Bad Doberan. Mit Informationen und einem Eisbären werben BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN am Sonnabend, dem 8. August 2009 auf dem Markt in Bad Doberan für den Klimaschutz. Der Landesgeschäftsführer, Ulrich Söffker, der Bundestags-Direktkandidat der Grünen, Steffen Marklein, und der Sprecher des Kreisverbandes, Heinz Keuer, stehen für Fragen zur Verfügung. Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für einen deutlichen Ausbau der erneuerbaren Energien ein und informieren auch über Möglichkeiten selbst aktiv zu werden, zum Beispiel mit Maßnahmen zur Energieeinsparung oder einer eigenen Solaranlage für die Warmwassererzeugung oder die Stromerzeugung.
Bündnis 90/Die Grünen werfen der Landesregierung Unkenntnis und deutliche Versäumnisse vor, die zu Lasten des Klimaschutzes und von Arbeitsplätzen gehen. Nach dem aktuellen Konzept der Landesregierung „Energieland 2020“ vom Frühjahr diesen Jahres sind bis 2020 nur 3.000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien zu erwarten. Eine Recherche der Grünen ergab bereits heute über 4.000 Arbeitsplätze in diesem Sektor und ein Potential von über 13.000 Arbeitsplätzen für 2020. Auch bei der Stromerzeugung aus Biomasse und Solarenergie sind die Ziele der Landesregierung für 2020 schon heute erreicht. Bei der Windenergie hat uns das dicht besiedelte Nordrhein-Westfalen schon überholt. „Mit veralteten Zahlen und Zielen kann man keine Politik für die Zukunft machen“, kritisiert Ulrich Söffker. „Die Konzentration auf das Steinkohlekraftwerk Lubmin verstellt der Landesregierung den Blick für die Zukunftstechnologien. Wir müssen hier die Landesregierung antreiben, endlich anspruchsvolle Ziele zu formulieren und die Rahmenbedingungen für die Umsetzung zu schaffen.“ Nach Ansicht der
Grünen muss die Landesregierung im eigenen Bereich anfangen und Standarts für den Energieverbrauch und die Kohlendioxid-Emissionen ihrer Fahrzeuge und Gebäude festlegen.
„Wenn wir nicht schnell handeln, dann schmilzt den Eisbären das Eis unter den Füßen weg - und uns steht das Wasser bis zum Hals, weil der Meeresspiegel massiv ansteigt“, so die Grünen. Darauf soll der Eisbär mit seiner Eisscholle hinweisen, der die GRÜNEN begleitet.
Foto (Quelle): GRÜNE