Martin Dostal  |
Muss er ja auch nicht. Jedem steht es frei, sich woanders Arbeit zu suchen, auch wenn es natürlich nicht einfach ist. Aber immer noch besser, als unter subjektiv schlechten Bedingungen weiter zu arbeiten und sich zu quälen.
Ob im Hotel oder (Ich kenne das selbst-) im Callcenter: Entweder man ist den Aufgaben gewachsen oder eben nicht. Ein Arbeitgeber ist ja kein Samariter und umso größer er ist, desto unpersönlicher ist das Verhältnis zum Angestellten. Hotellerie ist sicherlich kein Zuckerschlecken - ob Kempinski oder Dorfpension. Wobei es Kempinski in MV ja nicht mehr gibt. Sorgen um ausbleibende Bewerbungen muss sich die Hotellerie im MV ja nicht machen, sodass es ihr herzlich egal sein kann, was ein Ex-Mitarbeiter von ihr hält. Dumm ist, wenn ein Mitarbeiter es den Gast spüren lässt. Aber dann ist seine Kündigung auch sicher. Ein Teufelskreis - wahrlich. Mitunter bringt es vielleicht etwas, die Probleme rechtzeitig anzugehen und miteinander zu kommunizieren.
Wobei anonyme Kommentare ja nicht gerade kommunikativ sind.
Schade, dass "kempi" sich hinter einem Pseudonym und einer falschen E-Mail-Adresse versteckt und sich damit einem Dialog entzieht. Verschwiegenheitspflicht ist das eine und völlig klar aber anonym über seinen ehemaligen Arbeitgeber ("Arbeitsbedingungen freiwillig wiederholen" lässt diesen Schluss zu) herzuziehen, ist feige. Wer sich dem Dialog auf diese Art entzieht, verdient auch keine Anerkennung dafür und vor allem löst er das Problem nicht. Schlimmstenfalls wird er doch erkannt und holt sich Ärger ein.
Soll nicht mein Problem sein. Ich wollte nur darauf hingewiesen haben, dass Internet und Anonymität nicht gut zusammenpassen.
Warum schreiben "anonyme" Kritiker des Hotels, FUNDUS' und der ECH eigentlich immer durchweg klein und nur in wenigen Zeilen? Fällt mir mal so auf: Anonymer Hinweis zu den offenen Rechnungen, anonyme Kritik an den Arbeitsbedingungen, diverse Kommentare hier und anderswo, diverse Leserbriefe... schon lustig anzusehen.
Solche anonymen Schreiber jedenfalls schaden all jenen, die in irgend einer Weise sachlich oder unsachlich, berechtigt oder nicht öffentlich Kritik gegen die ECH, das GHH und FUNDUS hervor gebracht haben und hervor bringen.
Sie (die anonymen Schreiber) lassen nämlich den Verdacht zu, dass es sich bei einigen Kritikern um erfolglose Mitarbeiter, zurück gewiesene Bewerber u. ä. handelt. Da sich das Verhalten einiger nicht logisch erklären lässt, sucht man natürlich nach möglichen persönlichen Differenzen zwischen dem Kritiker und dem Kritisierten.
Wenn diese anonymen Hinweise dann auch noch Internas enthalten, die nur ein "Insider" einer der Vertragspartner wissen kann, disqualifiziert so ein anonymer Schreiber gleich alle anderen Kritiker mit - egal, ob ihre Kritik berechtigt ist oder nicht.
Am Ende ist dann in unserer Heiligendammer-Schwarz-Weiß-Methodik jeder, der Kritik hervor bringt ein mutmaßllich verstoßenes Kind. Dann haben wir ein verfälschtes Bild und damit ist keimem geholfen.
Also bitte: Von Angesicht zu Angesicht oder gar nicht.
Schließlich können wir froh sein, überhaupt diese Funktionalitäten dieser Internetseite nutzen zu können und sollten sie dager nicht missbrauchen.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
08.09.2009 - 18:57:52
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Martin Dostal  |
Liebe/r Fensterblicker/in,
da haben Sie aber wirklich schlecht recherchiert - obgleich man hätte mit der Nase drauf fallen können: Ich bin voll erwerbsgemindert und weder kann ich irgendwo angestellt arbeiten, noch dürfte ich es. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass ich so umfangreich recherchieren KANN. Ich beschwere mich nicht über die "Höhe" der Renten aber "höher gestellt"? Also ich weiß nicht...
Gegen Meinungen habe ich nichts einzuwenden. Man muss nicht zweimal lesen, um erstens meine Zustimmung zur Problematik (Hotellerie ist kein Zuckerschlecken - meine eigene Erfahrung in einer ähnlichen Branche) und zweitens zur eigenen Meinung "Muss er ja auch nicht" zu erkennen.
Eine Meinung aber gehört zu einer Person und hier haben wir nur ein Anonymus - das könnte genausogut ein Zufallsgenerator sein, der eingespeicherte Aussagen nach dem Zufallsprinzip abgibt. Wie soll man sachlich diskutieren, wenn der, der die erste "Meinung" schreibt, sich hinter einem falschen Namen und einer falschen E-Mail-Adresse versteckt?
Ich fände es genauso schlimm, wenn irgend ein Mitarbeiter des Hotels unter falschen Namen und falscher E-Mail-Adresse hier uns die Ohren vollschwärmen würde. Heiligendamm ist kein Spielplatz - es geht um die Zukunft unserer Stadt und entweder bekent man sich dazu (Bekennen und anonym schließen sich aus) oder man lässt es bleiben. Wenn ich also sage: Lass es bleiben, dann meine ich nicht, die Meinungsäußerung bleiben zu lassen, sondern diese alberne Anonymität. Im Internet GIBT ES KEINE Anonymität!
Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Glauben Sie ernsthaft, dass irgend jemand, der für oder gegen etwas ist, sich dadurch davon abbringen ließe, dass andere seines Schlages - wie Sie sagen "offiziell gemacht" werden? Dann würden wir noch immer im Kaiserreich leben. Die Wende 1989 wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht so viele Menschen die Gefahr der Aufdeckung wissentlich ignoriert hätten. Ich nutze für die Recherchen das Internet, Zeitungen und eben halt die Beteiligten selbst. Ein Geheimdienst würde sich darüber totlachen. Und dass unser beider Recherchen nicht immer zuverlässig sind, hat Ihr falsches Ergebnis deutlich gezeigt. Sie müssen mich verwechselt haben. Bei Geheimdiensten könnte so eine Panne tödlich enden. Lieber nicht dran denken.
Ich bin mir nicht sicher, worauf Sie sich beziehen aber da Sie mich persönlich unsachlich und in meinen Augen niveaulos angreifen, muss ICH wohl jemanden "offiziell gemacht" haben. Ich kann mich an nur einen Fall erinnern und da habe ich die Vermutung angestellt, dass Herr Reiter aus Berlin "Max Meer" als Pseudonym benutzt. Wie gesagt: Vermutung. Getroffene Hunde bellen. Bisher blieb es ruhig. Weder Herr Reiter, noch "Max Meer" haben sich je beschwert. Nun gut, damit würden sie dann auch die Vermutung bestätigen... soweit habe ich gar nicht gedacht.
Natürlich gibt es auch in Heiligendamm und Bad Doberan Leute, die sich in verschiedenen Vereinigungen organisieren und sich für oder gegen eine Sache engagieren. Die tun es aber öffentlich und daher ist es ihnen auch klar, dass man ihre Aussagen, die sie an einer Stelle tätigen mit denen vergleichen kann und wird, die sie in der Vergangenheit schon einmal an anderer Stelle getätigt haben. Die Mitglieder des Bürgerbunds, der Bürgerinitiative und der IHG (ohne sie auf eine Linie stellen zu wollen) haben so viel Anstand und Niveau, dass sie sich öffentlich - wie Sie sagen: offiziell - zu ihren Standpunkten bekennen. Sie könnten auch anonym gegen die ECH, das GHH oder Fundus sticheln. Tun sie aber nicht. Und das rechne ich ihnen hoch an. Ihre Standpunkte muss ich deshalb nicht zu 100% teilen.
Vielleicht sollte ich es auch erwähnen: Ich bin froh über jede Stellungnahme der Bürgerinitiative, des Bürgerbundes, der IHG, der ECH, des GHH, der Bürger, Abgeordneten und Parteien. Denn nur die Summe aller Stellungnahmen verschafft mir die Möglichkeit, ein Gesamtbild der Öffentlichen Diskussion zu zeigen. Außerdem zitiere ich lieber, an statt zu sagen : "Ich habe gehört, dass die gesagt haben sollen...".
Anders gesagt: Es wäre für mich unbefriedigend, wenn - wie die Bürgerinitiative derzeit - die Leute schweigen. Schweigen ist keine Meinung und Schweigen ist keine Diskussion. Ich möchte, dass die Leute ihren Hintern bewegen und sich positionieren - und zwar gerade die, die bisher gar nichts gesagt haben. Nichts ist fataler, als stille Zustimmung oder stille Abneigung. Stille Zustimmung nützt dem Investor nichts und stille Abneigung den Kritikern nicht. Es sind immer dieselben Leute - mich eingeschlossen - die sich öffentlich positionieren. Ich gehe davon aus, dass viele Leute meine Leserbriefe inzwischen genauso ungern lesen, wie ich die einiger Einzelpersonen. Die reale Alternative: Es können auch einmal andere schreiben. Tun sie aber nicht. Warum nicht? Keine eigene Meinung?
Und die dann ihre Meinung sagen, tun es auch noch anonym.
Ich verstehe die Grundsituation: Verschwiegenheitspflicht. Ich durfte ein Jahr nach der Auflösung des Arbeitsvertrages im besagten Callcenter auch keine Details zu Arbeitsabläufen und Klienten Preis geben. Aber ich wäre auch nicht auf die glorreiche Idee gekommen, das dann "anonym" tun zu wollen. Entweder habe ich unterschrieben und halte mich daran oder ich unterschreibe nicht. Aber erst unterschreiben und dann einen Feldzug gegen den Ex-Arbeitgeber zu starten (ich hätte wirklich allen Grund dazu gehabt), ist in meinen Augen feige und diese Blöße hätte ich mir nicht gegeben.
Uns alle interessiert, wie die Verhältnisse im Grand Hotel sind. Es gibt Medien, die solche Berichte mit offenen Armen empfangen und bei der Berichterstattung die Anonymität des Berichtenden professionell bewahren können. Diesen Weg akzeptiere ich, wenn der Berichtende auch die Frage beantworten kann, warum er es der Öffentlichkeit erzählen möchte. "Kempi" hätte diesen Weg gehen können und wäre professionell anonym geblieben. "Kempi" aber schreibt es ins Internet - also stellt sich quasi mit einem Plakat auf den Boulevard. Ich will keine Dummheit unterstellen und sage darum: Ungeschickt.
Bitte, liebe/r Fensterblicker/in: "kapitalistische, neoliberalistische Ausbeuter" - muss das wirklich sein? Das erinnert mich an meinen Opa, der immer die Zeitung auf den Tisch geknallt hat und abwechselnd auf die Bolschewisten und die Bourgeosie geschimpft hat. Das versteht doch kein Mensch. Da muss man genau sagen, was einem am Kapitalismus und was am Neoliberalismus nicht passt. Und mich damit anzugreifen, treibt mir Tränen in die Augen. Vom Lachen. Ich wähle Kandidaten und Programme. Eine klare Linie habe ich da nicht. Da kann es sein, dass die Erststimme ein Kandidat der Linken bekommt und die Zweitstimme die SPD oder die Erststimme an einen Grünen geht und die Zweitstimme an die Linke oder der Erststimme an einen CDU-Kandidaten und die Zweitstimme an eine kleine Partei - oder ich entscheide mich bei der Zweitstimme mal gar nicht und streiche den Zettel durch - macht man eigentlich nicht. Ich schaue mir kleine Parteien genauer an, da die großes es sowieso immer schaffen. Aber die Programme müssen stimmen. Es kann auch sein, dass sich die Programme derer, die meine Erststimme bekommen rapide von denen unterscheiden, die meine Zweitstimme bekommen. Man muss eben Prioritäten setzen. Es wird halt nicht möglich sein, mich da in eine Ecke zu stellen. Prinzipien habe ich dennoch dabei. Einige Parteien würde ich grundsätzlich nicht wählen.
Hier kommen wir dann wirklich vom Thema ab. Aber alles andere gehört schon zum Thema. Die Themen rund um Heiligendamm sind sehr komplex. Da gibt es Themen, die sich einfach nur gegen den Stillstand und Verfall richten, andere haben mit Denkmal- oder Naturschutz zu tun, wieder andere mit Öffentlichkeit und Eigentumsverhältnissen, andere dann sogar mit Globalisierungskritik, dann gibt es da die Neiddiskussion, die allgemeine Abneigung gegenüber Reichen - also Klassendiskussion, dann auch die Abneigung gegenüber Macht (und Ohnmacht) - also eine gewisse Machtdiskussion. Ich habe auch noch nicht alle Themen beisammen - aber es ist wie gesagt komplex und Ihr Beitrag berührt mit Sicherheit eine Menge Themen und weicht daher nicht vom Thema ab.
Ich würde mich freuen, wenn Sie sich weiter in die Diskussion einbringen, etwas sachlicher wäre schön aber wenn das Ihre Art ist, akzeptiere ich es auch unsachlich und sehe darüber hinweg. Ob die E-Mail-Adressen derer die mitdiskutieren nun auch stimmen, prüfe ich nicht. Das ginge zu weit. Ich setze einfach ein gewisses Niveau voraus und wenn ich dann feststelle, dass ein ehemals anonymer Schreiber seinen Mut zusammen genommen hat und sich öffentlich bekennt, erfreut es mich umso mehr.
Denn das sollten wir nicht vergessen: Es geht hier nicht um Befürworter oder Gegner dessen, was in Heiligendamm geschieht, sondern es geht um die Zukunft Heiligendamms. Es geht um Häuser, die nicht saniert sind, um Pläne, die nicht erfüllt sind, um Wegrouten, die neu definiert sind und um Eigentumsverhältnisse, die neu deklariert sind. Es geht darum, dass ein Anfang gemacht wurde und es nun nicht weitergeht und mir persönlich geht es darum zu zeigen, warum es nicht weiter geht. Ich versuche es ohne Schuldzuweisungen aber wenn man will, wird man in jede noch so diplomatische Aussage eine Schuldzuweisung hinein definieren. Mir geht es darum, die Dinge beim Namen zu nennen - inklusive der Beteiligten. Eben alles andere würde ich mit Ihren Worten "hintenrum geseiere" nennen. Heiligendamm ist mit Schuldzuweisungen nicht geholfen und mit falscher Diplomatie ebensowenig.
Womit wir zum Schluss kommen:
Schwalben jagen keine Elstern.
In der Natur gibt es Symbiose.
Wir Menschen haben das nicht begriffen.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Dostal
13.09.2009 - 11:24:09
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