News-Archiv Juni 2010
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„Autobahngold“ im Landkreis Bad Doberan angeboten
Region Bad Doberan | 16.06.2010 - 12:18:03
Bisher unbekannte Täter versuchten am Nachmittag des 15.06.2010 auf der Landstraße 13 sogenanntes Autobahngold in Bargeld zu verwandeln. Der versuchte Betrug misslang durch die Aufmerksamkeit des potentiellen Opfers.
Die Betrugsmasche, bei der unechter Schmuck unter Vortäuschung einer Notlage zum Kauf angeboten wird, ist nicht neu. Schon vor Jahrzehnten betrogen vor allem aus dem europäischen Ausland stammende Täter besonders auf Autobahnrastplätzen leichtgläubige Reisende. Sie sprachen vor allem Touristen auf Park- und Rastplätzen an, schilderten wortreich eine Notlage und baten um Bargeld. Um die potentiellen Opfer zur Übergabe von Geld zu bewegen, boten sie im Gegenzug Goldschmuck an. Bei diesem, oft sogar gestempelten, Schmuck handelte es sich jedoch um minderwertigen, mit dünner Goldschicht überzogenen, Modeschmuck.
Nun gab es einen erneuten Versuch im Landkreis Bad Doberan.
Am 15.06.2010 bemerkte ein Autofahrer aus Hohen Luckow gegen 15.00 Uhr auf der Landesstraße 13 zwischen der Autobahn 20 und der Clausdorfer Kreuzung einen PKW am Straßenrand.
Der grüne Opel mit Hallenser Kennzeichen schien eine Panne zu haben, denn die Insassen standen am Straßenrand und gaben den Vorbeifahrenden durch Winken zu verstehen, dass sie Hilfe benötigten.
Hilfsbereit stoppte der Hohen Luckower seinen Wagen.
Die Insassen des PKW Opel, zwei Männer und eine Frau, erklärten dem Helfer in gebrochenem Deutsch, dass sie kein Benzin mehr hätten. Sie fragten ihn nun nach Bargeld und boten im Gegenzug an, dass er dafür Goldschmuck von ihnen kaufen könne. Der Autofahrer bemerkte jedoch, dass sich bei dem vorgezeigten Schmuck um Goldschmuckimitat handelte und fuhr daraufhin weiter.
Die über den Vorfall informierte Bad Doberaner Polizei traf den PKW Opel nicht mehr auf der Landesstraße 13 bzw. der Autobahn 20 an.
Die Polizeidirektion warnt in diesem Zusammenhang vor spontanen bzw. "schnellen" Geschäften auf Park- und Rastplätzen sowie am Straßenrand. Die Täter nutzen gern touristisch frequentierte Tatorte, an den sich Personen kurz bzw. auf der Durchreise aufhalten. Die unter Zeitdruck stehenden Opfer neigen zu übereilten Käufen und die Anonymität der Parkplätze erschwert die Aufklärung dieser Betrugsfälle.
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