News-Archiv März 2008

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Rostocker Wirtschaftsgespräch lieferte Hintergrundwissen zur aktuellen Diskussion um Kohlekraftwerke

Mecklenburg-Vorpommern | 13.03.2008 - 18:32:06

QuoVadis - Mecklenburg-Vorpommern? -  Energieversorgung im Gesundheits- und Tourismusland Mecklenburg – Vorpommern mit oder ohne Kohlekraftwerke. Am Ende der Veranstaltung war zumindest klar; Wahlmöglichkeiten gibt es nicht. 

 
Rostock. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock hat im Rahmen der Rostocker Wirtschaftsgespräche „Quo Vadis Bundesrepublik?“ die aktuelle Diskussion um den Neubau von Kohlekraftwerken aufgegriffen. „Sind Kohlekraftwerke noch zeitgemäß?“, auf diese Frage wollte die Veranstaltung eine Antwort geben. Die Standpunkte der geladenen Referenten und Gäste konnten nicht kontroverser sein. Dr. Gabriela von Goerne von Greenpeace Deutschland vertritt die Meinung:
Der Neubau von Kohlekraftwerken ist aus Klimaschutzgründen zu verhindern und auch nicht nötig. Stephan Kohler von der Deutschen Energieagentur dagegen sagt, es geht nicht ohne Kohle. Kohle gibt es in großen Mengen überall auf der Welt. Gas und Ölvorkommen sind konzentriert in nur wenigen Ländern und die Vorkommen nehmen ab. Erneuerbare Energien erfordern hohe Investitionssummen, die den Strom letztendlich teuer machen. Außerdem gibt es deutliche Defizite bei der Verfügbarkeit und damit der Versorgungssicherheit.  Da stellt sich die Frage “Was will der Verbraucher in Mecklenburg - Vorpommern?“. Die Bürger/innen werden auf Dauer ständig steigende Energiepreise und/ oder Versorgungslücken nicht verkraften können. 
Erstaunlich aus der Sicht Kohlers ist auch die aktuelle Ablehnung jeglicher Investitionstätigkeit im Energiesektor. 
Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten. Einig waren sich die Referenten beim Ausstieg aus der Kernenergie.  Die Stromproduktion wird weiter steigen in Europa bis 2030 um 37 % und weltweit um fast 100 %. 
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass es keine Ideallösung gibt. Realistisch gesehen sind Kohlekraftwerke noch geraume Zeit für die zuverlässige Stromversorgung unabdingbar. 
Die wichtigsten Stichworte zur zukünftigen Lösung des Konflikts: Steigerung der Energieeffizienz beim Verbraucher sowie Forschung und Entwicklung für saubere Energieversorgung.  
Die Veranstaltung hat viele Facetten dieses aktuellen Themas beleuchtet und den Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Verbänden Hintergrundwissen vermittelt. Die IHK zu Rostock hat das Thema „Energiepolitik und Klimaschutz“ zu einem Schwerpunkt erklärt. 


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