News-Archiv November 2009
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Vortrag in Lambrechtshagen: „Das Gesicht dem Dorfe zu“ - Die DDR-Landwirtschaft im Visier der Stasi
Region Bad Doberan | 09.11.2009 - 14:29:33
Bad Doberan. Von Anfang an wurden in der DDR neben privaten Handwerkern und Firmenbesitzern auch die privaten Bauern unter Druck gesetzt. Wer die „sozialistische Umgestaltung der Land-wirtschaft“ nicht mitmachen wollte, wurde als eigennütziger Schmarotzer oder Schieber diffamiert, bei der Zuteilung von Saatgut oder Maschinen benachteiligt oder gar enteignet. Mit Erpressungen oder durch Versprechungen wurden die Landwirte zum Eintritt in die Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) gedrängt. Doch auch nach dem Abschluss der Zwangskollektivierung 1960 blieb die Klasse der Bauern für die herrschende SED ein ständiger Risikofaktor. Wegen ihrer Verbundenheit zur eigenen Scholle galten sie als anfällig für die Idee des Privatbesitzes an Produktionsmitteln. Kein Wunder also, dass die Stasi als wichtigster Helfer der SED immer auch die Bauern und die Landwirtschaft ins Visier nahm.
Wie die DDR-Geheimpolizei auf dem Lande agierte, welcher Mittel sie sich bediente und welche Folgen das für Betroffene haben konnte, wird Dr. Volker Höffer, Leiter der Außen-stelle Rostock der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), in seinem Vortrag in Lambrechtshagen näher untersuchen:
„Das Gesicht dem Dorfe zu“
Die DDR-Landwirtschaft im Visier der Stasi
Wann: 19. November 2009, 19.30 Uhr
Wo: Begegnungshaus der evang.-luth. Kirchgemeinde
Bauernreihe 3
18069 Lambrechtshagen.
Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Lambrechtshagen und die Außenstelle Rostock der BStU laden alle Interessierten zu dieser Veranstaltung herzlich ein.
Der Eintritt ist frei.
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