News-Archiv November 2009
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Heiligendamm | 26.11.2009 - 11:14:50
Bad Doberan/Heiligendamm. In die Debatte um die Weiterentwicklung Heiligendamms kommt neue Bewegung. In Gesprächen mit der Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) konnte Hartmut Polzin, Bürgermeister des Stadt Bad Doberan, an drei bislang ungeklärten Stellen deutliche Fortschritte erzielen. Die daraus folgenden Vorschläge werden jetzt den Stadtvertretern in den zuständigen Fachausschüssen zur Beratung vorgelegt.
„Wir haben uns mit den Kompromissvorschlägen des Bürgermeisters intensiv auseinandergesetzt. Sie berücksichtigen die Anregungen, die in Politik und Bevölkerung diskutiert worden sind. Wir halten sie grundsätzlich für machbar“, erklärte ECH-Geschäftsführer Heiner Zimmermann. „Auch wir haben uns viele Gedanken gemacht und mit Parteien und Stadtvertretern diskutiert, wie der Stillstand zu beenden ist. Die vorliegenden Vorschläge tun uns zwar durchaus auch weh“, räumt Zimmermann ein. „Aber sie sind ein Schritt nach vorne, der es der Stadtvertreter-Versammlung erleichtern sollte, am 14. Dezember den beiden Plänen zum Wiederaufbau der Strandvillen zuzustimmen“, so der ECH-Geschäftsführer.
Auch Bürgermeister Hartmut Polzin begrüßt den eingeschlagenen Weg: „Es hat zwar einige Zeit gedauert, bis die ECH bereit war, sich mit den Anregungen auseinanderzusetzen. Das ist nunmehr im positiven Sinne erfolgt. Ich hoffe, dass auf dieser Grundlage wieder Bewegung in die Entwicklung Heiligendamms kommt.“
Die Kompromissvorschläge im Einzelnen:
1.) Bürgschaft für die Zeit des Baus der Tiefgarage
Einzelne Stadtvertreter hatten immer wieder gefordert, dass der Bau der geplanten Tiefgarage vor den historischen Strandvillen in Heiligendamm durch eine Bankbürgschaft der ECH abgesichert wird, falls eventuell Schäden an der Promenade auftreten. Denn durch den Bau wird diese teilweise zeitweilig als Baustelle in Anspruch genommen werden müssen und nicht nutzbar sein. So ist gesichert, dass die Promenade in jedem Fall wieder in den heutigen Zustand versetzt wird.
Das sieht der Beschlussvorschlag zum Bebauungsplan 25 (B-Plan) vor, über den die Doberaner Stadtvertreter-Versammlung am 14. Dezember beschließen wird. Dort heißt es, dass die Stadt die
Zustimmung zum B-Plan 25 dann erteilt, wenn die ECH „ausreichende Sicherheiten (Bankbürgschaft o.ä.) für die Wiederherstellung der Strandpromenade nach dem Abschluss der Bauarbeiten stellt.“
ECH-Geschäftsführer Zimmermann: „Wenn so die gewünschte Absicherung geschaffen werden kann, dann stellen wir uns dem nicht in den Weg.“
2.) Erlebbarkeit von Heiligendamm
Der von einigen Stadtvertretern geforderten verbesserten Erlebbarkeit von Heiligendamm wird dadurch Rechnung getragen, dass der Rundweg deutlich verbessert wird. Dazu soll die Steganlage über dem Packwerk vor dem „Kleinen Wohld“ so verändert werden, dass sie an den beiden Enden verlängert und schräg zum höher gelegenen Strand verlegt wird. Damit ist gewährleistet, dass die Steganlage auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes zu nutzen ist. Gerade in der kalten Jahreszeit ist dies, etwa bei höherem Wasserstand, heute nicht möglich.
„Heiligendammer, Doberaner und ihre Gäste haben so die Möglichkeit, den Ort ganzjährig und auf neuen Wegen direkt an der Ostsee zu erleben“, so Zimmermann. Und ergänzt: „Die dafür anfallenden Kosten, die Sache der öffentlichen Hand sind, trägt die ECH. Damit lassen wir die Tradition wieder aufleben, dass wir den städtischen Anteil an der Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur tragen, für die der Stadt das Geld fehlt. Das waren in den vergangenen zehn Jahren etwa fünf Millionen Euro, die die ECH so finanziert hat“, erläutert Zimmermann.
3.) Wegeführung im Kurwald
Die Stadtvertreter-Versammlung hatte den Bürgermeister beauftragt, mit der ECH nach einer Lösung zu suchen, die die Durchwegung eines Teils des öffentlichen Kurwalds zur Prof.-Vogel-Straße regelt. Der gemeinsame Vorschlag sieht jetzt vor, dass die ECH mit der Zustimmung zum jetzt vorgelegten B-Plan 25 auf ihren Grundstücken die Wegeverbindung vom Kurwald zur Prof.-Vogel-Straße herstellt und zur Verfügung stellt. Mit Beginn des Wiederaufbaus der Villa Perle wird dieser Weg allerdings nicht mehr zur Verfügung stehen können, da die Prof.-Vogel-Straße zur Baustelleneinrichtung wird.
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