News-Archiv März 2008
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Mecklenburg-Vorpommern | 20.03.2008 - 10:55:46
Schwerin. Anlässlich des "Tages der Kriminalitätsopfer" am 22. März macht der Landesvorsitzende des WEISSEN RINGES in Mecklenburg-Vorpommern Thomas Lenz auf eine beklagenswert hohe Zahl von Opfern sexueller oder häuslicher Gewalt bei den in Mecklenburg-Vorpommern betreuten Opferfällen aufmerksam.
Inzwischen sind 40 % aller Kriminalitätsopfer, denen im Land von Mitarbeitern des WEISSEN RINGES geholfen wird, Opfer sexueller oder häuslicher Gewalt geworden. "Besonders erfüllt mich mit Sorge, dass sich unter den Opfern sexueller Gewalt immer mehr Minderjährige befinden",
erklärte Thomas Lenz.
Um die Bürger stärker für die Themen "Häusliche Gewalt und sexueller Missbrauch von Kindern" zu sensibilisieren, zeigte der WEISSE RING bereits in verschiedenen Städten unseres Bundeslandes die Ausstellung "Opfer". Vom 15. bis 22.05.2008 wird diese Ausstellung auch in der Nikolaikirche in Anklam zu sehen sein. Die Ausstellung zeigt über 100 Arbeiten von Studenten der Bauhausuniversität Weimar. Die eindringlichen wie künstlerisch ausdrucksvollen Arbeiten sollen wachrütteln und zu aktiver Hilfe motivieren.
Mit der Ausstellung stellt der WEISSE RING gleichzeitig seine vielfältigen Hilfsangebote für Opfer von Straftaten dar. Im Landesverband Mecklenburg-Vorpommern sind flächendeckend in 17 Außenstellen 155 ehrenamtliche Mitarbeiter in der Opferbetreuung tätig. Finanziert wird dies ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Geldbußen.
Seit 1991 konnte der WEISSE RING in Mecklenburg-Vorpommern über 3.500 Opfern ideell und finanziell helfen. Sie erhielten u.a. finanzielle Opferhilfen im Umfang von über 1,6 Mio. EURO. Im Jahr 2007 haben im Land fast 300 Opfer von Straftaten ideelle und materielle Hilfe erhalten. An 222 Opfer wurden finanzielle Hilfen unterschiedlicher Art im Gesamtumfang von 109.000 EURO ausgezahlt.
"Jedoch es ist nicht immer nötig, finanziell und materiell zu unterstützen. Viel wichtiger ist ein helfendes Gespräch, die Unterstützung bei Behördengängen, die Vermittlung an andere soziale Träger oder die Begleitung als Zeuge gegen den Täter vor Gericht. Die Hilfsmöglichkeiten sind vielfältig und werden in jedem einzelnen Fall auf die besondere persönliche Situation des Opfers abgestimmt" erläuterte Thomas Lenz die Arbeit des Weissen Ringes.
Wer Interesse hat, die Arbeit für Opfer von Straftaten zu unterstützen, sei es als ehrenamtlicher Mitarbeiter oder finanziell durch eine Mitgliedschaft oder Spende, kann sich an die örtliche Außenstelle wenden oder an den
Weißen Ring e.V.
Landesbüro M-V
Wismarsche Straße 136
19053 Schwerin
Spendenkonto: Deutsche Bank Mainz, BLZ 550 700 40, Konto 34 34 34
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