News-Archiv Juni 2010

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Andrea Sparmann reagiert auf den offenen Brief des CDU Kreisverbandes Bad Doberan

Mecklenburg-Vorpommern | 10.06.2010 - 11:37:59

Sehr geehrter Herr Höftmann,
mit großem Bedauern habe ich Ihren Offenen Brief vom 09. Juni 2010 gelesen. Es ist angebracht, dazu einiges richtig zu stellen: Ich bin weder Mitglied noch Sympathisant der Linken. Mir wurde - sprichwörtlich aus heiterem Himmel - angeboten, als Wahlfrau unseres Bundeslandes an der Wahl unseres nächsten Staatsoberhauptes teilzunehmen. Ich empfand und empfinde dies als große Ehre. Es ist eine Jahrzehnte alte Tradition, dass auch öffentlich bekannte Personen in die Bundesversammlung delegiert werden. So waren bei der Wahl im Mai 2009 u.a. Ottfried Fischer, Nina Hoss, Karl-Heinz Rummenigge, Rosi Mittermaier oder Jens Weißflog als Mitglieder der Bundesversammlung berufen worden. Im Zusammenhang mit der Anfrage habe ich klargestellt, dass ich auf jeden Fall eine eigenständige Wahl nach bestem Wissen und Gewissen treffen werde. Vorgaben oder gar taktische Empfehlungen werde ich nicht tolerieren. Ich habe mir vorgenommen, mich jetzt eingehend mit den Kandidaten für das Bundespräsidentenamt auseinanderzusetzen. Bei Interesse bin ich auch gern bereit, meine letztendliche Entscheidung öffentlich zu machen, da ich ja stellvertretend für viele Mecklenburger und Vorpommern über das neue Staatsoberhaupt entscheiden werde. Momentan bin ich jedoch noch nicht zu einer abschließenden Beurteilung gekommen. Sowohl Christian Wulff als auch der gebürtige Rostocker Joachim Gauck haben bei mir große Sympathien.
 
Mit freundlichem Gruß,
Andrea Sparmann
 
 
Antwort der CDU: 
 
Sehr geehrte Frau Sparmann,
vielen Dank für Ihr Antwortschreiben und das ausführliche Telefonat zu diesem Thema. Sie haben mir glaubhaft versichert, dass Sie sich nicht von der Partei „Die.Linke“ instrumentalisieren lassen und Ihre Entscheidung völlig unabhängig von Parteiinteressen treffen wollen. Sie schilderten mir, dass die Nominierung aus Ihrer Sicht unabhängig von der Partei „Die.Linke“ zu sehen ist, da letztlich der Landtag des Landes Mecklenburg-Vorpommern die Wahlmänner und Wahlfrauen in die Bundesversammlung sendet und Sie damit die Interessen der Bürger unseres Landes vertreten wollen. 
Ihre Offenheit und Geradlinigkeit ehrt Sie. Ich glaube, dass mein Brief Sie für den Hintergrund der Ex-SED und heutigen Partei „Die.Linke“ sensibilisiert hat. Ich bin mir sicher, dass Sie Ihre Entscheidung, ob Sie das Mandat für die Bundesversammlung annehmen, sehr verantwortungsvoll und mit der nötigen Objektivität und Neutralität treffen werden.
 
Mit freundlichen Grüßen
Dan Oliver Höftmann
- Kreisvorsitzender -


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