News-Archiv Juli 2009

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Geschäftsführer der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm: Keine ausstehenden Zahlungen an die Stadt Bad Doberan

Heiligendamm | 04.07.2009 - 01:47:20

Heiligendamm. Als „absolut nicht nachvollziehbar“ bezeichnet Hans Schlag, Geschäftsführer der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH), Medienberichte über ausstehende Zahlungen der ECH an die Stadt Bad Doberan. „Wir sind all unseren Verpflichtungen gegenüber der Stadt nachgekommen. Bad Doberan hat in der ECH über all die Jahre stets einen zuverlässigen Vertragspartner“, so Schlag. Der in Medienberichten erhobene Vorwurf, es gebe viele offene Rechnungen, ist absolut falsch. Ebenso hat die ECH die Grundsteuer beglichen. 
 
Was die Pacht betrifft, die die ECH gegenüber der Stadt Bad Doberan für gepachtete landwirtschaftliche Flächen in Heiligendamm zu leisten hat, so gibt es aktuell ein Erhöhungsverlangen der Stadt. „Ob als Privatmann oder Unternehmen: Es ist absolut üblich, dass jeder für sich zunächst prüft, ob die geforderte höhere Miete oder Pacht gerechtfertigt ist. Das macht die Stadt, wenn sie Mieter ist, ebenfalls. Und genau das tun wir gerade. Darüber gibt es Gespräche mit der Stadt“, erläutert Schlag. 
 
Die Behauptung, Pachtzahlungen stünden aus, ist für den ECH-Geschäftsführer umso unverständlicher, als dass die Stadt die Pacht zum 01.07.2009 erhöhen möchte. Seither sind also erst zwei Tage vergangen. Überdies zieht die Stadt die Pacht in bisheriger Höhe halbjährig, so auch aktuell zum 01.07., ein. „Von ausstehenden Forderungen kann also auch hier nicht die Rede sein“, erläutert Schlag. 
 
Was die Kosten für die Erschließungsstraße angeht, so gibt es unterschiedliche rechtliche Auffassungen über die letzte Rate. „Auch darüber gibt es laufende Gespräche zwischen ECH und Stadt. Auch das ist ein vollkommen normaler Vorgang, wie er jeden Tag hundertfach in Deutschland vorkommt. Absolut unüblich aber ist, dass diese Dinge, die Sache der beiden Vertragsparteien ECH und Stadt sind, in der Öffentlichkeit diskutiert werden“, empört sich Schlag. 
 
Dies ist umso ärgerlicher, als dass die ECH mit zwei Millionen Euro den Löwenanteil für die Erschließungsstraße längst gezahlt hat. Sie hat der Stadt Bad Doberan für den Bau der Straße nicht nur kostenlos Grundstücke zur Verfügung gestellt, sondern den Finanzierungsanteil der Gemeinde komplett übernommen. „Die Stadt hat keinen einzigen Cent dafür ausgegeben. Ohne die ECH gäbe es die Straße heute nicht. Ich würde mich freuen, wenn das ebenfalls gesehen und durch Politik und Verwaltung aktiv öffentlich vertreten würde“, ergänzt Schlag.  
 
Der ECH-Geschäftsführer zeigt sich vor allem über das Verfahren verärgert: „ECH und Stadt sind seit vielen Jahren Vertragspartner, wenn es um die Entwicklung von Heiligendamm geht. Immer wurden Lösungen gefunden, die beiderlei Interessen gerecht werden. Solche Lösungen erarbeitet man aber gemeinsam am Tisch und nicht in der Öffentlichkeit. Das ist schlechter Stil“, so Schlag.
 


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