News-Archiv Februar 2008
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Mecklenburg-Vorpommern | 29.02.2008 - 13:32:29
Schwerin. Der Wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Waldmüller, hat heute die regionalen Tourismusverbände auf Rügen und die die dortigen CDU-Mitglieder dazu aufgerufen, sich in der Debatte um das geplante Steinkohlekraftwerk in Lubmin nicht von falschen Bildern, fehlerhaften Argumentationen und aufgepeitschten Emotionen leiten zu lassen.
„Wir brauchen in der Debatte endlich wieder mehr Vernunft. Es gibt eine breite Allianz von Gewerkschaften, Unternehmensverbänden, regionaler Politik und Verbänden für dieses wichtige Investitionsvorhaben. Die regionalen Tourismusvertreter müssen aufpassen, dass sie mit der völlig überhitzten Diskussion nicht selbst einen Imageschaden hervorrufen. Man wird weder von Binz, noch von Bergen, dem Kap Arkona oder Ummanz das Kraftwerk sehen. Selbst von Mönchgut wird man ein Fernglas benötigen. Wer mit völlig überzogenen Behauptungen und falschen Bildern auf Postkarten die Gäste verunsichert, sorgt selbst dafür, dass diese künftig nicht auf Rügen am Strand liegen, sondern nach Usedom oder Graal Müritz fahren“, so Wolfgang Waldmüller.
„Wer sich im Übrigen auch nur annähernd objektiv mit dem geplanten Steinkohlekraftwerk beschäftigt, wird feststellen, dass sich Tourismus und industrielle Entwicklung keineswegs ausschließen. Mit fast ähnlichen Argumenten wie heute wurde vor Jahren gegen den Bau des Steinkohlekraftwerkes in Rostock polemisiert. Heute zeigt sich, die Übernachtungszahlen sind gestiegen und der Status als Ostseeheilbad war für Graal Müritz zu keiner Zeit gefährdet. Dieses Beispiel sollte allen Akteuren eine Mahnung sein. Übertreiben Sie nicht mit wilden Schauergeschichten von Ascheregen bis aufgeheiztem Bodden und rauchenden Schloten am Strand“, forderte Wolfgang Waldmüller die Kritiker auf.
Der Partei DIE LINKE warf Wolfgang Waldmüller vor, als Wackelkandidaten durch die politische Landschaft zu irren. „Es war der Umweltminister Wolfgang Methling, der dem Landesraumentwicklungsprogramm des damaligen Ministers Holter im Jahr 2005 seine Zustimmung gab. Auch war es der damalige Arbeitsminister Helmut Holter, der im Frühjahr 2006 als einer der ersten im Bündnis für Arbeit über die Absicht von DONG Energy informiert wurde, am Standort Lubmin zu investieren. Heute können sich beide daran nicht mehr erinnern. Auch der Opposition sollte das Wohl des Landes am Herzen liegen. Mit derartigem Verhalten wird versucht, rechtsstaatliche Grundsätze zu verletzen. Wenn das Schule macht, kann das auch zu einer ernsthaften Gefahr für mögliche Investitionen in der Zukunft werden. Dagegen wird sich die CDU weiter wehren“, so Wolfgang Waldmüller abschließend.
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