.
Nun, ich hätte es nicht erwartet, dass jetzt noch einmal Nein gesagt wird. Ich hätte vermutet, dass man die ECH in Zugzwang setzen würde. Diese Rechnung hatte ich aber ohne den Wahlkampf gemacht. Das "Neue Deutschland" vermutet sogar, dass Jagdfeld Schuld an der CDU-Listenkrise ist und damit Unterfranz los werden und Sähn (ECH-Führungsmitglied) etablieren will.
Jedenfalls ist dieses Ergebnis mit Siucherheit nicht das, was sich Herr Schlag von der Bitte um eine erneute Abstimmung versprochen haben wird. Fiel das Votum beim letzten Mal unentschieden aus (Nicht zu vergessen: Der Beschluss wurde nur gekippt, weil er keine Mehrheit erzielte). gibt es nun ein klares Votum gegen die Pläne.
Aber wir dürfen auch nicht vergessen, wogegen sich die SSV entschieden hat: Es geht nicht darum, dass sie den Wiederaufbau (oder besser: Neubau) der Perle oder die Sanierung der Perlenkette abgelehnt hat. Nach meiner Information liegen alle Genehmigungen vor, sodass die ECH heute schon mit der Sanierung der Perlenkette beginnen könnte - inklusive der Abrissarbeiten und Neubauten. Für den Neubau der Perle müsste sie nur eine Baugenehmigung einholen und die wird man ihr gern geben.
Die SSV hat sich gegen den Bau einer Tiefgarage vor der Perlenkette entschieden, dessen Durchführung ein Abtragen und Neunivellieren des Rasens und der Promenade, sowie eine Neuanlegung beider Areale zur Folge hätte. Weiterhin sollen drei bestandsgeschützte Bäume gefällt werden. Nur dem hat die SSV widersprochen.
Dummerweise hängen da die ganzen anderen Vorhaben mit dran aber es wäre Verhandlungssache, sie davon zu lösen. Ich möchte der ECH nicht unterstellen, kein Interesse am Wiederaufbau der Perlenkette und der Errichtung der Neubauten zur Saisonverlängerung zu haben aber wenn sie stur immer wieder alles auf eine Karte setzt, kommt das tatsächlich so herüber. Der einzige annehmbare Grund, dass die ECH alles verzögern will, ist für mich Geldmangel und damit die fehlende Durchführbarkeit.
Dem gegenüber steht aber das Versprechen, die Perle wieder aufzubauen. Wenngleich dafür das Geld ohnehin reichen dürfte und die Perle als Köder dienen sollte, die Tiefgarage auch zu genehmigen.
Wenn ich sage "WIR" müssen unsere Positionen ändern, schließt das die ECH mit ein. Ich denke, niemand bestreitet, dass die ECH bis vor einiger Zeit großartiges geleistet hat und man ihr zutraut, weiterhin großartiges zu leisten. Aber es geht nun einmal nicht mit der Brechstange und die ECH kommt nun einmal nicht durch die Wand. Niemand macht der ECH das Projekt streitig und die Forderungen nach Stichwegen wurden ja schon bis auf ein Minimum reduziert. Wenn es nötig ist, für den Hotelbetrieb auf einen direkten Weg von A nach B zu verzichten, lassen die Bad Doberaner auch das über sich ergehen. Dass es Opfer geben wird, war schon 1997 klar. In den Medien wird von einigen Meinungen (die ich ebenfalls schätze aber nicht verallgemeinere) auf die ganze Bevölkerung hochgerechnet. Aus zwei Stadtvertretern, die gegen etwas sind, wird dann gleich ganz Bad Doberan.
Die ECH muss begreifen, dass Heiligendamm nicht gegen die Akzeptanz der Bevölkerung etabliert werden kann. Ansonsten ist das Projekt "Heiligendamm" nichts anderes, als die kleine Schwester des Bombodroms, das auch gegen die Bevölkerung etabliert werden soll. Böse Zungen schlagen ja vor, dass die Verlegug des Bombodroms nach Heiligendamm beide Probleme lösen könnte. Sehr böse Zungen.
Aber eben auch der Rest des "WIR" ist gefragt: Haben wir Vertrauen in die Politik und den Investor?
Für mich sind die Stadtvertreter Menschen, wie Sie und ich, die ich aber nicht um ihre Rolle beneide. Viele von ihnen kleben freilich an ihren Stühlen und in dieser Sitzung ging es natürlich nur um den Posten. Mann kann ja jetzt nicht "ja" sagen, wenn man immer "Nein" gesagt und dafür Lob von den Wählern eingesteckt hat. Anders herum genau so. Aber außer Menschen sind diese Stadtvertreter auch Arbeiter, Angestellte, Rentner oder Unternehmer. Sie arbeiten in Berufen, die absolut nichts mit dem zu tun haben, was sie da Monat für Monat entscheiden sollen. Kommt eine Beschlussvorlage aus der Stadtverwaltung und geht es da um Straßenbau, Kultur oder Bildung, kann man ruhigen Gewissens zustimmen, denn da haben genug Leute vorher ihren Job dran gemacht. Geht es aber um Architektur, Ensemblewirkung, Bauausführungen und ökonomische Aspekte, brauchen unsere Stadtvertreter eigentlich Fachleute an ihrer Seite. Das Problem ist nun, dass die eine Hälfte der Fachleute für die ECH arbeitet und die andere Hälfte - tja - dagegen? Hier wären neutrale Fachleute von weit weg die Lösung. Aber die dürften sich dann anhören, ja keine Ahnung zu haben, da sie nicht von hier sind.
Es wurde vom Expertenkolloquim bis zum Werkstattverfahren viel versucht - die ECH wollte beides nicht aber hat sich beidem gestellt. Ich kann der SSV keinen Vorwurf machen, es nicht versucht zu haben. Die jetzige Entscheidung lassen wir dabei mal außen vor - das ist eh nur Wahlkampfgetöse.
Wir müssen mal wieder auf eine neue SSV hoffen. Es ist wieder alles offen - wie so oft in der Geschichte Heiligendamms. Aber ich bin trotzdem zuversichtlich - die wichtigsten Gebäude sind saniert und die Lage ist einmalig. Selbst wenn FUNDUS mal die Puste ausgehen sollte, wird es weiter gehen. Es geht ja wirklich nur noch um ein paar Mehrfamilienhäuser und nicht mehr um große Komplexe. Ich wäre dafür, dass FUNDUS das Gesamtkonzept aufgibt und Einzelinvestoren mit einbezieht. Aber es gibt einen Ruf zu verlieren...
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
www.zeit-am-meer.de
26.05.2009 - 10:37:24
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Bernd Ludewig  |
Hallo Herr Dostal, habe gerade meine "Lesestunde". Eine Frage : Auf welcher Wählerliste haben Sie denn gestanden? Habe Sie nicht gefunden. Dann hätte ich wenigstens einen weiteren vernünftigen Menschen in die Stradtvertretersitzung wählen können. Schließe mich Ihren Argumenten vollkommen an. Schade nur, daß die ECH wahrscheinlich diese Diskussion nicht interessiert. Wäre aber ein Anfang u. auch öffentlich.
Mit freundl. Grüßen
Bernd Ludewig
25.06.2009 - 18:51:24
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Martin Dostal  |
Hallo Herr Ludewig,
danke für das Kompliment. Ich habe auf keiner Liste gestanden. Meine Meinung ist rein privater Natur. Keine Partei, keine Initiative, kein von irgend etwas abhängiger Arbeitgeber...
Aber Ihre Vermutung oder Befürchtung, dass die ECH sich nicht für diese und andere Diskussionen interessiert, kann ich guten Gewissens verwerfen. Die ECH wissen genau, was auch hier geschrieben wurde. Sie scheut auch nicht den Dialog mit ganz einfachen Bürgern - selbst wenn diese Fragen stellen, die sie schon hundertmal beantwortet hat. Natürlich gilt wie überall: Wie man in den Wald hinein ruft...
Für den Aufbau meiner Dokumentation waren sich Herr Schlag und Herr Zimmermann, sowie Herr Plöger nicht zu schade, mich mit Informationen und vor allem plausiblen Erklärungen zu unterstützen.
Leider ist es so, dass viele Leute - gerade Entscheidungsträger - gar nicht sich an die ECH wenden, um Informationen oder Erklärungen zu bekommen, sondern um zu diskutieren oder gar, um sich zu streiten. Die Ostsee-Zeitung z.B. berichtet immer aus den SVV-Sitzungen, zitiert die Stadtvertreter, Touristen und Bürger und spricht sie sogar auf offener Straße an aber kommt nicht auf die Idee, mal bei der ECH anzuklopfen. Was zum Teufel ist bloß passiert, dass die Stimmung so gekippt ist und die einst jubelnde Ostsee-Zeitung heute so einseitig und teilweise sogar schädigend berichtet, dass so viele Menschen sich abgewendet haben und der ECH für Dinge Schuld geben, die gar nicht in ihrem Verantwortungsbereich liegen? Ich habe es noch nicht herausgefunden. Ist es die Enttäuschung, dass es nicht schnell genug geht? Warum blockiert man dann so wichtige Entscheidungen? Ist es Misstrauen? Ist es Angst vor dem eigenen Versagen?
Ich stimme Ihnen jedenfalls zu: Wir brauchen eine öffentliche Frage-Antwort-"Stunde". Leider fürchte ich, dass diese ohne Moderatoren und Sicherheitskräfte nicht auskommt. Und das ist dann wieder ganz prekär.
Mein Vorschlag an die ECH ist daher, die Zeitung "Zukunft Heiligendamm" intensiv als Medium zu nutzen, in dem die Bürger Fragen stellen und die Projektentwickler Antworten geben können. Da viele Fragen, die man der ECH stellen würde aber bei der SVV besser aufgehoben wären, sollte man auch dort über eine solche Dialogmöglichkeit nachdenken.
Wichtig ist auch, dass nicht nur die Bürger dieser Stadt informiert werden, sondern auch die Touristen, die mitunter eine völlig falsche Botschaft in die Welt tragen, weil ihnen einfach wichtige Zusammenhänge nicht klar werden, da ihnen Informationen fehlen.
Ich zitiere sinngemäß Herrn Zimmermann: "Wir haben kein Problem damit, wenn andere anderer Meinung sind, als wir. Was sie sagen, sollte nur der Wahrheit entsprechen."
Kennen wir die Wahrheit oder glauben wir nur, sie zu kennen?
Ist die Wahrheit immer das, was in den Zeitungen steht?
In Zeitungen, die bei der ECH nicht anklopfen?
Darüber sollten wir auch nachdenken...
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
26.06.2009 - 15:38:06
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Hallo Herr Dostal  |
Hallo Herr Dostal,
ich stimme Ihnen in vielen Dingen zu. Auch ich spreche für mich, für keine Partei,Verein ect. Ich brauche auch nicht , Zitat" das Lied singen, dessen Brot ich ess" Zitat Ende.Genauso wie Sie. Aber leider ist dies bei einigen Kommentatoren nicht der Fall. Auch bei einigen gewählten Vertretern. Meiner Meinung nach herrscht einfach keine Ehrlichkeit mehr unter uns, kein Miteinander, sondern immer ein Gegeneinander.Ellenbogen raus, wer auf der Strecke bleibt,-egal- Dies ist aber im System begründet. Wenn hier über die OZ gesprochen wird, so muß ich Ihnen aber auch sagen, die Zeitung der ECH, naja, - ich erkenne keine Selbstkritik o.ä.Im Gegenteil: ---"Heiligendammer-- kündigen Beschädigungen im Kurwald an---Ganz große Schrift u. ein Bild einer beschädigten Platte unter einer Parkpank. Um nicht falsch verstanden zu werden--ich bin gegen jede Art von Straftaten, egal wer gegen wen. Dies war Jahrelang mein Job. Aber gleich ---Heiligendammer ????-- Retourkutsche gegen OZ wegen des Bildes am Sperrzaun ?? Ist es immer die Wahrheit was in dieser Zeitung steht ? Für mich eine Werbungszeitung, aber ok. Wenn Herr Zimmermann keine Probleme mit anderen Meinungen hat ist ja prima, nur bei der Wahrheit bleiben---genau dies ist das Problem Herr Zimmermann. Sagen Sie den Bürgern wie es wirklich um die Sache steht, dann haben Sie auch mehr Zuspruch. Im Moment aber sehe ich die Fronten ECH, Grand Hotel, Bürger u. Politiker eher verhärtet. Siehe 4 Millionen Kredit. Ich sage es ganz ehrlich, was ich in DBR im Cafe, auf dem Wochenmarkt in den "kleinen Geschäften " höre, laßt einem oft die Haare zu Berge stehen. Hier steht aber überwiegend der "Jagdfeld" im Raum". Wer hilft uns als Mittelständler, wie kann " der " sich mit den Werften vergleichen, Frechheit, Schweinerei u. die Politiker machen dies mit, eine Schande" Nur einiges harmloses.
Es fügt sich immer eins ins andere, wie ein roter Faden, seit 2002.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Ludewig
09.07.2009 - 20:03:46
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Martin Dostal  |
Hallo Herr Ludewig!
Dieses Ellenbogen-System ist mir in der Sache auch schon aufgefallen. Das ist beinahe wie eine Seuche. Aber Sie haben Recht: Das liegt im System. Was aber nicht heißt, dass wir das nachmachen müssen ;-)
Was die Zeitung der ECH betrifft, so kann ich natürlich beipflichten, dass es sich um Werbung für das Projekt handelt. Aber das ist sicherlich weniger verwerflich. Ich habe zumindest noch keine Lügen in der Zeitung gefunden. Einige Unregelmäßigkeiten habe ich schon mal gefunden und dann auch gleich angesprochen. Da war z.B. die Info, dass die Promenade öffentlich bleibt und daneben ein älteres Foto, wo es den Hotelpark noch nicht gibt. Gibt ja in der Kombination einen falschen Sachverhalt wieder.
Aber ich habe die ECH einfach mal zum Thema Promenadeneinzug befragt und sie hat mir Pläne vorgelegt, aus denen hervor geht, dass das Grundstück des Grand Hotels eigentlich bis an die Ecke des Hauses "Mecklenburg" und des Grundstücks der "Perle" heran reicht. Nur zum Findling hin ist eine öffentliche Aussparung. Das würde bedeuten, dass die Promenade eine schmale Sackgasse ist und es den Seebrückenplatz eigentlich gar nicht gäbe. So haben Stadt und ECH einfach getauscht: Die ECH hat den Platz vor der Seebrücke hergegeben und dafür den Streifen bis zum Küstenwald bekommen. So ist das Ganze dann gar kein Diebstahl von Promenadenquadratmetern mehr, sondern ein Tausch, zu dem ja immer zwei gehören.
Über die Gartenanlage bin ich auch informiert. Die ECH hat nach 1996 versucht, die Lücken zwischen den erworbenen Grundstücken zu schließen und so ein zusammenhängendes Gelände zu bekommen. Es lässt sich leichter bewirtschaften. Natürlich darf man auch vermuten, dass man damit Ansiedlungen verhindern möchte, die im Gegensatz zu den eigenen Zielen stehen. Die Parzellenbesitzer wurden laut Herrn Schlag entschädigt. Korrigieren Sie das bitte, wenn es falsch ist. Da nun Geld gegen Grund getauscht wurde, hatte die ECH ihren Grund und Boden bereinigen lassen - ohne Rücksicht auf die letzte Ernte oder den Zeitpunkt der Neubewirtschaftung. Nach meinem Verständnis rechtlich nicht zu beanstanden, denn die Parzellen gehörten ja mit der Übertragung nicht mehr den Kleingärtnern, sondern der ECH und da die Kleingärtner dafür Geld bekommen haben, können sie ja nun nicht ankommen und noch ein Jahr die Parzelle nutzen wollen. Wenngleich ich es natürlich nachvollziehen kann: Schade um die Ernte und ein Ausfall, weil der neue Garten ja erst gemacht werden muss und auch ökonomisch trauert man ja dem hinterher, was man gesät hat und nun nicht ernten kann. Aber wie eine gemeine Attacke sieht es für mich dennoch nicht aus ;-)
Zurück zur ECH-Zeitung: Ich habe wie gesagt noch keine Lügen gefunden, sondern bestenfalls Beschönigungen. Aber ich habe auch bemerkt, dass die ECH zu ihrem Projekt steht und auch an den Erfolg glaubt. Das ist wahrscheinlich für den Normalbürger unvorstellbar. Das ist eine reine Glaubensfrage. Die einen glauben an Gott, die anderen an die Demokratie und die ECH an ihr Projekt. Die einen gehen zur Kirche, die anderen wählen und die Leute von der ECH gehen zur Arbeit. Wofür sie Frau und Kinder oft die ganze Arbeitswoche lang hunderte Kilometer in der Ferne wissen und sich mit kleinen Zimmern in Heiligendamm begnügen müssen. Die Leute dort werden bezahlt, für das was sie tun und das Geld ist erfolgsabhängig. Die ECH ist ja nicht die GEZ oder der Bundestag. Also wird man für den Erfolg arbeiten. Und man wird nicht Dinge planen, die man nicht braucht und für die Planungen Millionen ausgeben, nur um jemanden zu ärgern.
Darum sehe ich die Erklärungen der ECH in der eigenen Zeitung auch wirklich als Erklärungen. Bei einigen sage ich mir auch "Najaaa..." oder "Na?" aber ich weiß, dass die Schreiber an das glauben, was sie schreiben. Natürlich müssen sie auch die Werbetrommel rühren - da ja der Mecklenburger schon mental nicht so fortschrittswütig und begeisterungsfähig ist. Da sehe ich übrigens Jagdfelds Problem: Von Schwärmerei hält der Mecklenburger nichts. Er will begründete Fakten. Darum glaubt der Mecklenburger auch einem Herrn Schlag oder Herrn Zimmermann mehr, als einem Herrn Jagdfeld. Die beiden sind nämlich die, die die Fakten schaffen müssen, die Jagdfeld nur im Geiste baut.
Geben wir der Zeitung doch die Chance, das Projekt zu erklären, denn dazu ist sie da. Seien wir dennoch kritisch aber nicht gleich von vornherein ablehnend. Auch in dieser Zeitung muss nicht immer alles wahr sein aber zumindest kommt sie von denen, über die man redet aber mit denen man nicht redet.
Da z.B. die Ostsee-Zeitung es vermeidet, bei der ECH mal anzuklopfen oder auch nur anzurufen, werden wir in der Ostsee-Zeitung natürlich nur Aussagen ÜBER die ECH lesen. Darum ist es auch so wichtig, dass es eine Zeitung gibt, in der Aussagen VON DER ECH nachzulesen sind. Es ist vollkommen logisch, dass dann in der ECH-Zeitung andere Dinge stehen, als in der Ostsee-Zeitung. Wenn die Ostsee-Zeitung den Dialog mit der ECH meidet, kann sie ja nichts wirklich wissen, sondern nur vermuten. Und lesen Sie sich die Berichterstattung der OZ seit 2007 mal genau durch: Zu 40% Fakten, die die OZ meistens aus anderen Quellen, wie der DPA hat, kommen 60% Vermutungen. Zuweilen beobachte ich sogar eine ganz unverhohlene Anti-ECH-Haltung der Ostsee-Zeitung. Es werden fast nur Anti-ECH-Leserbriefe ungekürzt veröffentlicht und aus Erklärungen kürzt man sich alles heraus, womit man der ECH einen Gefallen tun könnte. Habe ich ja gerade selbst erlebt.
Tja und dann das Bild vom Zaun, wofür sogar Landesgesetze gebrochen wurden und die gespielte Überraschung über den weggefallenen Weg. Wohnt der OZ-Chef Jan Emendörfer noch in Heiligendamm? Ich habe mich immer gefragt, was es gewesen sein kann, das die OZ dazu veranlasste, von sachlicher und vor allem penibler Berichterstattung zu dieser Art überzugehen. Ich überlegte: Spielen da persönliche Befindlichkeiten der Redakteure eine Rolle? Aber mir fielen nur zwei der OZ nahe Heiligendammer ein: Herr Grundner, der aber auch für FUNDUS fotografiert und Herr Emendörfer. Ich will ihm damit nichts unterstellen aber im Moment endet hier meine Gedankenkette. Wenngleich da noch einige unklare Gedanken in Richtung SVV gehen und möglicher Freundlichkeiten gegenüber einzelnen Stadtvertretern aber damit könnte ich mich auch nur in Mutmaßungen ergehen lassen.
Noch einmal kurz zu den Kurwald-Straftaten. Ich finde es natürlich auch ungeheuerlich, die Heiligendammer allein dafür verantwortlich zu machen. In meinen Augen sind nicht nur die Heiligendammer dafür verantwortlich, sondern auch die Bad Doberaner und einige Anrainer. Wenn eine gewisse Person aus Börgerende über sich selbst schreibt, dass er solche Straftaten begehen würde (und wird), dann muss man natürlich auch zumindest diesen einen Börgerender mit verdächtigen. Faklt dürfte aber sein, dass kein Tourist auf die glorreiche Idee kommen wird, wenn ein Wegweiser ihn nach rechts verweist, geradeaus zu laufen und neuerdings dafür zwei Zäune zu umgehen. Nur ein Ortskundiger kann wissen, dass es hier mal geradeaus zur Perlenkette ging. Und nur ein Ortskundiger wird daher Beete zertrampeln und sich zwischen die Absperrungen begeben. Ich halte es auch für unwahrscheinlich, dass Touristen Pflanzen ausgraben und stehlen oder versetzen oder beschädigen und dass Touriisten in Gruppen zu mehreren Personen (denn anders war das nicht möglich) eine Bank samt Fundament aus dem Boden reißen und dann nicht etwa stehlen, sondern versetzen. Hat man so etwas schon einmal von anderen Orten gehört, dass Touristen so etwas tun? Die halten sich vielleicht nichts ans Radfahrverbot oder ans Parkverbot oder benehmen sich daneben oder ganz schlimme Klientel beklauen oder betrügen andere - aber so etwas? Ist mir nicht bekannt. Hier passt es dann, dass diese Aktionen (Wir gehen da durch, egal was da steht) angekündigt wurden.
Der ECH könnte die Sache ja herzlich egal sein, denn die Stadt muss die Bank bezahlen und die Pflanzen und Reparaturen zum größten Teil auch. Die ECH kann sich nur daran stören, dass beim Verlassen der Wege ihr Privatgrundstück betreten wird - denn das ist ja die Besonderheit in Heiligendamm: Wege und Plätze gehören der Stadt und der ganze Rest der ECH. Und sie wird sich daran stören, dass der hohe der beiden Zäune an der Professor-Vogel-Straße einfach umgangen wird. Die einzige Lösung gegen dieses Problem ist doch wieder ein Zaun - nämlich vom bestehenden Eisenzaun bis direkt an die Kolonnaden heran. Wollten die Vandalen also erreichen, dass der kurze Zaun weg kommt, werden sie damit verursachen, dass ein längerer Zaun kommt. Der ECH gehört die Perlenkette - würde ein Zaun nicht bei der angestrebten Sanierung und der Neubebauung stören und sowieso wieder versetzt werden müssen - könnte die ECH völlig legal heute einen Zaun um die Perlenkette ziehen. Vom Findling über die Promenade zum Bischofsstab, rüber zum ehemaligen Residenz-Hotel, vorbei an den Kolonnaden und wieder zum Findling - bestehende Zäune inbegriffen. Und kein Mensch käme dann mehr hinter die Perlenkette. Wie man sieht, liefern die Vandalen nur Argumente für immer neue Zäune und wie man auch sieht, befindet sich die ECH nicht auf Konfrontationskurs - denn dann würde es viel mehr Zäune geben, als es jetzt der Fall ist. Hier spreche ich ebenfalls als Privatperson, denn ICH würde wenn die Leute meinen, dass sie über mein Grundstück rennen müssen, nur weil es nicht eingezäunt ist, auch einen Zaun ziehen.
Und tatsächlich wohne ich - zur Miete - auf einem Grundstück, das als einziges eine Verbindung von einem Stadtteil zum anderen hat. Es sind nicht die Massen wie in Heiligendamm aber es ist nicht weniger dreist: Wer zu faul ist, über den Fußweg von einem Stadtteil zum anderen zu gelangen, der ist sich nicht zu schade, das Gartentor zu öffnen, dreist über das Grundstück zu laufen und dann hinten auch das Tor zu öffnen und dort das Grundstück wieder zu verlassen. Wohl gemerkt: Dieses Grundstück IST eingezäunt. Das ist aber kein Hindernis. Und nun raten Sie mal, wer NICHT das Grundstück als Abkürzung nimmt. Die Touristen - Urlauber, Tagesgäste, Spaziergänger... sie gehen außen herum. Es sind im Gegenteil sogar immer dieselben Personen, die so dreist sind. Wir haben Kameras installiert und damit das Problem wohl gelöst. Diese Anekdote soll zeigen, warum ich mit jedem mitfühle, der sich gegen ungebetene Gäste auf seinem Grundstück wehrt. Dennoch sind hässliche Bauzäune keine Lösung und ich erwarte - spästentens, wenn dann alles fertig ist - eine sensiblere Lösung.
Nun, zum letzten Absatz: Ich kann den Leuten nicht verdenken, dass sie in der Bürgschaft für Heiligendamm eine Schweinerei sehen und dass sie Heiligendamm nicht mit der Werft verglichen sehen wollen. In der Ostsee-Zeitung wird suggeriert, dass 4 Mio. Euro nach Heiligendamm gepumpt werden - Cash - Bargeld. Auf meine und anderer Leute Hinweis, dass eine Bürgschaft keine Bargeld ist und auf meine Bitte an die OZ, doch den Lesern zu erklären, was eine Bürgschaft eigentlich ist, wird nicht reagiert. Ich habe die ECH gefragt, wofür sie den Kredit benötigt, für den das Land bürgen soll. Die ECH hat mir PROMPT geantwortet und mit erklärt, wofür der Kredit benötigt wird und sogar, dass die Bürgen sich so abgesichert haben, dass dem Steuerzahler im Falle des Falles keine Kosten entstehen. (Folgen Sie dem Link neben meinem Namen und auf der Seite fast ganz unten). Außer auf meiner Internetseite ist nirgendwo nachzulesen, warum das Land um eine Bürgschaft gebeten wurde und wofür. Weil kein anderes Medium das erfragt hat. Statt dessen wird das Bild aufrecht erhalten, dass das Land Geld nach Heiligendamm pumpt.
Das Land HAT Geld nach Heiligendamm gepumpt - und zwar Millionen. Mit diesen Millionen wurden Straßen und Plätze saniert, die Promenade wurde saniert und die Häuser "Grand Hotel", "Mecklenburg", "Orangerie", und "Burg Hohenzollern" aufwändig restauriert. Es sind Millionen an Fördermitteln geflossen und da kann zumindest ich es verstehen, dass Schwerin Heiligendamm nicht fallen lassen will.
Ein Scheitern des Grand Hotels wäre ein immenser Schaden und ein unglaublicher Imageverlust. Das Image leidet jetzt schon auf Grund der Art, wie Stadt und Investor "zusammen"arbeiten aber ein Rückzug FUNDUS' wäre ein unvorstellbarer Schaden für das Image unseres Landes und besonders unserer Region. Mal abgesehen von Arbeitsplätzen und Millionenforderungen. Es sind 250.000.000 Euro von FUNDUS in Heiligendamm investiert worden - Fördermittel inbegriffen oder nicht - ein Vertragsbruch seitens der Stadt, der zum Scheitern führen würde, hätte Schadenersatzforderungen zur Folge, deren Zahlen die aller städtischen Debakel zusammen in den Schatten stellen würden. Die Kammerhof-Misere wäre dagegen ein Klacks. Die Folgen wären für uns alle höhere Steuern, Abgaben und Gebühren, damit die Stadt in den nächsten 500 Jahren wieder ins Plus kommt. Grund genug, den Vertrag zwischen Stadt und ECH nicht weiter zu attackieren. Was nicht bedeutet, dass sich die Stadt der ECH verschreiben soll. Sie soll nur den Vertrag einhalten und keine Beschlüsse fassen, die Stillstand verursachen - und miteinander reden, wenn etwas unklar ist. Jede Verzögerung kommt letztlich auf uns alle zurück.
Auch das ist der rote Faden...
Freundliche Grüße
Martin Dostal
12.07.2009 - 11:54:13
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Horst Gühler  |
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Stillstand in Heiligendamm wird nach der Sommerpause beendet, aber es gibt laut Presse eine Schattenbildung.
SVV am 21.09.09, die erste Sitzung nach der Sommerpause.
Jetzt geht’s los- sollte man meinen- es zeichnet sich leider nur der alte Trott ab.
Die Beschlussvorlagen wurden verteilt, damit die Vorbereitung in den Fraktionen und Ausschüssen erfolgen kann.
Die FDP, bzw. Herr Klink, reichen eine Beschlussvorlage zu Heiligendamm ein, mit folgendem Inhalt:
Bezeichnung des TOP: Hinterlegung einer Sicherheit für die Promenade durch die ECH bei der Stadt.
Beschlussvorschlag: Die ECH hat bei der Stadt eine Sicherheit zu hinterlegen, welche die Wiederherstellung der kompletten Promenade vor einem eventuellen Baubeginn der Tiefgarage im B-Plan 25 bei einer Insolenz der ECH absichert.
Sach- u. Rechtslage: Der FDP Ortsverband und die von ihm beauftragte Fraktion werden den B-Plan 25 in Heiligendamm nur unterstützen, wenn eine kurze und öffentliche Zuwegung von den öffentlichen Haltestellen (Molli, Bus) zur Seebrücke geschaffen wird (siehe verteilte Skizze dazu). Sukzessive muss bei Insolvenz der ECH das finanzielle Risiko für die Stadt und die Wiederherstellung der mit öffentlichen Mitteln gebauten Promenade (siehe die seit 10.12.2008 vom Bürgermeister nicht verteilte Stellungnahme der unteren Kommunalaufsicht zu den Risiken für die Stadt bei Insolvenz der ECH) abgesichert sein.
Da der Wahlkampf vorbei ist, Wählerstimmen nicht bereits für 2014 auf Vorrat gesichert werden können, muss es sich um eine reine Totschlagaktion gegen ECH handeln, oder die Verwaltung, mit dem Bürgermeister an der Spitze, sollen als unfähige Personen abgestempelt werden.
1. Die SVV kann nicht beschließen, dass die ECH eine Sicherheit zu
hinterlegen hat.
2. Beschlusstext und Sach- und Rechtslage passen nicht zusammen. Es
werden zwei Themenkomplexe im Kampfgetümmel vermischt.
3. Erst muss die B- Planänderung beschlossen werden, als
Voraussetzung für die Baumaßnahmen. Vor Durchführung der
Baumaßnahme wird dann ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen,
der die Sicherung der Wiederherstellung der Promenade zum
Gegenstand hat.
4. Grundsätzlich muss die Stadt bei allen Baumaßnahmen, die ihr
Eigentum berühren, Sicherheiten verlangen, im Rahmen der
Zustimmung zum jeweiligen Bauvorhaben. Dazu brauchen die
Verwaltungsangestellten nicht die Anordnung der FDP oder Herrn
Klink. Sollte der FDP oder Herrn Klink bekannt sein, dass die
Verwaltung fehlerhaft gearbeitet hat, der Gemeinde dadurch
finanziell geschädigt wurde, dann wäre die Einbringung einer
entsprechenden Beschlussvorlage berechtigt, muss aber rechtlich
einen anderen Inhalt haben.
5. Mindestens Herr Klink müsste aus seiner Beschlussvorlage zur
Hochwasserschutzanlage in Heiligendamm gelernt haben, die er nach
langer Diskussion zurückgezogen hat. Die Stadtvertreter sollten den
Leiter des STAUN in Rostock vorschreiben, was er zu tun und zu
lassen hat, was auch nicht möglich war.
6. Es wird wohl langsam Zeit, sich bei der ECH, beim Bürgermeister und
der SVV zu entschuldigen.
7. Schutz der Gemeinde vor einer möglichen Insolvenz des Investors,
siehe nicht verteiltes Schreiben der Rechtsaufsichtsbehörde an die
SVV vom 10.12.08. Ohne den Inhalt zu kennen, gehen wir von
folgendem aus: Alle Investitionen stellen grundsätzlich ein Risiko für
den Auftraggeber und Auftragnehmer dar. Gleiches gilt für die Stadt,
gleichgültig ob sie Auftraggeber ist oder nur ihre Anlagen (Eigentum)
durch Baumaßnahmen betroffen sind. Städtebauliche Verträge sollen
das Risiko gegen Null führen, was nicht immer gelingt. Ein Risiko zu
Null gibt es nur bildlich, wenn man im Bett bleibt und das Haus z.B.
nicht abbrennt. Wir gehen davon aus, dass der Bürgermeister
und die Rechtsaufsichtsbehörde (die Rechtsaufsichtsbehörde muss
nicht alle städtebaulichen Verträge der Gemeinde zu ihrem Schutz
prüfen, dazu gibt es Vorschriften) so arbeiten, dass es kein zweites
Kammerhof- Problem gibt, auch wenn Kammerhof und Heiligendamm
nicht vergleichbar sind, unabhängig vom Vorhaben Heiligendamm.
Die Rechtsaufsichtsbehörde hätte sich sonst schon bei der Gemeinde
gemeldet.
8. Nun könnte man uns den Vorwurf machen, wir unterstützen Herrn
Klink nicht. Herr Klink ist mehrfach angeboten worden sich in der
Verwaltung oder anderen Fraktionen Rat zu holen. Warum Herr Klink
dies nicht tut liegt auf der Hand, es geht ihm offensichtlich um das
ungestörte bekämpfen des Investors, trotz Lippenbekenntnisse nicht
um das erste deutsche Seebad Doberan/ Heiligendamm, nicht um
den Schutz und die Entwicklung der Gemeinde Bad Doberan.
Wir bitten die FDP, Herrn Klink und die Leserinnen und Leser um Verständnis für die spitze Zunge, aber es nervt ganz einfach. Rechtlich fundierte Sacharbeit ist gefragt, die sieht anders aus.
Zum Zaun im Kurpark mag ich mich schon nicht mehr äußern, sehen Sie sich die Situation nach dem Rückbau selbst an.
Das Problem ist nicht der Rückbau von Zaun und Hecke, sondern der Grund dafür, warum sie errichtet worden sind. Die Demokratie lebt von der Auseinandersetzung, nicht vom Behindern und Zerstören.
Es ist erfreulich, dass sich eine Interessengemeinschaft für ein gastfreundliches Heiligendamm gegründet wurde. Wir setzen voraus, dass alle Gäste des ersten deutschen Seebades Doberan/ Heiligendamm einbezogen werden sollen.
Mit freundlichen Grüßen
Horst Gühler
für die CDG
30.08.2009 - 17:35:34
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Horst Gühler  |
Sehr geehrte Damen und Herren,
noch einmal das Thema „dunkle Wolken über dem Rathaus“.
In meinem gestrigen Beitrag hatte ich mitgeteilt, dass ich das Schreiben vom 10.12.07 der Rechtsaufsichtsbehörde nicht kenne. Was ich nicht schreiben konnte war, dass mir das Schreiben bekannt vorkam. Heute, am 31.08.09, hatte ich den 2. stellv. Bürgermeister gebeten das Schreiben zu suchen. Auch ihm habe ich mitgeteilt, dass mir das Schreiben bekannt vorkommt.
Da es mir keine Ruhe gelassen hat, habe ich noch einmal meine Unterlagen von Anfang 2008 kontrolliert und bin fündig geworden.
Der Bürgerbund hat sich mit Schreiben vom 02.10.08 an Frau Bitter als Stadtvertretervorsteherin gewandt und sie gebeten, das Schreiben des Bürgerbundes an sie den Stadtvertretern zu übergeben, in Vorbereitung der Stadtvertreterversammlung am 06.10.2008, Anlage des Schreibens war die Kopie der Antwort der Kommunalaufsicht vom 10.12.07. Somit waren offensichtlich am 06.10.09 alle Stadtvertreter im Besitz der Schreiben vom Bürgerbund und der Rechtsaufsichtsbehörde.
Ohne im Detail den gesamten Inhalt hier wiederzugeben nur soviel zu Ihrer Information:
1. Der Bürgerbund wendet sich an die Stadtvertretervorsteherin mit der Aufforderung, die Erschließungsverträge (städtebauliche Verträge) zwischen Stadt und ECH prüfen zu lassen. In Bezug auf das Schreiben der Rechtsaufsichtsbehörde sieht der BB eine erhöhte Gefahr, weil die Erschließungsverträge nicht absolut rechtssicher sind.
2. Die Rechtsaufsichtsbehörde nimmt Bezug auf die Anfrage des Bürgermeisters vom 03.05.07. Sie stellt fest, dass die Stadt im Falle einer Insolvenz, hier der ECH, mit der Fertigstellung belastet werden könnte. Die Stadt muss sich durch gute Verträge schützen, einen absoluten Schutz gibt es nicht, wie Fälle im Landkreis bestätigen. Sie hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie sich nur auf Erschließungsverträge in der Antwort bezieht.
Somit brauche ich meinen gestrigen Beitrag inhaltlich nicht zu revidieren. Am Mittwoch ist der Bürgermeister wieder im Dienst. Ich werde ihn fragen, warum er das Schreiben nicht verteilt hat. Die Antwort glaube ich zu kennen. Das Schreiben bezieht sich zwar (wegen der Fragestellung) auf Heiligendamm, ist aber vom Grundsatz auf alle Baumaßnahmen der Stadt übertragbar. Das Schreiben des BB bezieht sich auch auf Heiligendamm, kann auch auf alle Baumaßnahmen übertragen werden.
Jetzt sind wir wieder bei der erforderlichen Sacharbeit.
Es ist bezeichnend und auffällig, dass einige Stadtvertreter nur Schäden von der Stadt fernhalten wollen, wenn es sich um Heiligendamm handelt. Bei allen anderen Vorhaben hört und sieht man nichts von den Rittern hoch zu Ross.
Nach dem Gespräch mit dem Bürgermeister werde ich für mich entscheiden, ob ich selbst eine zweckmäßige Beschlussvorlage einbringen werde, die aber den Umgang mit städtebaulichen Verträgen bezüglich aller laufenden und zukünftigen Baumaßnahmen festlegen wird.
Ich werde Sie informieren.
Ein wenig Regen hätten wir doch im Kleingarten gebrauchen können.
Mit freundlichen Grüßen
Horst Gühler
Für die CDG
31.08.2009 - 15:26:15
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Horst Gühler  |
Liebe Leserinnen und Leser, sehr geehrte Damen und Herren der IHG,
am 01.09.09 hat sich die Interessengemeinschaft Heiligendammer Gastgeber (IHG) in einem offenen Brief über die OZ (siehe Leserpost) an die Stadtvertreter und Sie gewandt, mit dem Ziel, einen erkennbaren und gastgebenden Ortscharakter in Heiligendamm für die Gäste zu schaffen.
Als Schwerpunkte werden u.a. angesehen:
1. Instandsetzung von Fassaden
2. kurze, direkte Wege vom Molli und Busbahnhof zur Seebrücke
3. ein auch für die Gäste erkennbarer Ortskern
4. ein Kinderspielplatz
5. eine zentrale auskunftsgebende Touristinformation (Beschilderungssystem)
6. barrierefreie Wegeführung
Auf diesem Weg meine Antwort.
Was kann ich, als Stadtvertreter, tun.
Als Stadtvertreter habe ich grundsätzlich die Pflicht alle Grundstückseigentümer und Einwohnerinnen und Einwohner gleich zu behandeln, im Sinne einer guten städtebaulichen und wirtschaftlichen Entwicklung der gesamten Gemeinde. Wenn ich diesem Grundsatz nicht folgen kann oder will, müsste ich mein Mandat zurückgeben. Ihre Anliegen sind verständlich und ich fühle mich verpflichtet, sie bei meiner Tätigkeit zu berücksichtigen.
Ich werde mich bei den Vorsitzenden des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt und Wirtschaft und Tourismus dafür einsetzen, dass beide Ausschüsse mit den Grundstückseigentümern eine Ortsbegehung durchführen, mit dem Ziel festzustellen, welche Fassaden einer Instandsetzung bedürfen. Es muss dann eingeschätzt werden, mit welchen Grundstückseigentümern darüber gesprochen werden soll. Der Presse konnten Sie entnehmen, dass wir (SVV) bereits mit dem Grundstückseigentümer FUNDUS/ECH seit längerem im Gespräch sind, die baurechtlichen Voraussetzungen für die Sanierung der Villen durch uns zu schaffen. Ihrem Brief kann ich entnehmen, dass Sie den Bau von Stellplätzen als notwendig erachten, über einen anderen Standort sollte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt mit Ihnen, den Fachbehörden und ECH noch einmal sprechen. Mit dieser Erkenntnis kommen wir in der SVV sicherlich ein gutes Stück weiter, die Voraussetzungen für die Finanzierung der Sanierung der Villen und damit auch der Instandsetzung der Fassaden zu schaffen.
Die kurzen, direkten Wege vom Molli und Bushaltestelle zur Seebrücke bleibt uns als heißes Thema erhalten. Die historische Hotelanlage mit den, die Saison verlängernden geplanten umfangreichen Baumaßnahmen, bleibt das Kernstück des Ortsteiles Heiligendamm. Wenn das erste deutsche Seebad wieder auf hohem Niveau aktiviert werden soll, dann darf diese Anlage unter heutigen Bedingungen nicht durchbrochen werden, leider. Vergleichbare Anlagen in Deutschland belegen das. Ich halte es für sinnvoller, gute Angebote im Strandbereich zu schaffen, damit alle Strandnutzer angemessen bedient sind. Da brauche ich aber Ihre Unterstützung, bisher habe ich das Thema erfolglos angeschnitten.
Damit bin ich auch schon beim erkennbaren Ortskern, es ist das erste deutsche Seebad Doberan/Heiligendamm, dem alles unterzuordnen ist. Den Ortskern kann ich nicht verlagern. Hätten wir den Ortskern nicht mit dem Inhalt, würde auch das Interesse aller an Heiligendamm versiegen. Hier müssen Ihre Interessen und die Interessen der Gemeinde an einer wirtschaftlichen Entwicklung Heiligendamms gegeneinander abgewogen werden.
Für einen Spielplatz in Heiligendamm setze ich mich gerne ein, mache ich zum Gegenstand meiner Haushaltsdiskussion 2010, zu der Herr Lex sicherlich bald einladen wird.
Eine barrierefreie Wegeführung ist für mich im öffentlichen Raum selbstverständlich.
Bereits Herr Dostal hat sich bei mir über die Situation auf den kombinierten Wegen beklagt. Nach Rücksprache mit dem Straßenverkehrsamt muss ich feststellen, dass die Vorschriften eingehalten sind bezüglich der Wegbreiten, aber praktisch zu eng. Auch hier werde ich dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt empfehlen, mit dem Straßenverkehrsamt und dem Straßenbauamt Güstrow über die Verlagerung des Radverkehrs auf die Straße zu sprechen, denn der KfZ- Hauptverkehr läuft über die Erschließungsstraße. Radfahrer behindern in Heiligendamm nicht den Verkehr und sind auch nicht gefährdet. Im Rahmen des Kolloquiums wurde bereits darüber diskutiert die Radfahrer von der Promenade herunterzunehmen. Dafür soll ein großer überdachter Fahrradstand im Bereich des geplanten Zentrum- Ost aufgestellt werden. Diese Diskussion muss wieder, im Rahmen der Erarbeitung der Planungen für die Infrastruktur, aufgenommen werden.
Die Baumaßnahme Tiefgarage stellt natürlich eine deutliche Behinderung in Heiligendamm dar, falls kein anderer Standort gefunden wird. Die geplanten großen Neubauten in den B-Plänen 25 u. 26 werden die Situation nicht verbessern. Nach Fertigstellung werden sich alle freuen, auch wenn wir die Situation gemeinsam erst erdulden müssen.
In der OZ habe ich keinen Aufhänger für meine Antwort gefunden.
Mit freundlichen Grüßen
Horst Gühler
Stadtvertreter CDG
01.09.2009 - 15:48:51
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Horst Gühler  |
Liebe Leserinnen und Leser,
in meinem Kommentar vom 31.08.09 hatte ich Ihnen eine Information zugesagt.
Heute hatte ich mit unserem Bürgermeister über die Frage sprechen können, warum er das Schreiben der Kommunalaufsicht nicht verteilt hat. Diese Frage will Herr Polzin am 21.09.09, in der Stadtvertreterversammlung erläutern. Dem möchte ich nicht vorgreifen.
Nur soviel, Herr Polzin hat in diesen Tagen die Kommunalaufsicht um eine Präzisierung ihres Schreibens vom 10.12.07 gebeten, das dann der svv übergeben werden soll.
Eine eigene Beschlussvorlage zum Thema prüfen der städtebaulichen Verträge werde ich zurzeit nicht schreiben. Auf der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt wurde angekündigt, dass Herr Klink seine, für mich in zweierlei Hinsicht strittige Beschlussvorlage, zurückziehen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Horst Gühler
Stadtvertreter CDG
02.09.2009 - 22:00:26
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Horst Gühler  |
Liebe Leserinnen und Leser,
es fällt wohl einigen Personen und Medien schwer zu informieren und nicht davon überzeugen zu wollen, dass allein ihre Meinung maßgeblich ist. Das Beeinflussen von Menschen sollte nur der Werbeindustrie „gestattet“ sein.
Nach der letzten Stadtvertreterversammlung und der Kenntnis von einem Brief des Bürgerbundes an den Landwirtschaftsminister M-V, habe ich das Bedürfnis zu informieren.
Bilden sie sich bitte Ihre eigene Meinung, ich biete nur Fakten.
Offene Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Stadt.
Ich habe mich offiziell an die ECH gewandt, mit der Bitte, mich zu informiren. Die Antwort habe ich mit Schreiben vom 15.09.09 erhalten.
1. Grundsteuern, werden vierteljährlich abgebucht, zum 15.08.09 auf dem laufenden.
2. Landwirtschaftliche Pachten Gut Vorder Bollhagen. Drei Vertragsänderungen zur Höhe der Pachten durch die Stadt. Verträge wurden bis 10.09.09 mit der Stadt neu ausgehandelt und werden danach laufend abgebucht.
3. Erbbaurechtszinsen, kein Zahlungsverzug
4. Folgekosten aus dem Finanzierungsvertrag zur Erschließungsstraße heiligendamm- Süd. Rechnung der Stadt vom 22.05.09 über 234.760,00 Euro wird nicht bezahlt. Es stellt sich heraus, dass der Förderbescheid geändert wurde und die Laufzeit für die Bindefrist der Förderung nicht 15 Jahre beträgt (was die Grundlage für die Ermittlung der genannten Summe ist) sondern auf 25 Jahre geändert wurde (Anpassung an die Europäischen Förderbestimmungen) und damit eine höhere Summe zu zahlen ist. Der Vertrag musste überarbeitet werden, die neu ermittelte und vereinbarte Summe beträgt jetzt 458.430,00 Euro. Nach Unterschriftsleistung der Vertragspartner erfolgt nach Herrn Schlags Auskunft die Zahlung, was in diesen Tagen passiert. Ob sich nun die ECH über den Zahlungsaufschub, bedingt durch die erforderlich gewordene Vertrags-änderung, gefreut hat, nehmen Sie bitte selbst an.
Natürlich habe ich mir von Herrn Polzin in einem Gespräch am 17.09.09 bestätigen lassen, dass die Antwort (aus Sicht der Stadt) stimmt.
Wir sollten aber auch zur Kenntnis nehmen, dass die ECH den Eigenanteil der Stadt an der Erschließungsstraße in Höhe von 1,4 Mio Euro übernommen hat, ohne diese Übernahme hätte die Straße nicht gebaut werden können, die Heiligendammer, Hotelgäste und insbesondere die Kurpatienten der Klinik müsste noch immer im Lärm leben. Die Ackerlandflächen für den Straßenbau, Verkehrswert 120.000 Euro, wurden der Stadt kostenlos überlassen. Die Eigenanteile der Stadt bei der Renaturierung des Bollhäger Fließ in Vorder Bollhagen wurde in Höhe von 100.000 Euro von der ECH übernommen. Die ECH hat den Eigenanteil der Gemeinde am ländlichen Wegebau in Vorder Bollhagen in Höhe von 41.434 Euro über-nommen.
Wenn man in der Öffentlichkeit hemmungslos über einen Investor „spricht“, dann gehören nach meiner Auffassung auch diese Informationen ganz einfach dazu.
Anmerkung: Nach der in der Öffentlichkeit geführten Diskussion hat mir die ECH erlaubt die Angaben aus ihrer Antwort so zu verwenden.
Kurwald, auch dazu nur Fakten zur Beurteilung der Pressemitteilungen
1. Der gültige und damit auch aktuelle Grundlagevertrag zwischen Stadt und Investor sagt aus, dass der Investor einen Kurwald für die Stadt anlegt und dafür ein Hotelpark westlich der Kurklinik angelegt werden kann, vorbehaltlich der notwendigen und genehmigten Bauleitplanungen.
2. Die diese Maßnahmen betreffenden B-Pläne wurden erarbeitet, genehmigt und als Satzung beschlossen.
3. Auf dieser Grundlage legte der Investor den Kurwald an der vereinbarten Stelle an und übergab ihn kostenfrei der Stadt. Alle Arbeiten bzw. Eingriffe in den Bestand wurden mit der Naturschützbehörde und dem Forstamt abgestimmt und genehmigt.
4. Der Investor bereitet das Anlegen des Hotelparks vor. Erwirbt die Flächen zur Waldaufforstung als Ausgleichsmaßnahme) an den mit dem Forstamt abstimmten Stellen (Brodhagen und Vorder Bollhagen) und bereitet sie für die Aufforstung im November 2009 vor. Nach der Aufforstung sollen die aufgeforsteten neuen Wald-flächen dem Forstamt kostenfrei übergeben werden. Nach der Übergabe ist der Investor berechtigt den Hotelpark anzulegen, in Abstimmung der Maßnahmen mit der Naturschutzbehörde und dem Forstamt.
5. Während der Hauptausschusssitzung am 09.09.09 bittet Herr Meyer eine Beschlussvorlage des Bürgerbundes zu behandeln, d.h., auf die Tagesordnung zu setzen. Herr Polzin bestätigt den Eingang der Beschlussvorlage und weist darauf hin, dass sie heute nicht behandelt werden darf, weil sie für den Hauptausschuss zu spät eingereicht wurde. Auf der Stadtvertreterversammlung am 21.09.09 wird sie auf der Tagesordnung stehen. Die Beschlussvorlage 102/09 lautet: Willensbekundung zur angestrebten Umwandlung eines Teilbereiches des Küstenwaldes „Kleiner Wohld“ in Heiligendamm in einen privaten Hotelpark. Inhalt der BV: Es liegt nicht mehr im Gemeinwohlinteresse der Stadt Bad Doberan einen Hotelpark zu schaffen, die genehmigende Forstbehörde und die oberste Forstbehörde ist über die Willensbekundung des obersten Willensbildungsorgans der Gemeinde zu informieren und nachdrücklich zur Geltung zu bringen.
6. Auf der Stadtvertreterversammlung am 21.09.09 reichte Herr Meyer für den Bürgerbund einen Ergänzungsantrag ein, um aus der Willensbekundung einen klaren Auftrag an den Bürgermeister zu erwirken. Inhalt: Der Bürgermeister wird beauftragt, die Änderung des B-Plans 30 vorzubereiten, um die Festsetzung Hotelpark rückgängig zu machen. Die Stadtvertreterversammlung verweist die BV in die Ausschüsse. Hinweis: Die rechtlichen Schritte sind: Änderung des Grundlagenvertrages, Änderung des B-Planes 30, Übernahme der Kosten für die verlorenen Aufwendungen – wenn der Investor dies fordert.
7. Vermutlich wird die Änderung des B-Planes 30 erst rechtskräftig vollzogen sein können, wenn die Aufforstung und Übergabe der neuen Waldflächen abgeschlossen worden sind. Da ca. 80 bis 90 % der Aufwendungen für die Waldumwandlung bereits geleistet wurden, kommt es auf die Kosten der Aufforstung nicht mehr an. Man könnte jetzt in Ruhe die Arbeit in den Ausschüssen und das Ergebnis der Behandlung in der SVV abwarten. Weit gefehlt.
8. Der Bürgerbund schreibt an das Landwirtschaftsministerium und sammelt unter den Stadtvertretern Unterschriften. Ohne den Inhalt zu kennen darf ich der Logik folgen annehmen, dass der Prozess der Waldumwandlung durch das Landwirtschaftsministerium gestoppt werden soll.
Damit lasse ich Sie jetzt ebenfalls allein.
Schluderei mit Protokollen, Herr Klinks heftige Kritik auf der SVV am 21.09.09, veröffentlicht in der OZ am 23.09.09.
Die Stadtvertreter der vergangenen Wahlperioden hatten sich auf folgenden Umgang geeinigt, über den Herr Klink eigentlich informiert sein muss.
Vorab: Ich habe in den letzten 10 Jahren alle Protokolle erhalten, die ich auch haben wollte.
1. Jede Fraktion ist in fast allen Ausschüssen vertreten, Einzelvertreter natürlich nicht. Damit hat jede Fraktion auch fast alle Protokolle bei ihren Mitgliedern zum Austausch.
2. Während meiner langjährigen Tätigkeit als Fraktionsvorsitzender habe ich dafür gesorgt, dass auf jeder Fraktionssitzung die Mitglieder der Ausschüsse berichtet haben und dies protokolliert. Sollte sich dabei herausstellen, dass Informationen fehlen, haben wir die betreffenden Protokolle nachgefordert, was sehr selten notwendig war.
3. Wenn 25 Stadtvertreter alle Protokolle der Ausschüsse erhalten, ist dies von der Kontrolle und dem Arbeitsaufwand in der Verwaltung der einfachste Weg, der aber einen unvertretbaren Materialaufwand an Papier und Kopierkosten erzeugt. Hinzu kommt, dass der Stadtvertreter in den Protokollen nur zu wenigen Punkte etwas nachlesen muss, d.h., von 8 Seiten wird tatsächlich im Schnitt nur eine benötigt.
4. Deshalb kann ich nur abraten, diesen umweltfreundlichen Weg zu verlassen. Wenn Herr Klink alle Protokolle generell bekommen will, wird er sie auch bekommen, gleichgültig über welchen Weg.
5. Bei der differenzierten Verteilung können natürlich in der Verwaltung Fehler passieren, die aber nicht als Schluderei bezeichnet werden sollten. Auf keinen Fall wurden bisher Informationen bewusst einzelnen Stadtvertretern vorenthalten, übrigens auch keine Beschlüsse aus vergangenen Zeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Horst Gühler
Stadtvertreter CDG
27.09.2009 - 15:03:12
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Martin Dostal  |
Hallo Herr Gühler!
Schön, dass Sie dran geblieben sind. Ich werde den Text morgen übernehmen. Ich habe ihn nur überflogen und werde auch darauf eingehen. Den Mitlesern schlage ich vor, einmal die letzten Zeitungsartikel der Ostsee-Zeitung hervor zu kramen und mal nachzuschauen, wer sie verfasst hat. Sie werden erkennen, dass die augenscheinlich so vielfältigen Berichte fast nur aus einer Feder stammen. Mehr dazu demnächst. Vielleicht bleibt es ja mal einige Tage ruhig. Unsere Stadt hat schließlich noch andere Kinder, die versorgt werden möchten.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
28.09.2009 - 20:20:29
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Frank-Andreas Jütte |
Lieber Herr Dostal,
es liegt nicht an der Person die schreibt. Das Theater mit der OZ und beispielsweise Heiligendamm geht schon deutlich länger und hat ja auch schon einige Redakteure „überlebt“.
Zudem hörte ich aus anderen Städten in MV von ähnlichen Problemen mit der gleichen Zeitung.
Das Problem ist offenbar die marktbeherrschende Stellung der Tageszeitungen - gerade im Osten. Die großen Verlage haben schlicht und ergreifend nach der Wende Ihre „Reviere“ im Osten abgesteckt um sich nicht gegenseitig wehzutun.
Das Ergebnis sind die Auswüchse, die wir besonders schlimm in unserer Region erleben.
Lieber Herr Gühler,
ich lese Ihre Zeilen immer sehr gern, bin aber dafür, dass hier nicht auch noch in Rätseln und um den heissen Brei geschrieben wird.
Ihren Hinweis...
[I] Es fällt wohl einigen Personen und Medien schwer zu informieren und nicht davon überzeugen zu wollen, dass allein ihre Meinung maßgeblich ist. Das Beeinflussen von Menschen sollte nur der Werbeindustrie „gestattet“ sein.[/I]
...konnte ich nicht zuordnen.
Liebe Leser und Kommentar-Schreiber,
das Internet kann gerade im regionalen Bereich eine gedruckte und verteilte Zeitung nicht ersetzen.
Damit in der Öffentlichkeit kein falsches Bild von der Meinung der Bewohner unserer Region entsteht, ist es wichtig, sich dort gelegentlich mittels Leserbrief zu Wort zu melden.
Bitte fassen Sie sich jedoch kurz, der Platz ist formatbedingt begrenzt: Maximal 1/2 A4 Seite
per Mail an: info@am-samstag.de
Redaktionsschluss: Jeden Dienstag, 11.00 Uhr
Mit freundlichen Grüßen
Frank-Andreas Jütte
28.09.2009 - 21:50:57
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Martin Dostal  |
Lieber Herr Jütte,
während meiner Recherchen bin ich dahinter gekommen, dass die immer gleichen Namen unter den Artikeln einer innerbetrieblichen Struktur unterliegen. Und Sie haben Recht: Es ist nicht nur Klaus Walter. Zudem kann auch ein Klaus Walter ganz sachlich und neutral schreiben, wie wir ganz aktuell heute zum Thema "Klage gegen die Wahl" sehen. Im Nachhinein ist natürlich die Kritik daran, dass die Beiträge immer von denselben Personen stammen ein ungewollter Schuss gegen kleinere Verlage, sorry.
Ein paar Hintergründe habe ich aber dennoch gefunden. Denn wie schon gesagt: Die OZ hat ja anfangs stets positiv berichtet. Das wirkt im Nachhinein zugegebenermaßen genauso falsch und künstlich aber es gab doch die damalige öffentliche Meinung wieder. Ich liege wohl nicht weit daneben wenn ich sage, dass sie das auch heute noch tut. Ich kenne aber auch zumindest einen Fall, wo ein Leserbrief nur mit Nachdruck zur Veröffentlichung gebracht wurde. Ich selbst habe das Problem, dass zwei meiner Leserbriefe, welche Fakten enthielten, die die Recherchen der OZ freilich indirekt in Frage stellen, einfach so ein paar Stunden nach der Veröffentlichung im Leserforum aus technischen Gründen nicht mehr aufrufbar sind. Ich bin da gelinde gesagt sehr misstrauisch geworden.
Ich verstehe Herrn Gühlers Aussage so, dass einige Medien (und ich denke nicht, dass er den StamS meint) statt Informationen zu transportieren Meinungen bilden.
Natürlich kann man aus der Verallgemeinerung allerhand Stricke drehen und ich stelle mir gerade vor, dass Sie sich angesprochen gefühlt haben. Ich für meine Person würde nicht sagen, dass Sie mit dem Artikel und dem Interview eine Meinung bilden wollen oder können. Beim Kommentar bin ich mir nicht ganz so sicher aber dazu ist es ja ein persönliches Kommentar. Meine ganz persönliche Meinung zum Kommentar ist, dass es den Nagel auf den Kopf getroffen hat und dass nichts daran verwerflich ist, die Leser zu Offenheit und kritischer Betrachtung zu ermuntern.
Nehmen Sie die Veröffentlichung des Aufrufes zum zivilen Ungehorsam und das gestellte Zaun-Foto von Herrn Söllner als Maßstab - solange Sie darunter bleiben, sind Sie für mich seriös. Ich kann da nur für mich sprechen.
Zu den Medien:
Mein Lieblingsbeispiel ist die BILD: Sie wirbt zwar mit "BILD dir deine Meinung" aber eigentlich fehlt da ein "Ich" davor. Die BILD gibt sehr gut die Meinung ihrer Leser wieder und dramatisiert sie sogleich. Sie steigert sie quasi. Die Folge: Der geneigte Leser fühlt sich von der BILD verstanden. Der Springer-Verlag ist nicht dumm. Er lässt BILD auch Engagement zeigen. BILD stellt unangenehme Fragen (auch wenn sie völlig unangebracht sind) und BILD fragt auf der Titelseite ganz öffentlich. BILD rüttelt wach. BILD muss also gut sein. Der geneigte Leser wird sich nicht nur von BILD verstanden, sondern auch vertreten fühlen. Also ist die BILD seine Zeitung. Jeden Sonntag oder gar jeden Tag. Das Geld fließt in Strömen, alle freuen sich. Als ehemalige (bis März 2009) Halbschwester der BILD weiß die OZ natürlich, wie man Leser gewinnt. Und genau darum geht es in diesem Medium ja: Leser gewinnen, Geld einnehmen, sich vergrößern, vielleicht irgendwann mal von Mama LN unabhängig werden... ich kenne die genauen wirtschaftlichen Ziele nicht. Aber Auflagen und Geld sind immer Gründe. Muss ich Ihnen ja nicht erzählen :-)
Ich kann mir auch vorstellen, welche Personen Herr Gühler meint, die nicht akzeptieren, dass ihre Meinung nicht der Maßstab ist. Soll er als Stadtvertreter Namen nennen? Ich würde mir ja wünschen, dass sich auch andere Stadtvertreter hier dran hängen. Dann würden wir sehen, dass es auch dort einige gibt, die ihre Meinung oder die Meinung ihrer Partei als Nonplusultra sehen. Natürlich kann man diesen Vorwurf an jeden zurück geben, der seine Meinung vertritt. Darum schrieb ich an anderer Stelle auch, dass wir lieber nicht darüber reden sollten, was wir voneinander halten, sondern uns nur auf das Thema konzentrieren. Allerdings glaube ich, dass ich auch damit angefangen hatte, als ich schrieb, was ich von der Berichterstattung der OZ halte. Obgleich ja auch dies ein Thema ist...
Kurz zurück zu Ihren Ausführungen.
Ich stecke noch mitten in der Ursachensuche aber die Veränderungen in der Berichtertattung kamen schubweise. Erster Schub war 2006. In dem Jahr wurde die OZ entgültig an die LN angeglichen und es gab auch Wechsel im Personal. 2007 kippte die Stimmung aber das tat sie in anderen Medien auch. 2008 war eigentlich ein ruhiges Jahr und 2009 ging es dann richtig los. Gerade, als sich Springer von LN trennte und die OZ zusammen mit den LN an Madsack fiel. Wikipedia schreibt über Madsack:
"In Niedersachsen hat der Madsack-Konzern einen großen Einfluss auf die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit, wobei diese Dominanz eines einzelnen Verlags dem Bürger durch die Vielzahl an Titeln und Medien nicht offensichtlich ist."
Das bestätigt also den zweiten Absatz Ihrer Ausführungen. Ich denke aber, der Leser sollte das wissen. Ich suche nur noch einen Weg, dabei die OZ nicht in die Pfanne zu hauen. ;-)
Leserbrief-Angebot gebe ich gern weiter und nehme es auch selbst gern an. Wie aber schon geschrieben: Sie dürfen meine Kommentare als Leserbriefe ansehen und wenn Ihnen davon etwas gefällt, sagen Sie es mir und ich sage, ob es noch mit den aktuellen Erkenntnissen überein stimmt und veröffentlicht werden kann. Da meine Ansichten, Erkenntnisse und Meinungen (das sind tatsächlich drei unterschiedliche Dinge) aber online gut zu finden sind und auch offline Anklang gefunden haben, würde ich gern den Mitlesern Vortritt lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
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Damit es nicht nach oben wegrutscht:
Das Internet kann gerade im regionalen Bereich eine gedruckte und verteilte Zeitung nicht ersetzen.
Damit in der Öffentlichkeit kein falsches Bild von der Meinung der Bewohner unserer Region entsteht, ist es wichtig, sich dort gelegentlich mittels Leserbrief zu Wort zu melden.
Bitte fassen Sie sich jedoch kurz, der Platz ist formatbedingt begrenzt: Maximal 1/2 A4 Seite
per Mail an: info@am-samstag.de
Redaktionsschluss: Jeden Dienstag, 11.00 Uhr
30.09.2009 - 10:25:16
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Horst Gühler  |
Liebe Leserinnen und Leser,
in meinem Kommentar vom 27.09.09 (siehe oben) habe ich, unter anderem, folgendes geschrieben:
"4. Folgekosten aus dem Finanzierungsvertrag zur Erschließungsstraße Heiligendamm- Süd. Rechnung der Stadt vom 22.05.09 über 234.760,00 Euro wird nicht bezahlt. Es stellt sich heraus, dass der Förderbescheid geändert wurde und die Laufzeit für die Bindefrist der Förderung nicht 15 Jahre beträgt (was die Grundlage für die Ermittlung der genannten Summe ist) sondern auf 25 Jahre geändert wurde (Anpassung an die Europäischen Förderbestimmungen) und damit eine höhere Summe zu zahlen ist. Der Vertrag musste überarbeitet werden, die neu ermittelte und vereinbarte Summe beträgt jetzt 458.430,00 Euro. Nach Unterschriftsleistung der Vertragspartner erfolgt nach Herrn Schlags Auskunft die Zahlung, was in diesen Tagen passiert. Ob sich nun die ECH über den Zahlungsaufschub, bedingt durch die erforderlich gewordene Vertragsänderung, gefreut hat, nehmen Sie bitte selbst an.
Natürlich habe ich mir von Herrn Polzin in einem Gespräch am 17.09.09 bestätigen lassen, dass die Antwort (aus Sicht der Stadt) stimmt."
In der Stadtvertreterversammlung am 28.09.09 wurde ich gebeten, diese Aussage zu überprüfen und zu berichtigen.
Mit unserem Bürgermeister, Herrn Polzin, habe ich über meine Aussage am 01.10.09 noch einmal gesprochen.
Herr Polzin ist mit folgender Aussage einverstanden:"Es gibt finanzielle Forderungen der Stadt an den Investor. Zurzeit wird die Höhe der finanziellen Forderungen von beiden Vertragspartnern geprüft".
Ich bitte Sie, die Änderung zu registrieren und bitte Sie um Ihr Verständnis.
Sehr geehrter Herr Jütte,
wir sind alle froh, dass Sie uns das Forum anbieten. Sie haben nach meiner Auffassung keinen Leser versucht zu beeinflussen. ich wollte nur zur Aufmerksamkeit aufrufen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen an alle Leserinnen und Leser
Horst Gühler
Stadtvertreter CDG
01.10.2009 - 19:33:46
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Martin Dostal  |
Interne Veranstaltung
Gerade halte ich den Stadtanzeiger "von" übermorgen in der Hand und staune über die Berichterstattung.
War in der Ostsee-Zeitung viel vom Mühlenteich und wenig von Heiligendamm zu lesen, ist es im Stadtanzeiger genau anders herum. So ergänzt man sich.
Bemerkenswert aber finde ich, WAS die OZ zum Thema Heiligendamm schreibt. Da ist die Rede davon, dass Herr Pieplow vorgeschlagen hat, einen ECH-Anwalt zu den Folgen möglicher Vertragsbrüche zu befragen. Auch von der Berücksichtigung der neuen Stadtvertreter steht etwas zu lesen, viel von dem, was Herr Lex zu sagen hat, nichts von seinen Begründungen, etwas von Herrn Klinks Bitte, Jagdfeld einzuladen und zum Schluss heißt es, dass man die Verwaltung einladen wird.
Im StamS liest es sich nun ganz anders: Nicht nur ein ECH-Anwalt, sondern auch die beiden Geschäftsführer sollten eingeladen werden. Heraus kommt beim StamS nun, dass nicht nur die Verwaltung, sondern auch ECH-Vertreter anwesend sein werden. Ich zitiere Anett Jonuschat von der OZ: "Nach hitziger Debatte stimmten die Abgeordneten für eine Info-Veranstaltung, bei der die Verwaltung über einzelne B-Pläne Auskunft geben soll. "
Was für ein himmelweiter Unterschied.
Es passt so gar nicht zu Frau Jonuschat, so ein wichtiges Detail zu vergessen. Soll auch kein Vorwurf sein, sondern nur darauf hinweisen, wie unterschiedlich die Zeitungen über ein und die selbe Sache berichten.
Hätte ich mich jedenfalls nun nur auf die Ostsee-Zeitung verlassen, hätte ich sogar eine völlig falsche Schlussfolgerung gezogen: Nämlich, dass über aber nicht mit der ECH geredet wird. Dank StamS weiß ich nun, dass es nicht so vorgesehen ist.
Wenngleich ich befürchte, dass die ECH-Vertreter wieder einmal nicht zu Wort kommen oder abgewürgt werden. Ich wünsche mir, dass Herr Lex den Richter zu Hause und den Bürgerbund neben sich sitzen lässt. Zumindest fällt mit der Öffentlichkeit schon einmal das Profilierungsbedürfnis einiger Volksvertreter weg.
Ob die neuen Stadtvertreter sich da nun eine Meinung bilden können, wage ich zu bezweifeln. Dann hätte man die alten Stadtvertreter auch ausschließen und die neuen mit den Herren Saß, Polzin, Schlag und Zimmermann allein lassen sollen. Ist unfair, geht auch nicht aber dann müssen wir uns auch nicht wundern, wenn die Meinungsbildung eine Meinungsübertragung oder eine Meinungsverquickung darstellt.
Eine Möglichkeit wäre ja gewesen, den eigenen Anwalt oder einen unabhängigen Anwalt zu befragen oder einen aus den eigenen Reihen, ohne Mandat. Leider hat Herr Lex versäumt, seine Aussage bezüglich der Kommunalaufsicht zu belegen und es hat sich scheinbar auch niemand die Mühe gemacht, sie zu verifizieren. Ich erinnere mich noch, wie Herrn Lex' Vorgänger immer wieder in Frage gestellt wurden - schon bei Kleinigkeiten. Erstaunlich, wie sich das gewandelt hat. Vielleicht wandeln sich ja nun auch Ansichten, Mehrheiten und Beschlüsse und vielleicht gibt es ja in dieser Legislaturperiode Beschlüsse, an deren Ende eine strahlende Perle steht.
Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
08.10.2009 - 19:29:32
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