News-Archiv Februar 2010

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CDU-Ortsverband Bad Doberan gegen die Abwahl von Lex

Kommentar | Region Bad Doberan | 11.02.2010 - 22:27:17

Bad Doberan. Die Meldung über eine bevorstehende Abwahl von Stadtvertretervorsteher Guido Lex sorgt offenbar für neuen Zündstoff zwischen Stadtfraktion und Ortsverband der CDU. So erklärte Prof. Rolf Kuchenbuch für den Doberaner Ortsverband zum Abwahl-Antrag in einem Kommentar auf unserer Internetseite und einer Pressemeldung:  „Nein, ein Vertrauensverhältnis von Vorsteher und Verordneten der Stadt ist keine unabdingbare Voraussetzung für eine sachgerechte, vernünftige Arbeit der Stadtvertretung. 

Sachlichkeit, Engagement, Kenntnisse der Rechtslagen und Selbstvertrauen sind für einen Vorsteher unabdingbar“. Er widerspricht damit den Antragstellern, inklusive der CDU-Stadtfraktion und stärkt Lex den Rücken. Während sich die CDU der Stadt seit Jahren in internen Machtkämpfen selbst zerlegt und dadurch im Stadtparlament eine immer unbedeutende Rolle spielt, denkt hoffentlich die eine oder andere Spitze der Partei auch mal darüber nach, wie das ganze „Theater“ auf die Bürger der Münsterstadt wirkt.  
Generell könnte es nach dem vorläufigen Ende der Diskussion um Heiligendamm, für Parteien, Fraktionen und Einzelvertreter Sinn machen, den Bewohnern Ziele zu präsentieren, die wieder die Stadt - und weniger die Stadtvertreter selbst in den Vordergrund rücken.
 
Foto oben: Rathaus Bad Doberan - hier soll in der Sitzung am 22. Februar 2010 die Entscheidung zu Lex fallen. 


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Name Text
Rolf Kuchenbuch eMail Homepage

Hallo Herr Jütte,

Sie schrieben:
Während sich die CDU der Stadt seit Jahren in internen Machtkämpfen selbst zerlegt und dadurch im Stadtparlament eine immer unbedeutende Rolle spielt, .....
Da haben wir aber doch recht unterschiedliche Wahrnehmungen. Derzeit erholt sich der CDU-Ortsverband von Querelen, die aus der Kommunalwahl und den davor liegenden Jahren resultieren und entwickelt sich wieder zur erkennbaren politischen Kraft in Bad Doberan.....
In der CDU als demokratischer Partei vertritt der Ortsverbandsvorsitzende die Auffassung der Mehrzahl der Mitglieder im OV. Selbstverständlich sollte sich die Fraktion in der Stadtvertreter-Versammlung nach dem Votum der Mitglieder des Ortsverbandes richten – sie muss das aber nicht. Die Fraktion kann auch, wie hier geschehen, ohne vorherige Rück- und Absprache etwas unternehmen. Das sind die Spielregeln, selbst wenn es manchen irritiert.

12.02.2010 - 11:14:08

Frank-Andreas Jütte

Hallo Herr Kuchenbuch,

schön zu hören, dass sich der Bad Doberaner CDU-Ortsverband erholt, hat er doch in den vergangenen Jahren zumindest nach meiner Wahrnehmung auf Grund von Streitigkeiten einige gute Leute mit Sachverstand und Hintergrundwissen verloren.

Fakt ist, dass Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen CDU-Gremien bisher gern in der Öffentlichkeit ausgetragen wurden.
Und ich bin mir nicht ganz sicher, ob Sie auf den Lex-Abwahlantrag in gleicher Form reagiert hätten, wenn er nicht von der CDU-Stadtvertreterfraktion, insbesondere von Frau Brandt unterzeichnet worden wäre. Das ist aber auch nur wieder eine persönliche Wahrnehmung eines Außenstehenden.
Zumindest ist auch mit der veröffentlichten Begründung schwer nachzuvollziehen, warum der CDU-Ortverband das unwürdige Verhalten von Herrn Lex herunterspielen möchte. Die Stadtvertreterversammlung genoss wegen solchen Eskapaden schon in der Vergangenheit keinen besonders guten Ruf.
Besserung versprach Ihre Idee von einer Klausurtagung, ich bin mir sicher, viele drücken die Daumen, dass sich etwas ändert, im Umgang der Stadtvertreter untereinander.

Natürlich kann eine Stadtvertreterfraktion eine andere andere Meinung haben, als der dazugehörige Orts-, Landes, oder Bundesverband. Jeder muss ja frei nach seinem Gewissen entscheiden können.
Die Frage ist, ob sich manche Unstimmigkeiten nicht besser intern regeln ließen, als mit gegenseitigen öffentlichen Demütigungen.

Aber ich möchte nicht alles schlecht reden, immerhin gelingt es der CDU ob Stadt oder Kreis generell ganz gut, sich in den Medien professionell zu artikulieren. Schön wäre es, und das gilt sicher für alle Parteien, Fraktionen und Einzelkandidaten, wenn es diesen gelänge, den Bürger mit guter Presse-/Öffentlichkeitsarbeit von den eigenen Ideen für die Stadt zu überzeugen.

Wenn man die Stadtversammlungen der letzen Jahre Revue passieren lässt, lassen sich diese im nicht geringen Maß mit Wichtigtuerei, Profilierungssucht, Selbstdarstellung und Besserwisserei umschreiben.
Bad Doberan steht vor wichtigen Herausforderungen, alle sollten doch trotz verschiedener Meinungen gemeinsam daran arbeiten, dass es mit der Stadt vorangeht. Mit Redlichkeit, Ehrlichkeit und Offenheit.
Ob das mit Herrn Lex geht, müssen die Stadtvertreter entscheiden.
Wenn nicht, wäre es zumindest schön, wenn der oder die Nächste mal bis zur nächsten Kommunalwahl durchhält, der „Posten“ scheint in Bad Doberan ein extrem undankbarer Job zu sein... .

12.02.2010 - 15:52:27

Rolf Kuchenbuch eMail Homepage

Nochmal Hallo Herr Jütte,

da wir uns noch nicht persönlich kennengelernt, geschweige denn unterhalten haben, sind Sie sicher stark auf „persönliche Wahrnehmungen“ angewiesen. Wollen wir beide uns nicht mal bei einer Tasse Kaffee zusammen setzen und plaudern, um diesen Mangel zu beheben?

12.02.2010 - 18:01:31

Frank-Andreas Jütte

Naja, es sind halt „persönliche Wahrnehmungen“ aus meinen Umfeld. Dazu zählen auch die „guten Leute mit Sachverstand und Hintergrundwissen“ aus meinen Kommentar oben.
Zusammen setzen und plaudern klingt gut, ich bin dabei.
Den Rest vielleicht per Mail?
;-)

12.02.2010 - 22:46:03

rkuchenbuch

Das Gespräch war sehr angenehm - es ist doch immer besser, miteinander anstatt unbekannterweise übereinander zu sprechen.
Auf einen offenen und fairen Meinungsaustausch im Geiste unseres Treffens
Rolf Kuchenbuch

22.03.2010 - 19:54:55


 

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