News-Archiv März 2008
Kriminalstatistik der Polizeidirektion Rostock für das Jahr 2007: Erneuter Rückgang der Straftaten
Region Rostock | 20.03.2008 - 14:44:04
Rostock. Die Polizeidirektion Rostock registrierte im Jahr 2007 in ihrem Zuständigkeitsbereich (Hansestadt Rostock, Landkreis Bad Doberan und Landkreis Güstrow) insgesamt 40.049 Straftaten. Damit sank erneut die Anzahl der polizeilich registrierten Straftaten von 40.713 im Jahr 2006 um 664 Fälle. Mit diesem erneuten Rückgang um 1,6 Prozent bestätigt sich auch in der Polizeidirektion Rostock die landesweite Entwicklung. Der Anteil der im Bereich der Polizeidirektion Rostock erfassten Fälle bleibt mit 26,9 % an der Gesamtkriminalität des Landes Mecklenburg – Vorpommern nahezu gleich (2006 = 26,7 %).
Neben dem deutlichen Rückgang der Fallzahlen gelang es der Polizeidirektion Rostock, die Aufklärungsquote auf dem hohen Niveau des Vorjahres zu halten und sie im Vergleich zu 2006 von 58,6 % auf den bisherigen Höchststand von 59,3 % im Jahr 2007 zu steigern.
Obwohl die Diebstahlshandlungen mit einem Anteil von 42,2 % an der Gesamtkriminalität erwartungsgemäß wiederum die größte Gruppe der Straftaten darstellen, sank die Anzahl der registrierten Fälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 19.363 auf 17.348 Straftaten und somit um mehr als 10 Prozent.
Territoriale Verteilung
Die territoriale Verteilung der erfassten Straftaten innerhalb des Direktionsbereiches stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
|
|
2007 |
2006 |
Entw. 2007-2006 |
|
Hansestadt Rostock |
24.489 |
24.136 |
+ 1,5 % |
|
Landkreis Güstrow |
8.334 |
9.354 |
- 10,9 % |
|
Landkreis Bad Doberan |
7.226 |
7.223 |
- 0,04 % |
Straßenkriminalität
Auch bei der Straßenkriminalität – immer wieder Gradmesser des Sicherheitsempfindens der Bürgerinnen und Bürger - zeigte sich im vergangenen Jahr erneut mit minus 7,8 % ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Jahr 2006.
Polizeiliche Präsenz, konsequente Ermittlungsarbeit und nicht zu vergessen, das couragierte Mitwirken vieler Bürgerinnen und Bürger, sorgten auch 2007 für eine erneute Steigerung der Aufklärungsquote in diesem Bereich auf 27,9 %.
Im Jahr 2007 konnten im Bereich der Polizeidirektion Rostock insgesamt 14.161 Tatverdächtige (TV) ermittelt werden. Die Übersicht zeigt die Verteilung:
Hansestadt Rostock 8.204 TV, davon 2.371 TV unter 21 J. = 28,9 %
Landkreis Güstrow 3.335 TV, davon 983 TV unter 21 J. = 29,5 %
Landkreis Bad Doberan 3.030 TV, davon 782 TV unter 21 J. = 25,8 %
Jugendkriminalität
Von den ermittelten Tatverdächtigen in der Polizeidirektion Rostock waren 4000 unter 21 Jahre. Damit ist der Anteil der unter 21jährigen Tatverdächtigen von 28,2 Prozent leicht rückläufig ( - 54) und unter dem Landesdurchschnitt von 30,1 %.
Schwerpunkte der Jugendkriminalität bleiben wie auch in den zurückliegenden Jahren die Eigentums- und Rohheitsdelikte. Besonders hoch war der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren in den Deliktsbereichen Raub (58,5 %) und Diebstahl von Zweirädern jeglicher Art (Diebstahl von Fahrrädern = 69,5 %, Diebstahl von Mopeds und Krädern 68,1 %).
Mehrfach- und Intensivtäter
Im Focus gemeinsamer Anstrengungen von Polizei und Justiz befinden sich besonders in den letzten Jahren Mehrfach- und Intensivtäter. Auch hier zeigen sich Erfolge, da beispielsweise die Anzahl der Personen, die mehr als zehn Mal straffällig wurden, von 363 im Jahr 2006 auf 298 im Berichtszeitraum 2007 zurückging.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2007 verdeutlicht erneut, dass sich die von der Polizeidirektion Rostock konsequent umgesetzten Konzepte in den verschiedensten Bereichen der Kriminalitätsbekämpfung bewährt haben.
Durch schnelles und flexibles Reagieren auf aktuelle Erscheinungen der Kriminalität, die Nutzung aller zur Verfügung stehenden polizeilichen Ermittlungs- und Auswertungsmethoden sowie eine umfangreiche Präventionsarbeit konnten auch im Jahr 2007 die Fallzahlen gesenkt werden und die Gesamtaufklärungsquote stieg erneut.
Die Eckzahlen der Kriminalitätsstatistik bestätigen den richtigen Kurs der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizeidirektion Rostock bei der Verfolgung von Straftaten. Auch in Zukunft werden zielgerichtete Anstrengungen unternommen, um die positive Entwicklung der letzten Jahre fortzuführen und Rostock sowie die Kreise Güstrow und Bad Doberan noch sicherer zu gestalten.
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