Meyer-Schwickerath  |
Kurwald, Kirchen, Villen - Baubeginn?
Es ist soweit - der Kurwald, neu gestaltet und gerodet, und -was lange verborgen lag- nun auch die kleine Kirche wieder richtig zugänglich und sichtbar! Schön, es sollten nun auch die Villen und Kolonnaden folgen, wir warten zu lange schon darauf. Gibt es bald die Baugenehmigung? Wann ist Baubeginn und hat die Stadt die Genehmigung nun erteilt?
Gerne wüssen wir endlich mehr!
21.05.2009 - 06:45:48
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Martin Dostal  |
Die Abriss- und Baugenehmigungen liegen laut Stadtverwaltung seit Jahren vor. Die ECH darf also anfangen - unabhängig von der aktuellen Entscheidung, in der die SSV die nachträglich in die B-Pläne eingebrachte Tiefgarage abgelehnt haben. Nur diese darf derzeit nicht gebaut werden aber das täte der Wiedererrichtung der Perlenkette keinen Abbruch. Die ECH könnte, wenn sie denn wollte über eine Verlagerung der Tiefgarage von vor nach hinter die Perlenkette verhandeln. Will sie aber nicht. Und ohne die Tiefgarage in der von ihr geforderten Form will sie auch die Häuser nicht sanieren. Der Bürgerbund mutmaßt sogar, dass die ECH die Perlen gar nicht sanieren, sondern allesamt abreißen will (was ja allgemein bekannt ist) und dass sie die Villen dann nicht wieder aufbauen, sondern die Grundstücke als Wertanlage nutzen möchte. Die Bauwerke, die jetzt hinter der Perlenkette entstehen sollen, hätten ohne die Perlen ja Seeblick. Mutmaßungen wie gesagt aber Horrorszenarien gibt es ja von beiden Seiten. Die Infoseite zum Thema ist auf meiner Homepage unter "Diskussion..." inzwischen fertig, sodass man sich vom ersten Tag bis heute umfassend ein Bild von der Situation und ihrenm Zustandekommen machen kann.
Mit freundlichen Grüßen nach Berlin
Martin Dostal
03.06.2009 - 21:45:26
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Frank-Andreas Jütte |
„Der Bürgerbund mutmaßt...“
Lieber Herr Dostal,
der Bürgerbund mutmaßt so einiges, was nicht der Wahrheit entspricht (was ja allgemein bekannt ist).
Der Bürgerbund verspricht zur Kommunalwahl 2009 auch immer noch „offene Wege in Heiligendamm“. "Wir machen den Weg frei", ja natürlich. Da fragt man sich, welcher Weg gemeint ist. Vielleicht der in den Ruin für die Stadt Bad Doberan und/oder der ECH? Der Bürgerbund hat diesbezüglich seine Klage gegen die Stadt, offenbar aufgrund der eindeutigen Sachlage, bereits im Juli 2008 zurückgezogen. Bis heute ist [B]das[/B] den meisten nicht bekannt.
Warum wird den Bürgern etwas versprochen, was so nie eintreten kann? Man sollte die Menschen nicht für dumm verkaufen. Das erinnert sehr an den Wahlkampf extremistischer Parteien und Gruppen. Wer an einer anständigen und ehrlichen Politik dem Bürger gegenüber teilhaben will, sollte sich nicht auf dieses Niveau begeben.
Zweifellos bin ich sehr für eine offene Diskussion was Heiligendamm anbelangt. Diese kann jedoch nur anhand von Fakten, und nicht von Mutmaßungen, Unwahrheiten oder nicht zu erfüllenden Wunschdenken stattfinden, sofern man tatsächlich bereit und willens ist, an einer Lösung mitzuarbeiten.
Sie wissen sicher, dass die Villen der Perlenkette verkauft werden und darin einmal Menschen wohnen sollen.
Was glauben Sie, wie gut sich eine millionenschwere Villa verkauft, die eine Tiefgarage weit weg vom Grundstück hat?
Sie wissen sicher auch genau so gut wie die meisten Stadtvertreter, dass die schönsten Villen der Perlenkette nicht abgerissen, sondern aufgebaut werden sollen.
Bleiben wir also einfach bei den Fakten:
Eine bequeme und akzeptable Möglichkeit zum Abstellen der Fahrzeuge der zukünftigen Villeneigentümer und/oder Mieter wird gesucht. Kann diese Möglichkeit nicht geschaffen werden, können die Villen nicht verkauft und damit nicht saniert werden.
Eine Lösung muss her, wenn es geht, möglichst schnell. Denn nicht nur die Heiligendammer und Bad Doberaner, auch das Hotel mit seinen Gästen leiden unter der verfallenen Perlenkette.
03.06.2009 - 23:57:07
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Martin Dostal  |
Lieber Herr Jütte,
nicht immer aber immer mal wieder scheint Sie das Thema sehr zu reizen. Es verwundert mich nicht: In der Berichterstattung müssen Sie stets sachlich sein und dürfen kaum Ihre Meinung - und wenn dann nur als Kommentar - sagen. Da habe ich Ihnen mit meinem Kommentar wohl einen kleinen Gefallen getan, mal ganz persönlich etwas dazu zu sagen. ;-)
In der Tat ist es interessant: Ich wusste nicht einmal, dass der Bürgerbund geklagt hat. Meine letztre Info war, dass er das rechtlich prüfen lassen wollte. Das haben andere Stadtvertreter auch schon einmal so gesagt und nicht geklagt. Aber okay - der Bürgerbund hat es offenbar versucht.
Jedoch lasse ich mich nicht dazu hinreißen, den Bürgerbund zu beschimpfen. Ich habe dokumentativ dargelegt, was er getan hat und es persönlich analysiert. Wie bei den anderen Beteiligten auch. Man kann nur hoffen, dass der Wähler kein dummes Schaf ist, sondern selbst einschätzen kann, was möglich ist. Dennoch wünsche ich dem Bürgerbund nicht die Pest an den Hals.
Abgesehen davon: Wenn der Bürgerbund es wieder schaffen sollte, zwei Leute in der SSV zu etablieren: Meinen Sie, dass die beiden eine Art Konterrevolution zu Stande bringen können? Sie werden immer wieder versuchen, Anträge auf die Tagesordnung zu setzen und das wird immer wieder abgelehnt werden. Kein Stadtvertreter und keine Fraktion kann irgendwelche Beschlüsse kippen. Schlimm ist nur, dass sie neue Beschlüsse immer wieder blockieren können. Aber bisher waren es zwei Bürgerbund-Vertreter und wenn der Rest der SSV ein echtes Interesse daran gehabt hätte, hätte er diese beiden immer und immer wieder überstimmen können. Die vorletzte Sitzung: Die beiden Bürgerbund-Vertreter haben sicherlich gegen den Beschluss gestimmt. Es kam zum Gleichstand - da haben wohl mindestens zwei zu viel der anderen Stadtvertreter auch gegen den Beschluss gestimmt. Und bei der letzten Sitzung war das Ergebnis sogar ganz eindeutig. Hier haben weitaus mehr als die beiden Bürgerbundler gegen den Beschluss gestimmt.
Die anderen Namen und Parteizugehörigkeiten nennt aber niemand - Schuld sind immer die beiden vom Bürgerbund. Ich will diesen damit nicht in Schutz nehmen und habe mich ja bereits unter dem von mir zitierten Artikel auf meiner Internetseite vom Inhalt und dem Bürgerbund distanziert aber würde dort jede andere Partei mit zwei Leuten sitzen, würde es ihr genauso ergehen. Irgend jemand muss ja Schuld sein und die großen Parteien wollen nicht dazu gehören.
Würden die Grünen dort sitzen und aus möglicherweise gänzlich anderen Gründen immer wieder die Pläne ablehnen - sei es, weil dann Kellerasseln ihre Heimat verlieren - dann würde man mit den beiden Grünen-Abgeordneten genau so verfahren. Auch das ist eben Politik.
Ich stimme Ihnen vollkommen zu in Ihrer Bekundung, nicht zu verstehen, warum eine Partei etwas verspricht, das sie niemals durchsetzen kann. Jedoch sehe ich diese Phänomen nicht nur bei den radikalen Parteien, sondern auch bei solchen, die bereits etabliert sind. In diesem Zusammenhang fällt mir die Forderung der Linkspartei nach mehr Hartz IV und Kindergeld ein und die Reaktion der SPD, dass dies aus den und den Gründen nicht möglich sei. Ist die oberste Instanz derer die wissen, was möglich ist und was nicht immer die aktuell regierende oder an der Regierung beteiligte Partei? Man muss auch mal ein Risiko eingehen und auch mal neue Koalitionen schmieden. Ich rede hier nicht davon, Extremgruppen zu wählen, damit die stärkste Fraktion mit einer dieser koalieren muss - das wäre Unsinn. Ich rede davon, als CDU-Wähler auch mal eine gelbe, grüne oder rote Option offen zu halten oder als SPD-Wähler auch mal eine gelbe, grüne oder schwarze. Oder in unserem lokalen Fall als Parteienwähler auch mal eine Option in Richtung der kleinen Lokalparteien. Das sind ja nicht alles Stammtischrunden. Oder eben auch mal die parteilosen Kandidaten anzusehen. Wer keine Partei wählen möchte, hat hier bei uns gleich drei parteilose Alternativen, bevor er irgendwo im rechten Fahrwasser fischen geht.
Aber zurück zu Heiligendamm: Ich habe die Mutmaßung als solche genannt, weil ihr Vorhandensein ein Faktum ist. Ich trage so gut es geht alle Fakten zu sammen und wenn da jemand sagt "FUNDUS lässt die Küste abstürzen" oder eben hier "FUNDUS spekuliert mit Grundstücken" oder gar das ND: "FUNDUS ist Schuld an der CDU-Krise", dann trage ich das zusammen. Nur lasse ich es nicht so stehen, sondern hinterfrage es.
Dennoch sei es mir erlaubt, diese Argumente zusammenzutragen. Wenn man die Situation verstehen will, kann man sich nicht das Angenehmste heraus picken, sondern muss sich alle Argumente ansehen. So unsinnig die Argumente des Bürgerbundes auch sein mögen (ohne damit jetzt ein Urteil zu fällen) so stehen sie auf tausenden Wahlflyern und beeinflussen vor der Wahl die Meinung und Entscheidung der Bad Doberaner Bürger. Es ist wichtig, dass dieser Inhalt des Flyers genannt wird, denn nur so versteht man nächste Woche, warum der Bürgerbund entweder noch immer oder nicht mehr oder entweder mit mehr oder mit weniger Vertretern in der SSV sitzt.
Man kann den Bürgern ja nicht vorwerfen, aus Dummheit eine Partei gewählt zu haben, sondern muss wissen, was diese Partei versprochen oder auch nur gesagt hat. Nun, der Bürgerbund hat gesagt, dass FUNDUS mit den Grundstücken spekuliert. Auf diese Aussage habe ich hingewiesen, ohne sie mir zu eigen zu machen. Wir beide haben ja den Flyer erhalten und wissen, was der Bürgerbund verspricht und wir stecken beide tief in der Materie drin und wissen, was der Bürgerbund wann und wo von sich gegeben und was davon beim Bürger angekommen ist.
Ein Außenstehender - und der erste Kommentar kam aus Berlin, wenngleich sein Schreiber kein uninformierter Außenstehender ist, sondern nur provizierend so tut, was ich nicht schlecht finde - würde nicht verstehen, warum überhaupt Bürger den Bürgerbund gewählt haben. Schauen Sie in andere Leserdiskussionen: "Sind die Doberaner denn dumm?". Das können wir doch so nicht auf uns sitzen lassen. Also müssen wir den Leuten in der Ferne erklären, warum ein Teil unserer Mitbürger den Bürgerbund gewählt hat. Eine Meinung kann sich der Leser dann selbst bilden. Ich versuche stets, die eigene Meinung des Lesers nicht durch meine eigene Meinung vorweg zu nehmen. Aber das ist in der Tat nicht immer einfach.
Nehmen wir noch einmal die Fakten:
Natürlich weiß ich das, was Sie mich fragen, ob ich das weiß. Meine Position war und ist diese: Die SSV hat zu entscheiden - nicht Sie, nicht ich, nicht der Bürgerbund - die SSV. Und nur die. Sie hat sich gegen die Tiefgarage vor den Villen ausgesprochen. Wenngleich Herr Gühler etwas ganz anderes zu berichten weiß: Nämlich, dass sie sich gegen das Finanzierungskonzept ausgesprochen hat - was für mich aber auch unverständnlich ist - den Politikern kann die Finanzierung eines Wirtschaftsbetriebes egal sein, solange der Stadt kein Schaden entsteht.
So, die SSV sagt: Keine Tiefgarage in der geplanten Form. Mein Argument ist nun: Wenn die SSV keine Tiefgarage VOR der Perlenkette will, warum bietet die ECH dann nicht eine HINTER der Perlenkette an? Die Vogel-Straße muss eh neu gemacht werden, bzw. wird ja keine Straße mehr werden und da bietet es sich an, darunter eine Tiefgarage zu bauen, die dann sogar zusätzlich zu den Perlen auch für das Ensemble-Palais und vielleicht sogar für das Hotel mitgenutzt werden kann. Den Eingang würde ICH zwischen die Hotelbauten setzen, sodass es wirklich nur einen Eingang zum Hotel gibt - auch für die Perlenbewohner. Mit einer ausreichend großen Tiefgarage könnte man auch Bischofsstab und dem Residenzhotel Parkplätze bieten. Das öffentliche Parkhaus käme dann ja unter das Thalassozentrum.
Wie ich in der OZ schon schrieb: Wenn die SSV etwas nicht will, dann sollte man ihr das entweder noch einmal so gut erklären, dass sie es einsieht oder - wenn es sich dann gar nicht so gut erklären lässt - eine Alternative ausarbeiten. Oder verhandeln, dritte Option. Wenn ich Angst darum hätte, dass mir die Perlen umfallen, bevor die SSV meinen Plänen vollumfänglich zustimmt, würde ich doch entweder eine Alternative suchen, um schnellstens anfangen zu können oder ich würde schonmal das umsetzen, wofür ich grünes Licht habe und dann sagen: "Schaut her, liebe Stadtvertreter, die Villen sind fertig aber ich werde sie nicht los - hier ist eine Umfrageauswertung in der steht, dass die Leute eine Wohnung kaufen würden, wenn es eine Tiefgarage gäbe. Und hier ist ein Gutachten, das besagt, dass diese VOR die Perlenkette muss. Ich bitte um eine Entscheidung binnen 60 Tagen." Die SSV hat nun Fakten und muss sich entscheiden - eine völlig andere Ausgangslage gegenüber der heutigen, wo man ja nicht einmal daran glaubt, dass die Perlen wieder aufgebaut werden sollen. Ich möchte es glauben aber irgend etwas in mir zweifelt noch. Vielleicht geht es den Nein-Sagern in der SSV genau so...
Eine Lösung muss her - das wird von allen Seiten gerufen. Zur Lösung gehört ein Konzept und das muss erst einmal her. Ich habe aufgezeigt, wie ich verfahren würde - wenn es meine Perlen wären und wenn ich das Geld dazu hätte, erst zu bauen und dann zu verkaufen, ohne die Baubetriebe dann nicht bezahlen zu können. Aber die Perlen gehören der ECH und zumindest einer von uns beiden - ECH und ich - hat nicht genügend Geld dafür. Nur würde einer von uns beiden das nie zugeben.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
04.06.2009 - 10:39:00
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Frank-Andreas Jütte |
Lieber Herr Dostal,
mit dem Verbreiten von Unwahrheiten tun Sie weder mir noch den Bürgern der Stadt einen Gefallen. Man kann so etwas auch solange und so oft verkünden, bis viele es glauben. Der beste Beweis dafür ist der Weihnachtsmann... .
In meinem Kommentar kommt „Pest an den Hals“ nicht vor und es wird auch niemand beschimpft. Wie bereits erwähnt, bin ich sehr für eine Diskussion auf Grundlage von Fakten.
Vielfalt tut gut. Gegen die Politik von roten, schwarzen, gelben, grünen oder anders denkenden Stadtvertretern ist absolut nichts einzuwenden, solange sie ehrlich ist und die Betreffenden sich nicht mit leeren, unerfüllbaren Versprechen auf Kosten der Allgemeinheit in das Parlament haben wählen lassen. Und hier spielt es keine Rolle, ob Bürgerbund, Linkspartei, FDP oder welche Organisation auch immer. Genau das war der Grund, warum ich mich in die Diskussion „eingeklinkt“ habe, das würde ich auch immer und überall wieder tun, wenn den Menschen der Region irgendetwas „untergemogelt“ werden soll.
Zur Verlegung der Tiefgarage hatte ich bereits meine Bedenken geäußert. Hoffen wir auf Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten und auf neue Ideen, dann wird es sicher was werden, mit der Fertigstellung von Heiligendamm. Die Stadtvertreter könnten sich dann endlich mit den unzähligen Problemen beschäftigen, die Bad Doberan sonst noch so hat.
04.06.2009 - 21:09:29
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Martin Dostal  |
Sehr geehrter Herr Jütte,
wenn Sie mir das Verbreiten von Unwahrheiten unterstellen, sehe ich keine Grundlage mehr für eine sachliche Diskussion zwischen uns beiden. Ich habe definitiv keine Unwahrheiten verbreitet und weise diese anmaßende Unterstellung strikt von mir. Ich habe kritisch die Aussage des Bürgerbundes wiederholt, um ihren UNSINN hervor zu heben. Die Aussage jedoch stammt vom Bürgerbund und ich habe mich hier und anderswo AUSDRÜCKLICH von der Aussage und vom Bürgerbund distanziert. Offenbar aber für Sie nicht deutlich genug. Ich habe es nicht nötig, mich als im Gegensatz zu einem gescheiterten Bürgermeisterkandidaten unparteiischen Menschen derart in den Dreck ziehen zu lassen. Suchen Sie sich bitte einen anderen Frustablasskanal! ICH WÜNSCHE MIR, DASS HEILIGENDAMM ENDLICH EIN ERFOLG WIRD. Und ich kann es nicht oft genug wiederholen und hoffe, dass einige Dinge eben doch durch ständige Wiederholung wahr werden. Wenn Sie sich das Gegenteil wünschen, sei es Ihnen gegönnt.
05.06.2009 - 22:38:06
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Martin Dostal  |
Zehn Minuten nach dieser spätabendlichen Aufregung habe ich mich wieder beruhigt. Vielleicht haben Sie nur nicht genau gelesen oder mich nicht richtig verstanden oder es liegt einfach daran, dass in diesen Tagen alle etwas politisch überreizt sind. Ich hoffe, Sie lesen noch einmal, verstehen dann vielleicht mein Anliegen. Wer sich den Text und meine anderen Aussagen anderswo durchliest merkt ja selbst, dass Ihre Aussage nur auf einem Missverständnis beruhen kann. Irren ist menschlich und wenn ich Sie in erster Reaktion angegriffen habe, entschuldige ich mich. Auch das ist menschlich. Ihnen ein schönes Wochenende!
Mit freundlichem Gruß
Martin Dostal
05.06.2009 - 23:00:31
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Frank-Andreas Jütte |
Lieber Herr Dostal,
ich kann keine Distanzierung in Ihrem Kommentar entdecken und kann auch nicht nachvollziehen, warum Sie den Bürgerbund zitieren und sich gleichzeitig davon distanzieren wollen. Sollte es nicht um Fakten gehen?
Es ärgert mich, wie Stadtvertreter versuchen, Wähler für dumm zu verkaufen. Mir fehlt das Verständnis dafür, dass Sie Argumente dieser Leute anführen. Das habe ich zum Ausdruck gebracht. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich Sie mit solchen Menschen gleichsetze, sondern eine Gefahr darin sehe, dass fehlerhafte Aussagen ständig neu in den Umlauf gebracht werden.
An welcher Stelle in meinem Kommentaren Unsinn steht, den Sie dann „hervorheben“ mussten, ist mir nicht ganz klar.
Mich würde auch sehr interessieren, warum Sie jetzt persönlich werden. Das ist doch keine Art, eine sachliche Diskussion zu führen. Aber gut, noch während ich diesen Text schreibe, haben Sie ja nochmal nachgelegt.

Ziel meiner damaligen Bürgermeisterkandidatur war nicht Bürgermeister zu werden, sondern einen Wahlkampf in Gang zu bringen. Eine Bürgermeisterwahl ist immer eine gute Möglichkeit, auf Probleme der Stadt aufmerksam zu machen und durch Wahlversprechen beseitigen zu lassen. Allerdings nur, wenn es mehrere Kandidaten gibt.
Zum Zeitpunkt meiner Kandidatur war Herr Polzin der einzige Kandidat, die CDU wollte keinen Kandidaten aufstellen und auch sonst hatte sich noch niemand gemeldet. Dank meiner Kandidatur kam der Wahlkampf dann doch noch in Gang, die CDU zauberte Herrn Semrau aus dem Hut und andere Kandidaten folgten. Mein Ziel zur Bürgermeisterwahl war erreicht.
Mit freundlichen Grüßen
Frank-Andreas Jütte
06.06.2009 - 00:00:45
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Martin Dostal  |
Sehen Sie, lieber Herr Jütte, ich wusste, dass es sich nur um ein Missverständnis handeln kann.
Gern erkläre ich mich noch einmal, wenngleich ich das nicht müsste, wenn Sie Ihren Horizont nicht nur auf diesen Kommentar von mir beschränken, sondern ihn auf alle anderen und besonders auf meinen mitgelieferten Link erweitern würden. Ich kann sowieso machen was ich will: Der eine denkt, ich unterstütze die ECH, der andere denkt, ich unterstütze die Stadtverwaltung und Sie denken, ich unterstütze den Bürgerbund.
Wie kommt es? Nun, ich positioniere mich nicht für einen der drei. Ich möchte die Entwicklung bis zum heutigen Tage erklären. Nehmen wir ganz praktisch meinen ersten Kommentar auf die offene Frage von Herrn Meyer-Schwickerath, mit dem ich auch vorher schon Kontakt hatte:
Er fragt, warum es nicht weiter geht. Und er fragt, wann die ECH endlich bauen darf. Ich antworte das, was mir von verschiedenen Stadtvertretern geschrieben wurde und was auch in der Presse zu lesen war: Die ECH darf bauen, nur eben nicht so, wie 2009 gewünscht, sondern so, wie 2006 genehmigt. Alles weitere hat Herr Gühler hier in diesem Medium perfekt erklärt. Ich muss für Herrn Meyer-Schwickerath nicht wiederholen, warum die ECH nicht das genehmigte Modell umsetzt. Er ist belesen genug, es selbst zu wissen. Ich darf aber meine Meinung dazu schreiben und sagen, wie ICH es getan hätte. Leider funktionierten an diesem Tag die Formatierungssymbole nicht (Fehler 404), sodass ich das ICH nicht immer gut hervorheben könnte. Also: ICH würde der SSV die Pläne entweder erklären oder sie verhandeln oder sie ändern oder erst einmal das Genehmigte umsetzen. ICH. Aber ich bin nicht die ECH und ich bin auch kein Politiker oder Kandidat, sodass es kein Gewicht hat, was ich sage, was ICH machen WÜRDE. Es ist meine Meinung dazu - meine Alternative. Und die sei mir erlaubt in einer Demokratie.
Und ich habe Herrn Meyer-Schwickerath auch die Frage beantwortet, warum es nicht weiter geht. Wenngleich nicht besonders gut, denn diese Frage ist nun einmal schwer zu beantworten. Ich filtere meine Antwort noch einmal heraus:
"Die ECH könnte, wenn sie denn wollte über eine Verlagerung der Tiefgarage von vor nach hinter die Perlenkette verhandeln. Will sie aber nicht. Und ohne die Tiefgarage in der von ihr geforderten Form will sie auch die Häuser nicht sanieren."
Das ist der erste Teil der Antwort. Da steckt nicht einmal ein Vorwurf drin. Ich betone es auf meiner Internetseite immer wieder: Die ECH ist eine Entwicklungsgesellschaft, die Heiligendamm marktorientiert entwickelt. Ändert sich der Markt, ändern sich die Pläne. In der ECH sitzen Profis, die wissen, was sie tun. Es wäre gut, wenn diese Profis das Vertrauen der SSV hätten und diesen ihre Pläne erklären würden oder wenn die SSV andere Profis hätte, die ihnen das erklären würden. Ein Ansatz war das Werkstattverfahren. Ich betone es aber noch einmal: Die ECH entwickelt Heiligendamm - nicht die SSV.
Der zweite Teil meiner Antwort war:
"Der Bürgerbund mutmaßt sogar, dass die ECH die Perlen gar nicht sanieren, sondern allesamt abreißen will (was ja allgemein bekannt ist) und dass sie die Villen dann nicht wieder aufbauen, sondern die Grundstücke als Wertanlage nutzen möchte. Die Bauwerke, die jetzt hinter der Perlenkette entstehen sollen, hätten ohne die Perlen ja Seeblick. Mutmaßungen wie gesagt aber Horrorszenarien gibt es ja von beiden Seiten. Die Infoseite zum Thema ist auf meiner Homepage unter "Diskussion..." inzwischen fertig, sodass man sich vom ersten Tag bis heute umfassend ein Bild von der Situation und ihrenm Zustandekommen machen kann."
Hier ist es das kleine Wort "hätten", mit dem ich die Aussage von mir distanziere. Das ist rhetorisch vollkommen in Ordnung. Vermutlich liegt genau hier das Missverständnis. Dennoch: Ich habe hunderte von Kommentaren, "Analyseversuchen" und Leserbriefen zum Thema geschrieben und ich verweise im Kommentar auf meine Diskussionsseite und bitte darum, sich selbst ein genaues Bild zu machen - Ihr Missverständnis wäre vermeidbar gewesen, wenn Sie nur in Ihrem eigenen Medium nach anderen Kommentaren von mir gesucht hätten. Ich finde es schade, von Ihnen auf diesen einen Kommentar reduziert und wegen Differenzen zu Ihrer eigenen Meinung öffentlich denunziert worden zu sein. Gerade habe ich Ihr Medium öffentlich als zitierenswert und eine echte Alternative zur Ostsee-Zeitung bezeichnet.
Zurück zum Thema: Man kann nicht daher kommen und sagen "Der Bürgerbund ist Schuld, dass es in Heiligendamm nicht weitergeht". Das wäre viel zu einfach. Wir haben 25 Stadtvertreter. 3 davon sind vom Bürgerbund. Macht 12% Gewicht. Um einen Beschluss mehrheitlich zu fassen, sind 51% der Stimmen - also 13 Stimmen nötig. Wie unschwer zu erkennen ist, KANN der Bürgerbund nicht 51% also 13 Stimmen aufbringen, sondern nur das Zünglein an der Wage sein. Dennoch müssen 39% - also 11 Vertreter - genauso stimmen, wie der Bürgerbund, um z.B. einen Plan zu kippen. Mit Verlaub: 39% sind ein Schwergewicht. 11 Vertreter sind fast dreimal so viel, wie die drei stärksten Fraktionen derzeit stellen. Angenommen, CDU und SPD sind sich einig und stimmen für den Beschluss, dann sind das 8 Stimmen - allso nur 32%.
Sehen Sie, worauf ich hinaus will? Es ist nicht immer NUR der Bürgerbund, der Pläne ablehnt. Es ist vielleicht immer der Bürgerbund aber würden alle anderen dafür stimmen, würde jeder Beschluss gegen den Willen des Bürgerbundes durch kommen. Es gibt noch andere, die gegen die Pläne stimmen und deren Namen werden nicht genannt. Es reicht offenbar, dass der Bürgerbund Schuld ist. Da keiner diese anderen Kandidaten namentlich kennt, kann auch keiner morgen deren Wiedereinzug in die SSV verhindern.
Wie gesagt: Ich habe keine Ambitionen auf ein Amt. Ihre Beweggründe damals kenne ich nun und akzeptiere ich. Wenngleich wieder mit großem "ICH": ICH würde nur kandidieren, wenn ich auch wirklich werden will, wofür ich kandidiere. FÜR MICH dürfte der Posten kein schöner Nebeneffekt sein, sondern das absolute Ziel. Aus der Macht heraus kommt die Handlung. Nur wer der Handlung mächtig ist, kann sie durchführen. Ohne Macht ist Handeln ein schwieriges Unterfangen. In Ihrem Fall ging es ja aber nur darum, dass Polzin nicht als einzige Alternative zu sich selbst da steht. Letztlich ist der Bürgermeister geblieben - wir müssen also davon ausgehen, dass die Menschen damals mit ihm zufrieden waren. Oder die Fraktionen - je nachdem.
Sie merken: Ich bin kein Politiker - ich bin eher Philosoph. Und denen sagt man ja nach, aalglatt zu sein. Vielleicht ein Grund, warum es so schwer ist, mich in eine Ecke zu stellen. In der Bürgerbund-Ecke möchte ich jedenfalls nicht stehen und bitte Sie darum, mich da wieder heraus zu holen. Ich meine, dass wir den Menschen die Situation nur erklären können, wenn wir dabei rigoros lückenlos vorgehen. Wenn wir die Argumente des Bürgerbundes totschweigen, weiß niemand, warum der Bürgerbund 12% Stimmgewicht hat. Warum wählen die Menschen diese Partei und nicht jene? Wie bei der NPD - bitte keinen Strick draus drehen: Ich stelle die beiden nicht auf eine Ebene - müssen wir die Argumente kennen, um gegenargumentieren zu können. Nur wer weiß, was der Bürgerbund sagt, kann dagegen argumentieren. Nur wer Lügen kennt, kann Lügen strafen. Ich maße mir nicht an, die Mutmaßungen des Bürgerbundes als Lügen zu bezeichnen: Als Panentheist sage ich "Es ist, was es ist": Mutmaßungen. Jedem sei es selbst überlassen, seinen Verstand einzusetzen oder es bleiben zu lassen. Ich mag es nicht, meinen Lesern das Denken oder gar die Meinung abzunehmen und sie damit als dumm darzustellen. Jedoch sagte ich schon, dass es nicht einfach ist.
Ich werde jedenfalls weiterhin jedes Argument aufgreifen - jede Wahlwerbung, jeden Leserbrief, jeden Zeitungsartikel. Denn meiner Meinung nach können wir nur so die Stimmung wiedergeben, die Argumentation nachvollziehen und die Lage erklären. Sehen Sie mal: Es gibt ja auch positive Beispiele: Schauen Sie sich mal die Entwicklung des Herrn Arenz an: Vor ein paar Jahren hätte man ihn in eine Ecke mit dem Bürgerbund gestellt, weil er scheinbar immer dagegen war. Und heute? ICH jedenfallls war überrascht. Schauen Sie sich doch um in der Geschichte der Parteien: Aus belächelten Idealisten werden irgendwann Realisten. Bestes Beispiel: Joschka Fischer. Oder eben die Grünen. Oder auch die Linke in Teilen. Geben Sie den Menschen eine Chance und nehmen Sie sie so, wie sie sind. Andere kriegen Sie nicht.
Okay, Sie setzen mich zumindest nicht mehr mit den Menschen gleich, die ich zitiere. Aber haben Sie denn nun auch wirklich verstanden, warum ich sie zitiere? Ich möchte Ihnen rhetorisch ein paar Fragen stellen:
Warum steht in unseren Geschichtsbüchern zu lesen, was Adolf Hitler sagte? Warum zitiert man in ihnen Hetzreden Göbbels' und Himmlers?
Ich bin der Ansicht, dass diese Zitate der Aufklärung dienen und dass sie dort stehen, damit man sich mit ihnen auseinander setzt. So möchte ich meine Zitate - allesamt - hier und woanders - auch verstanden wissen. Ich bin nur der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag neu erkenne - nicht der Beständigkeit. Ich bin nicht der SSV, der ECH oder den Gegnern einer oder beider verpflichtet - nur mir selbst und der Wahrheit. Und die Wahrheit ist, dass der Bürgerbund das eben da oben zitierte gesagt hat. Bitte suchen Sie nicht in jeder meiner Aussagen meine Meinung. Für die habe ich eine Extra-Seite gewidmet. Einiges was da drin steht ist sicherlich naiv gedacht aber manchmal liegen die Lösungen im einfachen Denken.
Dass ich in blindem Übereifer persönlich wurde, haben Sie bemerkt. Es passiert mir oft einmal, dass Menschen sich von dem was ich sage (oder schreibe) erschlagen fühlen und dann mangels Argumenten mich persönlich angreifen. Da ich mir bei Ihnen nicht vorstellen konnte, erschlagen worden zu sein und schon gar nicht, dass Ihnen die Argumente ausgegangen sind, habe nur die Möglichkeit gesehen, dass Sie sich mit persönlicher Unsachlichkeit zu wehren versuchen. Dazu passte, dass Sie sich eine Sache heraus pickten und diese zerpflückten und dabei alles andere ignorierten. Aber da habe ich mich geirrt: Es ging Ihnen nur um diese eine Sache und Sie fanden das andere einfach nicht diskutabel. Insofern habe ich dann also im Glauben, mit "C-Waffen" beschossen zu werden, mit "C-Waffen" zurück geschossen. Entschuldigung.
Der Unsinn war die Aussage selbst. Habe ich erklärt - hätte sich eh beim genauen Lesen selbst widerlegt - habe ich verziehen. Ist vom Tisch. Damit ist der Weg frei für Sachlichkeit. Obwohl ja nun zum Thema auch alles gesagt ist. Ich habe gestern gleich nach Erhalt prompt den Offenen Brief Holger Königs veröffentlicht. Man sieht es doch: Die Dinge regeln sich von selbst. Der Bürgerbund sagt etwas und der Hoteldirektor stellt sich dagegen. Manchmal muss ich gar nichts dazu sagen. Ich hätte noch gern Teile des Leserbriefes der Familie Hildebrandt zitiert, weil ja auch Heiligendammer sich damit gegen den BB positioniert haben. Aber den gibt es wohl nicht online?
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
06.06.2009 - 10:59:04
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Meyer-Schwickerath  |
Tiefgarage - ein Problem des Standorts?
Aus den Leserantworten kann ich nur bemerken, wenn die Tiefgarage woanders wäre - was würde dann die Planung und vor allem der Aufwand dafür bedeuten - mehr? Hat das jemand einmal die ECH und Fundus gefragt? Es ist wohl einleuchtend, dass Planer und Architekten normalerweise Tiefgaragen direkt unter Häuser bauen, und in dem Fall unter die drei, die sowieso wegen Schwammbefall laut Denkmalschutz abgerissen werden sollen. Wollte man die Garage inden hinter den Kollonnaden gelegenen Wald verlegen, wären sicher die Bürger dagegen und der Umweltschutz auch. Aber, wie bisher schon mehrfach angemerkt - es fehlt am politischen Willen, das einmal beschlossene Seebad mit gehobenem Niveau auch weiter zu bringen - jedenfalls deutet alles darauf hin, dass einige Wortführer ihre Macht dazu missbrauchen. Wir hoffen weiter auf den Neubeginn und bald, zum Wohl der Arbeitsplätze in der Region!
08.06.2009 - 14:08:58
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Martin Dostal  |
Nun, der Mehraufwand ist mir bewusst. Es geht allerdings nicht darum, die Tiefgaragen gänzlich woanders zu bauen. Sie kommen auch vorn nicht direkt UNTER die Häuser. Mein Vorschlag war nun - da die SSV es VOR der Perlenkette nicht will - es DAHINTER zu realisieren. Eigentlich logisch.
Aber ich darf auch daran erinnern, dass im Grundlagenvertrag etwas von Zusammenarbeit steht. Warum arbeitet man denn nicht zusammen? Solche Baupläne könnte man gut und gern zusammen ausarbeiten - ECH, Planungsbüro und ein paar sachkundige Stadtvertreter. Dann würden solche Probleme gar nicht erst entstehen. Ich weiß: Anderswo macht man so etwas auch nicht und bla... Wenn wir uns alle eingestehen, dass Heiligendamm besonders ist und dass die Situation besonders ist, dann darf auch der Lösungsweg besonders sein.
Solange die ECH die SSV nicht in die Planungen mit einbezieht, wird es problematisch bleiben und wenn es unbedingt problematisch bleiben soll, dann macht man eben weiter, wie bisher. Nur geht es dann nicht mehr um Heiligendamm, sondern - Sie kennen meine Ansichten - um Politik und Zeitgewinn.
Es kann doch beim besten Willen nicht so schwer sein, gemeinsam ein Projekt zu entwickeln - ohne Machtspiele, ohne Blockaden und ohne ständiges Zerreden. Vielleicht sollten wie Gorbatschows Ruf nach Glasnost mal in Heiligendamm erhören und anfangen, die Dinge zu erklären. Schauen Sie sich mal hier in den Kommentaren nach Herrn Gühlers Ausführungen um - das brauchen wir. Auf meiner Diskussionsseite gibt es auch den jüngsten Flyer der ECH - auch den halte ich für eine gute Idee. Besser wäre noch, wenn man nicht über, sondern mit dem anderen reden würde.
Dennoch bin ich zuversichtlich: Wir schaffen das und Heiligendamm wird erfolgreich werden. Hier geht die Welt ja 100 Jahre später unter...
MfG Martin Dostal
09.06.2009 - 23:20:34
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Martin Dostal  |
Nachtrag: Wie ich gerade in einer Ausführung Herrn Gühlers in einer anderen Diskussion hier sehe, ging es wohl gar nicht so sehr darum, dass man die Tiefgarage nicht haben will, sondern um die Finanzierbarkeit. Insofern ist unsere Tiefgaragendiskussion vermutlich eh unnütz, sodass ich mal die Vorteile meiner Version nur zum besseren Verständnis und gänzlich ohne Empfehlung an die ECH, denen ich durchaus zutraue, selbst die für Heiligendamm optimale Tiefgarage zu entwickeln, nennen will. (Sehr verschachtelt.)
Meine Variante - über die wir nicht diskutieren müssen, ich will sie nur erklärt haben, weil Sie sie gleich gegen meinen Willen um Meter nach Süden versetzt haben ;-) - sieht eine Tiefgarage vor, deren Aushebung vom Residenzhotel bis zur Perle reicht oder wenn man es gleich richtig machen will, von der Seedeichstraße bis zur Kühlungsborner Straße. Wir müssen nicht darüber spekulieren, ob mir die Umweltschützer deshalb aufs Dach steigen würden - gegen meine Tiefgarage ist die von der ECH geplante eine Kuschelecke. Ich würde es nämlich so gestalten, dass die Autos gleich nach dem Einchecken ihrer Besitzer unter der Erde verschwinden - es sei denn, dieselben zahlen viel Geld dafür, dass es draußen stehen bleiben darf. Ich würde mir wünschen, dass die Kühlungsborner Straße der EINGANG des motorisierten Hotelbetriebs ist und die Seedeichstraße der AUSGANG. "Meine" Tiefgarage ist also eine Einbahnstraße. Wenn die ECH ganz Heiligendamm haben will, erübrigt sich das aber wenn ich mich nicht irre, wird die K'borner Straße immer öffentlich bleiben und darum würde ich es befürworten, auf diese Durchgangsstraße so knapp an der Kurve nicht noch Ein- und Ausgangsverkehr des Hotels zu legen.
"Meine" Tiefgarage würde auch keinen Baum des Kurwaldes kosten. Durch den Neubau zwischen Residenzhotel und Kolonnaden werden eh Bäume fallen und ich wäre eben dafür, die Tiefgarage auch unter dem Residenz-Parkplatz, unter dem eben genannten Neubau und bis zu den Kolonnaden fortzuführen. Man hätte also eine Tiefgarage die nicht nur wie jetzt geplant die Häuser der nördlichen Perlenkette (Perle bis Anker) verbindet, sondern man würde an dieselbe Tiefgarage auch das Residenzhotel, den Hotelneubau, die Häuser "Grand Hotel" und "Severin-Palais", bei Bedarf auch die Kolonnaden, sowie das Thalassozentrum und das Haus "Bischofsstab" an diese eine Tiefgarage anschließen können. Und zwar direkt und ohne Tunnel. Das Thalassozentrum soll ja eh eine öffentliche Tiefgarage bekommen. Man kann große Tiefgaragen durch Gitter auch problemlos abteilen. Da es sich für die Hotelareal-Bewohner und Hotelgäste nur um einen Ausgang zur Seedeichstraße hin handelt, kann man problemlos drei Öffnungen nebeneinander anlegen, von denen z.B. die linke der Einganfg ins öffentliche Parkhaus ist, die mittlere der Ausgang desselben und die rechte der Ausgang für das Hotel/die Perlen. Gut gebaut würde kein Tagesgast sich in den Hotelparkbereich verirren und gut überlegt würden die Hotelgäste nicht das öffentliche Parkhaus nutzen.
Optisch würde ich obenauf die Professor-Dr.-Vogel-Straße, die ja eh entweder saniert oder beseitigt werden muss, dann als schöne Flaniermeile mit den Kolonnaden als Kaufhaus (meinetwegen auch etwas verlängert oder verbreitert) vorschlagen, sodass sich dort eine Ruhezone bildet. Wenngleich dies dem historischen Konzept widerspricht: Dieser Teil sollte eine belebte Straßenszene bilden. Aber vor dem Bau der Kolonnaden standen die Perlen direkt am Waldrand und bildeten eben jene Reheoase, sodass diese mit der Vergangenheit vereinbar wäre. Oder man macht eben doch eine blumenreiche farbenprächtige städtische Szene mit Wasserspiel etc. draus - das würde dann besser zum Ballsaal passen, der von der Vogel-Straße aus erreichbar sein soll. Da hier mit dem Thalassozentrum eh ein Schnittpuunkt zwischen Öffentlichkeit und Privatraum entsteht, wäre es nicht verkehrt, hier etwas Lebendigkeit auszustrahlen. Wer dann Ruhe sucht, geht lieber nach Westen in den Park und wer Lebendigkeit sucht, geht nach Osten in die "Kleinssttadt". Da wird dann die Öffentlichkeit als direkter Nachbar auch nicht so stören, wie es ein Besucherstrom durch den Hotelpark tun würde. Wer in den Perlen wohnt, wird ja mit der Promenade und dem Strand vor der Nase nicht ernsthaft himmlische Ruhe erwarten. Dazu sind dann die Cottages im Westen und die Burg und Orangerie da.
Wenn man will, kann man unterirdisch bis zu den Mollischienen weitermachen und alles miteinander verbinden und die ganze Hotellogistik unter der Erde verschwinden lassen. Jetzt sag noch einer, ich wäre auf der Seite der Gegner. Für die wäre ich vermutlich schlimmer, als die ECH. ;-)
Aber mir geht es wie immer um Heiligendamm und ich finde, dass wir Heiligendamm zwar historisch korrekt behandeln aber dennoch mit in die neue Zeit nehmen sollten. Historisch korrekt ist für mich, nicht hunderte von Autos in Heiligendamm offen herum stehen zu haben. Zeitgemäß ist für mich, dennoch nicht auf die Autos zu verzichten und sie an den Ortsrand zu verbannen, sondern sie unter der Erde verschwinden zu lassen. Historisch ist es für mich auch, alte Laternen, statt moderner Stelen aufzustellen aber zeitgemäß ist es, diese weitestgehend mit Solarenergie zu versorgen. Historisch ist es für mich ebenso, die Häuser von außen so zu sanieren, dass sie aussehen wie vor 200 Jahren. Zeitgemäß ist es für mich aber auch, den Grundriss der heutigen Zeit anpassen zu dürfen - und zwar beliebig. Bedenken habe ich dabei, die Perlen in ihren Maßen zu verändern - denn das ist für mich historisch nicht korrekt. Aber es ist für mich das kleinere Übel, die ECH die Perlen etwas mopsiger aufbauen zu lassen, als wenn sie weiter verfallen. Zeitgemäß ist es eben auch, sich den Bedürfnissen des neuen Eigentümers anzupassen. Gegen historisch anmutende Neubauten in der zweiten Reihe habe ich auch nichts, denn auch die Kapazitätserhöhung, die so oft angedacht und nie umgesetzt wurde, ist für mich zeitgemäß.
Ist auch ein Zaun drum zeitgemäß? Nun, das kommt darauf an, wieviel man dann noch sieht. Es müssen irgendwie vier große und 9 kleine Gebäude von mindestens drei Sichtseiten bleiben. Momentan ist sogar mehr gegeben. Die Perlen von hinten zu verlieren ist schade. Aber ich sage auch: Ich kann einen Tee trinken oder ein Eis essen gehen und dann alles von allen Seiten sehen. Wo ist also das Problem? Nun, vielleicht da, dass es praktisch schwierig ist, überhaupt ohne Zimmerkarte auf das Gelände zu kommen? Hier muss sich etwas ändern. Wenn ich im Museum Artefakte bestaunen will, muss ich auch Eintritt zahlen. Wenn mir Heiligendamm in der angebotenen Form nicht reicht und ich jede Hauswand sehen will, zahle ich eben und kriege dafür sogar noch einen Tee oder was auch immer. Mir geht es nicht um dieses oder jenes oder um Kleinigkeiten - mir geht es darum, dass der Verfall endlich ein Ende hat.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
10.06.2009 - 17:19:08
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Martin Dostal  |
Anarchie im Kurwald
Liebe Mit-Leser!
Ich habe mich heute mal für ein paar Minuten im Kurwald am Sitzrondell niedergelassen und die Leute beobachtet. Dies tat ich schon einmal, als da noch ein Zaun hinter dem Rondell war.
Meine Beobachtung damals:
Die Leute kommen von der Kühlungsborner Straße und gehen anstandslos und ohne langes Gucken nach Osten Richtung Seedeichstraße. Hin und wieder verirrten sich mal Leute an den Zaun, guckten drüber und gingen dann aber weiter. Nur wenige gingen - entweder mit starrem Blick nach vorn oder nach vorsichtigem Umgucken - am Zaun vorbei. Zwar habe ich immer einen Fotoapparat dabei aber ich habe aus Rücksicht keine Bilder gemacht. Da müssen Stadt und ECH schon selbst eine Lösung finden.
Meine Beobachtung heute:
Die Leute gehen zum Rondell und halten inne. Ein Teil schaut auf die Wegweiser und folgt ihnen nach Osten. Ein weiterer Teil geht ohne zu gucken nach Osten. Ich schätze, dass in der halben Stunde 60% die Wegeführung genutzt haben. Heiligendamm war stark frequentiert und es gab kaum Lücken im Besucherstrom. Es war schwierig, Bilder ohne Leute drauf zu machen.
Cirka 40% verhielten sich nun aber anders: Ganze Radfahrergruppen verschwanden geradewegs in der Schneise, um dann wieder heraus zu kommen und zu schimpfen: "Das muss einem doch gesagt werden, dass es hier nicht lang geht." Ich konnte nicht anders, als mir am Kopf zu kratzen: Alle Wegweiser zeigen nach rechts und rückwärts - keiner geradeaus. Soll man nun Durchgangsverbotsschilder aufstellen? Und wie lange würden die dann stehen?
Die 40% muss ich aber auch noch einmal unterteilen: Ein Viertel von ihnen zögerte zunächst, sah auf den Wegweiser, sah in die Schneise und ging dann hindurch. Drei Viertel von ihnen gingen ohne zu zögern hindurch.
Und: Von dem einen Viertel kamen 80% zurück und nutzten dann die Wegführung. Nur 20% - das sind vielleicht 5 Leute gewesen - kletterten über den Zaun.
Von den drei Vierteln kamen verhältnismäßig weniger zurück. Eine Radgruppe kam geschlossen zurück, eine Gruppe alter Leute ebenso und viele Einzelpersonen und Paare gerade älteren Semersters ebenso. Die Mehrzahl derer, die schnurstracks durch die Schneise liefen, kamen aber nicht mehr zurück.
Ein Problem gibt es: Das Schild "Strand" am Wegweiser müsste ein wenig weiter nach Süden gebogen werden, damit deutlich wird, dass es zum Strand über den Weg zur Seedeichstraße geht. So von unten - da kann ich viele Leute gut verstehen - könnte man auch interpretieren, dass es durch die Schneise zum Strand geht, bwohl da kein Weg ist, sondern nur ein Trampelpfad. Ein Großteil der Gesichter, die ich heute gesehen habe, spiegelte Ratlosigkeit wieder.
Manche Leute liefen nach dem Passieren der Schneise übrigens beim Anblick meiner Kamera förmlich weg und wandten sich dabei ab. Warum wohl?
Ich habe mir die Sache dann auch noch einmal von der Professor-Vogel-Straße aus angesehen. Hier sieht man deutlich einen Trampelpfad, der durch den Holzzaun hindurch führt. Unvorstellbar!
Man denke nur, wie groß das Geschrei wäre, wenn anderorts in Heiligendamm die Besucherströme Zäune ignorieren und Privatgrundstücke durchqueren würden. In der Gartenstraße zum Beispiel. Jeder Grundstück- oder Parzellenbesitzer Heiligendamms müsste eigentlich mitfühlen können, was für ein Unding da im Kurwald abläuft. Zumal die absolute Mehrheit der Heiligendammer auf seinem eigenen Grundstück wohnt oder zumindest eine eigene Parzelle hat. Der einzige Unterschied ist, dass diese Eigentümer nicht das Problem haben, dass einst Wege über ihre Grundstücke führten. Aber das trifft nicht auf alle zu und wenn man wollte, würde man an Hand alter Karten auch vereinzelt kurwaldähnliche Situationen rekonstruieren können.
In der Schneise entdeckte ich dann auf dem Grundstück der ECH Leute, die dort Rast einlegten, ihre Fahrräder abstellten und sich erst einmal nieder setzten. Andere kletterten eben über den Holzzaun oder dazwischen hindurch. Im Übrigen betrifft dies nur den Kurwald: Im Großen Wohld östlich der Seedeichstraße sind die Nebenwege regelrecht verwildert, während die Hauptwege gut genutzt sind - auch wenn ein Nebenweg kürzer wäre.
Tja und ganz lustig wird es dann, wenn die Leute, die die Scheise als Abkürzung nutzen, dann über den Holzzaun klettern und nicht etwa nach links zur Seebrücke laufen, sondern nach rechts zum Imbiss, zu Coco oder zum Strand oder zum Auto. Also überall dort hin, wo die normale Wegführung sie ganz legal und ohne Klettereien gebracht hätte.
Muss man nicht verstehen. Ist Heiligendamm. Nicht von dieser Welt.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
08.09.2009 - 19:39:05
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