News-Archiv September 2009
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Virusgrippe: Jetzt impfen lassen!
Region Bad Doberan | 15.09.2009 - 09:38:30
Bad Doberan. Die saisonale Influenza (Virusgrippe) führt in jedem Winter zu Erkrankungswellen, die erhebliche individuelle und gesellschaftliche Auswirkungen haben, darauf weist der Landkreis Bad Doberan in einer Mitteilung an die Medien hin.
Die Virusgrippe ist eine oftmals unterschätzte Erkrankung, denn bereits während einer gewöhnlichen Grippewelle können deutschlandweit 5.000 bis 8.000 zusätzliche Todesfälle beobachtet werden. Insbesondere ältere Menschen und Menschen mit chronischen Grunderkrankungen sind gefährdet. Mit einer Epidemie muss in jedem Jahr gerechnet werden.
Um der Erkrankung und ihren Komplikationen vorzubeugen, empfiehlt Dr. Marita Jenning, Amtsärztin und Leiterin des Gesundheitsamtes Bad Doberan, sich rechtzeitig impfen zu lassen. Eine frühzeitige Impfung gegen die durch Influenzaviren hervorgerufene Virusgrippe wird allen gefährdeten Personen dringend angeraten.
Der richtige Zeitpunkt für eine Impfung liegt in den Herbstmonaten bis November. Der Impfschutz beginnt frühestens nach einer Woche und ist erst nach zwei Wochen vollständig.
Die Grippeschutzimpfung des vergangenen Jahres schützt nicht sicher gegen die Influenzaviren, die von der Weltgesundheitsorganisation im kommenden Winter erwartet werden. Da die Viren sich häufig verändern, muss jährlich mit einem aktualisierten Impfstoff geimpft werden. Die zur Verfügung stehenden Grippeimpfstoffe sind der aktuellen Viruszirkulation angepasst. Sie enthalten Antigene von aktuellen Stämmen von zwei verschiedenen Influenza A-Typen und von einem aktuellen Influenza B-Stamm. Die Impfstoffe haben einen hohen Reinheitsgrad und sind deshalb sehr gut verträglich und nebenwirkungsarm.
Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) besonders den folgenden Gruppen empfohlen:
Personen über 60 Jahre
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens, wie z.B. chronische Erkrankungen der Atmungsorgane (inklusive Asthma und COPD), chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion, HIV-Infektion
Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
Personen mit erhöhter Gefährdung, z.B. medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr, sowie Personen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können
Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln
Noch immer ist die Annahme verbreitet, dass Virusgrippe, grippaler Infekt und Erkältung dasselbe seien. Nicht selten werden einfache Erkältungskrankheiten, die in der nasskalten Jahreszeit häufig auftreten, fälschlicherweise als Grippe bezeichnet. Gegen diese einfachen Erkältungskrankheiten gibt es jedoch keine Impfung.
Die Influenza (Virusgrippe) beginnt plötzlich mit Schüttelfrost, hohem Fieber, starkem Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einer Atemwegsentzündung. Gefürchtete Komplikationen sind häufig schwere Lungenentzündungen, Entzündungen des Herzmuskels und Herzrhythmusstörungen. Um diesen schweren Erkrankungen vorzubeugen, ist die Grippeschutzimpfung zu empfehlen.
Die Impfung stellt prinzipiell die effektivste und sinnvollste Vorbeugemaßnahme dar, denn sie muss nur einmal verabreicht werden und schützt dann die gesamte Saison vor einer Influenza-Erkrankung.
Die Impfungen werden durch den Hausarzt oder im Gesundheitsamt durchgeführt.
Der Zeitpunkt des Bereitstehens des Impfstoffes gegen die Neue Influenza A/H1N1 („Schweingrippe“) wird rechtzeitig bekannt gegeben.
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